6. - 12. April 2009
Schon ist wieder eine Woche mehr vorbei und dies ist bereits unser fünfter Wochenbericht. Highlights gab es auch diesmal wieder zuhauf und wir staunten und lachten über alles mögliche.
Unsere Route in dieser Woche
Byron Bay – Glen Innes – Armidale – Coffs Harbour – Port Macquarie – Forster
Herbst in Australien
Ja, auch hier wird es (manchmal) etwas kühler ;-)
Während an der Küste die Temperaturen sehr warm und angenehm waren, kühlte es im Hinterland und in den Bergen doch ein wenig ab. So dass ich in der Nacht zum ersten Mal erwachte und fror! Nunja, Badetücher können durchaus als zusätzliche Decke genutzt werden und weiter gings mit schlafen. Dies war in Glen Innes.
Tags darauf, in Armidale, sah alles ein wenig anders aus. Beziehungsweise es fühlte sich kalt an und so kamen erstmals lange Hosen und geschlossene Schuhe zum Zuge. Und abends präparierte ich mein „Bett“ mit zwei dünnen Decken und einem Badetuch. Roger meinte, dass ich mich jetzt die ganze Nacht nicht drehen dürfe, sonst gäbe es ein Durcheinander. Pah, typisch Mann. Keine Ahnung, aber immer einen Spruch auf Lager! Ich schlief jedenfalls bestens und musste nicht mitten in der Nacht aufstehen um mich wärmer anzuziehen. Andere Leute hingegen schon…
Doch wie ihr wisst, hat der Herbst auch eine sehr farbenfrohe Seite. So erstrahlten die Bäume in den schönsten Farben: gelb, rot, braun, grün, gold! Fast ein bisschen wie in der Schweiz.
Wir genossen diese Eindrücke sehr!
Die Farbenpracht des Herbstes
Grüne Hügellandschaften, soweit das Auge reicht
So schön die Küstengegend auch ist, so schön ist doch das Kontrastprogramm im Hinterland! Besonders das New England Tableland bei Dorrigo muss man gesehen haben. Eine unendliche, grüne Hügellandschaft mit saftigen Wiesen, auf denen riesige Kuh und Schafherden weiden! Bei klarem Wetter scheint hier die Aussicht unendlich und man vergisst total, dass man nur ungefähr eine Stunde Autofahrt vom Meer entfernt ist! Unbeschreiblich!
Unterwegs musste Roger noch testen, ob die täglichen Liegestützen schon etwas bewirkt haben.
Ebor Falls
New England Tableland
Koala Hospital, Port Macquarie
Am Karfreitag besuchten wir das Koala Hospital. Dort werden Koalas mit Krankheiten oder Verletzungen nach Unfällen und Bränden gepflegt.
Wir sahen ein paar süsse Exemplare und da gerade Fütterungszeit war, schliefen sie ausnahmsweise mal nicht! Es war sehr eindrücklich und einfach zum Verlieben!
Fütterungszeit im Koala Hospital
Ein besonderes Treffen
Am Samstag trafen wir zum ersten Mal Caro und ihre family. Sie gingen vor einem Jahr für zwei bis drei Jahre nach Australien und ich lernte sie über ihre Homepage kennen. Seither hatten wir regen Mailkontakt und es war schnell klar, dass wir uns hier mal treffen würden. Voraussichtlich war es für Ende Mai angedacht. Da es aber heute wunderbar zusammenpasste, trafen wir uns in Port Macquarie. Es war spannend, endlich einmal live zu erleben, mit wem ich so oft gemailt und ein paar Mal telefoniert habe!
Für uns war es ein sehr schönes Treffen und wir freuen uns schon sehr, sie bald in ihrem Zuhause, in der Nähe von Sydney, zu besuchen!
Ostern in Australien
Der Karfreitag scheint hier SEHR heilig zu sein. Denn alle Geschäfte sind geschlossen, während sie am Ostersonntag und Ostermontag geöffnet sind. Komische Australier…
Wir persönlich genossen diese Ostertage ganz in Ruhe bei mehrheitlich schönem Wetter und teilweise am Strand. Das ist doch mal etwas anderes ;-)
Unser Osternest in den Dünen von Forster
Eierdütschen am Strand
Ups, jetzt trägt der arme Osterhase nur noch seine Unterhosen...
