23. - 29. März 2009

Unsere Schweizerfahne und die Turtle reisen natürlich immer an vorderster Front mit!

 

 

So wunderschön ist die Natur!!!

 

 

Zu Wochenbeginn verliessen wir Airlie Beach Richtung Yeppon. Dies liegt ca. 500km südlich von Airlie Beach und wir besuchten dort Susi und Jürg. Sie waren so freundlich, uns für zwei Nächte bei ihnen aufzunehmen. Die Reise verlief problemlos (ausser einer kleinen, dezenten Irrfahrt in Yeppoon) und so trafen wir ca. um 19:00 bei den beiden ein. Zur selben Zeit hatten sie noch Besuch von Freunden, Rita und Luke. Wir waren schon jetzt, im Dunkeln, von ihrem Haus begeistert! Sie waren sehr herzlich und wir zwei fühlten uns sofort sehr wohl bei den beiden. Hierzu muss ich noch erwähnen, dass wir vier uns nur einmal zuvor getroffen haben. Und zwar an der Hochzeit von Ina und Daniel Riesen. Von Ina hatte ich dann auch Susis Angaben.
So verbrachten wir zu sechst einen sehr lustigen und gemütlichen Abend und testeten unsere Englischkenntnisse. Ok, Roger mehr als ich. Ich beschränkte mich (leider) wieder einmal fast nur aufs Zuhören und Verstehen, was mir mittlerweile gut gelingt. Ich weiss, diejenigen unter euch, die mich gut kennen, können fast nicht verstehen, dass ich das Zuhören dem Reden vorziehe…aber wartet nur, das ändert auch wieder ;-)
Zur Sprache kam an diesem Abend auch noch Susis und Jürgs bevorstehende Hochzeit in Deutschland und und die anschliessenden ferien. Mit einem Augenzwinkern meinten sie zu uns, dass sie in diesen fünf Wochen noch jemanden bräuchten, der zu Hund und Haus schaut. Falls wir also in dieser Zeit noch nichts geplant haben, könnten wir ja house- and dogsitting machen! Wir zwei schauten uns an und für uns war es rasch klar!Der nächste Tag begann dann für uns paradiesisch!!! Das schönste Wetter lockte uns aus dem Bett und wir sahen das ganze Haus von Susi und Jürg bei Tageslicht in voller Pracht und wir waren hin und weg! Kurzerhand entschieden wir uns für ein frühmorgendliches Bad im Pool auf der Terrasse. Ach, war das herrlich!
 
 

Kurz bevor ich morgens um 9:00 in den Pool rutsche. Soooo schön!

 

 

 

 

Roger bei seinen täglichen Liegestützen. Schliesslich sagt er selbst, dass er nach unserer Rückkehr eine "Maschine" sei ;-)

 

 

 

Wir zwei Glücklichen nach unserem morgendlichen Pool - Plausch ;-)

 

 

 

Später fuhren wir zum Stony Creek und bewunderten einmal mehr die Natur. Kurz vor unserer Rückfahrt begegneten wir noch einer ca. 1, 5m langen Echse, welche sich aus Angst vor uns auf einen Baum rettete. So wächst langsam die Liste der unterschiedlichsten Tiere, welche uns hier begegnen ;-)
Übrigens: Rogers Kokosnuss reift noch immer fröhlich in unsrem Camper vor sich hin ;-) Wenn er nicht aufpasst, explodiert sie wohl irgendwann noch ;-)
Das Quartier, in dem Susi und Jürg hier wohnen, ist relativ neu erbaut und die Häuser sehen alle ganz toll aus! Sowieso hat es hier viele schöne und ganz unterschiedliche Liegenschaften. Wir haben uns ein paar Häuser angeschaut, welche wunderschön sind und als wir die Preise sahen, waren sie gleich noch schöner! Hier könnte man sich ein wirkliches Paradies aufbauen…
Am Abend machten wir es uns nochmals bei einem guten Glas Wein und einem leckeren Abendessen mit unseren beiden Gastgebern gemütlich. Und als wir ihnen sagten, dass wir wirklich gerne diese fünf Wochen zu ihrem Hund Abbi und dem Haus schauen würden, freuten sie sich. So schnell können sich Pläne ändern, bzw. es können überhaupt konkrete Pläne entstehen ;-)
 
 

Stony Creek und Roger

 

 

Der Stein des Anstosses ;-)

 

 

Unsere erste Riesenechse! So etwas haben wir zuvor noch nie in freier Wildbahn gesehen und wir waren sehr beeindruckt!

 

 

Abbi

 

 

Rockhampton Hospital

 

 

Am Mittwoch reisten wir dann weiter nach Gladstone. Nicht ohne aber zuvor noch das Rockhampton Hospital zu besuchen. Susi arbeitet dort auf der ICU und wir durften uns kurz umsehen. Für mich war es sehr spannende, mal ein australisches Spital von innen zu sehen. Allerdings musste ich sehr schnell merken, dass ich nicht zu fest mit unseren Spitälern vergleichen darf. Ist die medizinische Versorgung und auch die Pflege fortschrittlich und auf unserem Stand, so sind die Einrichtungen noch nicht ganz so weit. Aber was solls, es funktioniert alles und es muss auch nicht immer so sein wie in der Schweiz.

