20. - 22. März 2009
Am Freitag, 20. März, widmete sich Roger nochmals seinem Indonesien-Projekt und ich las seit Jahren wieder einmal ein Donald Duck-Buch. So verging die Zeit im Fluge und rasch wurde es Abend. Ein wunderschöner Abend! Zur Feier des Tages haben wir nämlich heute ein Abendessen im Seafood Restaurant „sheepwreck" geplant. Zur Feier des Tages? Ja! Denn meine Gottemeitschi feierte heute ihren zweiten Geburtstag und das mussten wir natürlich auch hier in Downunder ausgiebig feiern! So machten wir uns also an diesem Abend wieder einmal etwas chic und fuhren mit dem Camper ins Dorf. Wir parkierten etwas weiter weg vom Restaurant und genossen den Fussmarsch entlang dem Strand. Es war wunderbar warm. Im Restaurant erhielten wir einen tollen Platz auf der Terrasse mit direkter Meersicht. Es war einfach traumhaft und das Essen war göttlich! Hummer, Muscheln, Garnellen…mmmmh!!! Und dazu ein feines Glas australischen Weisswein. Einfach ein Traum!
Für mich wäre dies nun ein toller Abschluss dieses Tages gewesen, wäre da nicht der neu aufgetauchte Untermieter des Frauen WCs. Dort entdeckte ich nämlich mit Schrecken eine braune Riesenheuschrecke, ca. 7cm lang und 2 cm im Durchmesser! Und das ist nicht übertrieben! Ich liess mir diese Masse am nächsten Tag von Roger bestätigen. So verliess ich das WC so rasch wie wohl noch nie zuvor und der Wunsch, dass sich diese Kreatur über Nacht verabschiedet war riesig, ging aber leider nur nicht in Erfüllung! Denn am nächsten Morgen schaute ich gründlich in die WC-Kabinen, ob sie sich wirklich nirgends an einer Wand festhält und stellte mit Erleichterung fest, dass sie nicht mehr zu sehen war. Zumindest aus der jetzigen Perspektive nicht… Also setzte ich mich beruhigt aufs WC. Aus irgendeinem Grund, man kann es auch Intuition nennen, schaute ich zur Neon-Röhre hinauf und was entdeckte ich dort? Genau: Die Riesenheuschrecke! O graus, o graus!!! Also nichts wie raus aus der Toilette. Die Heuschrecke begnügte sich aber wenigstens den ganzen Tag mit ihrem Standort und so hatte ich sie im Griff. Denn es wäre nicht auszudenken, wenn sie mir plötzlich in der Dusche begegnet wäre! Roger erzählte mir dann, dass bei den Herren ebenfalls eine Heuschrecke, aber eine grüne, sei. Ich liess es mir nicht nehmen und stattete ihr einen kurzen Besuch ab. Sie war wirklich grasgrün und ein wenig kleiner als die der Frauen. Diese wäre mir durchaus sympathischer gewesen, was die braune aber wohl kaum interessieren würde.
Es gab aber an diesem Tag auch noch erfreulichere Nachrichten. So erhielten wir wieder eine Menge spannende und witzige Mails, welche uns sehr freuten. Zudem testete ich noch die australischen Waschmaschinen, was sehr gut klappte. In 25 Minuten ist also so ein Programm fertig und die Wäsche bei diesen Temperaturen und dem Sonnenschein flugs trocken :-) So könnte man diesen Tag folgendermassen betiteln: Sibylle und ihre Begegnungen mit Heuschrecken und australischen Waschmaschinen. :-)
Australische Waschmaschinen und Tumbler
Allerdings gab es an diesem Tag noch ein ganz besonderes Highlight für mich: Ich telefonierte kurz mit meiner Schwester und natürlich mit Lena! Dieses Telefonat habe ich sehr genossen und zu hören, dass Lena jeden Abend vor dem Schlafengehen die Foto von Roger und mir anschaut und sagt: „Tschüss Gotti, tschüss Osche" tat extrem gut! Somit könnte man den Tag auch wieder neu betiteln mit: Sibylle geht ihren Gotti-Pflichten nach ;-)
Am Sonntag, den 22. März, verbrachten wir unseren letzten Tag in Airlie Beach. Das Wetter war heute wieder ausnahmslos traumhaft und so zogen wir am Mittag zu Fuss an den Strand. Zuvor hatten wir aber noch ausgiebig gefrühstückt und wurden dabei von sieben Kakadus besucht. Wir konnten bis auf einen Meter an sie herangehen und sie beim Fressen beobachten. So sassen wir sicher eine halbe Stunde am Boden und bestaunten dieses Schauspiel. So gefällt uns die australische Tierwelt bei weitem besser.
Kakadus zum Greifen nah.
Kurze Zeit später bekamen wir noch ein Telefon von einem Bekannten von Rogers Onkel. Er wohnt in der Nähe von Sydney und wir haben ihn angeschrieben, ob wir zwischen der Abgabe unseres Campers und dem Flug nach Indonesien ein paar Nächte bei ihnen übernachten dürften. Er und seine Frau sind sehr freundlich und sagten uns zu! So waren wir richtig beschwingt für an den Strand. Bevor es definitiv an den Strand oder eben zur Lagoon ging, shoppten wir aber noch ein bisschen.
Danach ging das Sonnenbaden und das Schwimmen sofort viel besser und diesmal schafften wir es sogar ohne Sonnenbrand, juhe! ;-)
Aussicht von der Blue Lagoon aufs Meer (Airlie Beach)
Wieder zurück auf dem Campingplatz wollte ich sicher sein, dass die Heuschrecke nicht in Lauerstellung ist, sondern immer noch an ihrer Lampe (wie am Morgen noch). Sie hat sich aber verzogen und stattdessen ist nun auch bei uns Frauen eine grasgrüne Heuschrecke eingezogen. Obwohl die braune sicherlich noch irgendwo lauert. Als ich dann frisch geduscht zum Camper zurückkam, war Roger gerade dabei, eine Kokosnuss zu „schälen". Er hatte diese am Morgen, nachdem sie in unserer Nähe zu Boden fiel, unter unserem Camper in Sicherheit gebracht :-) Roger, wie er leibt und lebt. Jetzt hat also ihre letzte Stunde geschlagen. Dachte ich zumindest…Denn plötzlich zeigte er mir voller Stolz, dass nur noch eine eher dünne Schicht um das Fleisch war und er die Kokosnuss nun noch etwas reifen lassen will…Naja, ich weiss ja nicht so genau ;-)
Mein herzallerliebster Schätzu und seine Kokosnuss ;-)
Don't forget: HAVE FUN!!!!