Dumme Sprüche und andere Highlights ;-)
Montagabend: Roger musste während dem Grillieren noch irgendetwas in unserem Camper holen. Damit er es auch wirklich gut sehen konnte, zündete er aussen am Camper das Licht an und vergass dieses dann zu löschen. Als wir nach dem Essen zum Camper retour kamen, sagte er voller Stolz zu mir: „Lueg Schätzu, i ha dr Polarstärn azündet!“
Mitte Woche: Roger hatte einen schmerzhaften Mückenstich und behandelte diesen auf seine eigene Art und Weise. Ich sah ihn etwas kritisch an und äusserte meine Bedenken, dass dies wohl kaum sehr wirkungsvoll sei. Da meinte er: „Du bist eben kein Medizinmann, he?!“
Karfreitag: Ich sollte Sime sagen, wie viele Liter mein Tramper (Rucksack) fasst. Kein Problem, mache ich doch gerne. So schrieb ich ihr, dass mein Camper ca. 60Liter fasse.
Tja, Camper oder Tramper, das ist hier die Frage…
Karfreitag: Roger hat irgendwo ein dünnes, englisches Büchlein „aufgegablet“. Es macht den Eindruck eines Lehrmittels und ist relativ einfach geschrieben. Als er das erste Kapitel las, meinte er, dass er noch ganz viele Worte nicht verstehen würde. Ich vergass diese Aussage natürlich nicht und fragte ihn nach jedem weiteren Kapitel, ob er nun mehr verstehe. Heute Abend sagte er, dass er mittlerweile bei Kapitel 5 sei. Ich wies ihn dann darauf hin, dass die Zahl unten rechts auf der Seite aber nicht die Kapitelnummer sei! Er hat ja selbst gesagt, dass er vieles noch nicht verstehe… ;-)
Ostersonntag: Meine Schwester rief mich kurz an und ich konnte mit Lena sprechen. Als sie meine Stimme hörte sagte sie immer wieder: Gotti! Gotti! Ich sagte ihr dann, dass Roger auch hier sei, worauf sie erwiderte: Gotti, Osche, ässe!
Da hatte wohl jemand Hunger ;-)
Ostersonntag: Roger alias Richard
Heute gönnten wir uns ausnahmsweise eine leckere Pizza vom Pizzaservice. Also gingen wir dahin und bestellten unsere zwei Pizzen. Damit uns mitgeteilt werden konnte, wann die Pizzen fertig sind, mussten wir einen Namen angeben. Roger sagte sofort: „Roger“. Die Verkäuferin fragte nochmals nach, allerdings etwas unverständlich und Roger sagte: „Yes!“
So, nun konnten wir auf den Bildschirm schauen, und dann konnten wir sehen, wann die Pizzen für „Roger“ fertig sind. Doch halt, auf dem Bildschirm erschien nirgends dieser Name. Stattdessen hatte es da einen „Richard“ und einen „Less“. Wir schauten noch ein wenig auf den Bildschirm, denn was nicht ist, kann ja noch werden. Es wurde aber nicht! Nun ging das Rätseln los. Verstand sie „Roger“ fälschlicherweise als „Richard“ oder interpretierte sie das „Yes“ als „Less“? Wir wussten es nicht und so mussten wir uns für einen der Namen entscheiden ;-) Als beide Bestellungen grün aufleuchteten, also abholbereit waren, gingen wir rein und Roger sagte zu dem Verkäufer: „I think I’m Richard (Ich denke, ich bin Richard)“. Ich konnte mir ja das Lachen nicht verkneifen und auch der Verkäufer musste schmunzeln. Aber siehe da, dies war wirklich unsere Bestellung! Alles roger, Richard?! ;-)
So verging diese Woche wieder einmal wie im Fluge und wir hatten unseren Spass!!!
Wir hoffen, auch ihr hattet euren Spass beim Lesen dieser Zeilen und konntet einen kurzen Moment alles andere vergessen!
See you ;-)