Danach entdeckte Roger, dass seine Kokosnuss eine Spalt hat (ich hab ja gesagt, dass dieses Ding noch explodiert) und er öffnete sie. Voller Stolz ass er genüsslich davon ;-) Mein Goldschatz ;-)

Dann fuhren wir zu Hans Isenring nach Gladstone. Er ist ein Onkel eines Musikkollegen von Roger, woher wir auch die Adresse hatten. Er zeigte uns zuerst sein Geschäft, bevor wir dann auf sein grosses Anwesen fuhren, was er uns auch nochmals voller Stolz zeigte. Dort hat es von Schlange über Kängurus und Esel alles! Es gab ein feines BBQ und er holte sogar noch sein Akkordeon hervor und spielte ein paar Stücke. Jaja, ein Stückchen Schweiz in der Ferne.
Am Donnerstag war dann früh Tagwache und nach einem Spaziergang, auf dem wir fünf (!) Kängurus in nur etwa 30 Meter Entfernung sahen, und ausgiebigen Frühstück, zeigten uns Fritz und seine Frau Barbara (sie ist Engländerin) Gladstone und Umgebung. Als wir an einem kleinen Wald vorbei fuhren, hobste direkt vor unserem Auto ein Känguru über die Strasse. Dort setzte es sich mit einem Büschel Gras im Mund hin und schaute uns frech an! Schon das zweite absolute Highlight an diesem Tag. Am Nachmittag machten wir uns dann selbst noch etwas auf Erkundungstour und beendeten diesen Tag wieder mit einem guten BBQ und vielen Geschichten von Fritz.
 
 

Wo man hinschaut, sieht man grasgrüne Frösche.

 

 

Unsere ersten Kängurus in freier Wildbahn. Wir konnten unser Glück kaum fassen!

 

 

Am Strand von Tannum Sands

 

 

Der Hafen von Gladstone im Sonnenuntergang

 

 

Am Freitag gings dann weiter nach Town of 1770. Hier ging Captain James Cook 1770 erstmals in Queensland an Land. Der Weg führte uns noch bei Agnes Water vorbei, wo wir einen kurzen Strandspaziergang an einem traumhaften Strand machten. In 1770 angekommen, führen wir zuerst zum Aussichtspunkt hoch. Von dort kann man über die steilen Klippen ins offene Meer und über die Sandbänke an der Küste schauen. Eindrücklich! Nach über einer Stunde spazieren und klettern, machten wir uns auf den Weg zum Campingplatz. Hier erhielten wir einen tollen Standort und machten uns gleich noch auf zum Strand. Nach 20 Minuten erreichten wir einen menschenleeren, kilometerweiten Strand, der nur uns zu gehören schien! Auch das wieder ein Traum! Abends telefonierten wir beide noch mit unseren Eltern, was wohl alle sehr genossen und später genossen wir ein gutes Glas Wein und kochten etwas, bevor wir todmüde ins Bett fielen.
 
 

Lookout in Town of 1770

 

 

Einfach ein Traum, diese Aussicht!!!

 

 

Eine windige Angelegenheit ;-)

 

 

Nur kein Stress ;-)

 

 

Australien rostet...

 

 

Samstags war dann ausschlafen angesagt JUnd während dem Frühstück erhielten wir interessanten Besuch: Ich hörte ein Rascheln und schaute hinten zum Camper raus. Lief doch gerade eine ca. ein Meter lange grüne Echse vorbei! Natürlich musste ich diese auf Fotos verewigen und konnte sie so gut beobachten. Es sind durchaus interessante Tiere, werden aber wahrscheinlich doch nicht zu meinen Lieblingen. Aber wer weiss, was wir noch zu Gesicht bekommen werden in den nächsten Monaten… Später war dann relaxen am Pool mit Meersicht angesagt. So lässt es sich weiterhin super leben ;-)
 
 

Und ich bin doch ein Schweizer!

 

 

Unsere Nachbarn

 

 

Schätzu, ich will doch unter den Armen auch braun werden!!!

 

 

Am Sonntag sollte man ja bekanntlich ruhen und nicht unbedingt etwas neues beginnen. Deshalb werden wir den Tag nochmals an diesem traumhaften beach verbringen.

Und manchmal beginnen gewisse Leute halt doch an einem Sonntag etwas neues. Und zwar mein herzallerliebster Ehemann. Wir gönnten uns nämlich diese Woche statt Konfi Nutella zum Frühstück. Allerdings geht diese nun böse dem Ende entgegen und der Einkauf steht erst morgen, bei unserer Weiterfahrt, auf dem Programm. Ist ja auch blöd, jetzt nur wegen einem Glas Konfi einkaufen zu gehen. Also dachte sich Roger, er mache das Ganze sehr schlau und sagte zu mir: „ Du musst heute mit der Nutella sparen, so dass ich morgen noch genügend habe.“ Ihr seht, zu mir wird wunderbar geschaut… ;-) Aber es geschahen auch noch wirklich spannende Dinge an diesem Sonntagmorgen. Wir wurden nämlich gleich von mehreren grossen Echsen inklusive einem jungen besucht, die teilweise bis auf zwei Meter an uns heran kamen. Die sind wirklich eindrücklich!