13. - 19. April 2009

  So liebe Daheimgebliebene, nun sind wir schon einen ganzen Monat in Australien und elf weitere werden folgen. Was wir in dieser Woche erlebt haben, reicht vom Schock bis zum absoluten Spass! Aber seht doch selbst.

 


  Unsere Route in dieser Woche
  Forster – Port Stephens – The Entrance (via Hunter Valley) – Sydney inkl. Quakers Hill  

 

Dümmer kann die Woche nicht beginnen

 

Am Ostermontag verliessen wir Forster Richtung Port Stephens. Beim Frühstück erzählte ich Roger noch, dass ich in der Nacht von einem Autounfall geträumt habe: Ich fuhr einen neuen, weissen Seat Leon und verursachte einen Auffahrunfall. Ich konnte aber im Traum immer nur mein Auto erkennen, an dem laut Garage nur die Motorhaube ersetzt werden musste. Dieser „Spass“ sollte ca. 1200.- CHF kosten.

Ich überlegte mir aber noch, ob ich Roger wirklich davon erzählen sollte. Aber dann dachte ich mir: Wenn heute etwas passiert und ich ihm dann sage, dass ich so etwas geträumt habe, dann denkt er womöglich noch, dass ich das jetzt nur erfinde. Und vielleicht beuge ich ja mit der Erzählung einem möglichen Unfall vor. Nun ja, es kam, wie es kam…

Wenige Stunden später ging es saublöd (wie es immer geht in solchen Situationen) und ich fand mich zitternd wieder hinter dem Steuer unseres Campers. Der wiederum war im Kofferraumdeckel des vorderen Autos zum Stillstand gekommen. Dummerweise hatten sie noch einen Veloträger am Heck mit zwei Rennvelos. Diesen Träger drückte ich ins Heck, die Velos kamen sich auch näher als gut für sie war und so gab zu guter Letzt auch noch die Heckscheibe nach. Scherben bringen ja bekanntlich Glück…

Zu meiner Verteidigung muss ich hier aber folgendes klarstellen: Ich fuhr weder zu schnell, noch fuhr ich dem andern zu nahe auf. Schliesslich standen wir im Stau, auf einer abfallenden Bergstrasse. Man könnte in diesem Fall auch sagen, dass ich einfach nicht zum langsam Fahren geeignet bis ;-)

Die dummen Sprüche und das Lachen fand ich aber erst am nächsten Tag allmählich wieder. Dieser Tag war gelaufen und ich schwor mir, keinen einzigen Meter mehr zu fahren. Aber wer mich kennt und weiss, wie gerne ich Auto fahre, kann sich die Fortsetzung ja denken! ;-)

Glück im Unglück: Es wurde niemand verletzt!

Unsere Motorhaube nach dem Crash...

...und der Kofferraum unseres Gegners :-(

Home - Cinema im Camper

 

Wir sind fleissig dabei, unser Englisch zu verbessern. Damit dies ein wenig rascher geht, hatten wir die Idee, zwischendurch mal ein DVD auszulehnen. Gesagt, getan und so wurde der Laptop zur Kinoleinwand. Sogar Popcorn hatten wir ;-)
 
 

Smile ;-)

 

 

Beach

 

In Port Stephens genossen wir nochmals die warmen Temperaturen und den wunderschönen Strand. So machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zum Meer. Ein paar Stunden sünnele und einfach nur relaxen – was gibt es schöneres?
 
 

Inzwischen machen wir eine ziemlich gute Figur am Strand ;-)

 

 

 
Hunter Valley
 
Auf dem Weg von Port Stephens nach The Entrance sind wir durch das Hunter Valley gefahren, Das ist ein riesiges Weinanbaugebiet mit vielen Wineries, in denen man degustieren kann. Wir entschieden uns für „Audrey Wilkinson“. Deren Degustations-Gebäude liegt auf einem kleinen Hügel, von dem man eine 360 Grad – Aussicht über das ganze Valley hat. Einfach traumhaft! Das Wetter und somit die Sicht hätten nicht besser sein können und so staunten wir wieder einmal mehr!
Natürlich degustierten wir uns noch quer durch die Weinkarte, den durstig wollten wir ja nicht weiter reisen ;-) Roger hat aber natürlich vorgesorgt und mich bei einem früheren Stop schon mal gefragt, ob ich nicht wieder fahren möchte. Denn auf dem Beifahrersitz (auf dem es mir nie so ganz geheuer ist) war es mir heute überhaupt nicht wohl. Ich hatte bei jeder Bremsung das Gefühl, dass wir in das vordere Auto schlittern, ich konnte das Tempo nicht einschätzen und sah dauern ein Auto von der anderen Spur ausscheren, so dass es krachte. Ich setzte mich also selbst wieder hinters Steuer und nach einigen Kilometern fühlte ich mich wieder wohl und sicher. Auch wenn ich den Bremsen noch immer nicht so traute…
Also war für mich natürlich beim Wein rasch einmal Schluss, während Roger fröhlich weiter degustierte. Aber ich gönnte es ihm ja ;-)
Grundsätzlich gibt es hier zu sagen: Wer in dieser Gegend ist und das Hunter Valley auslässt, der hat sowohl den Gaumen als auch die Augen um ein wahres Highlight gebracht!!!

Hunter Valley

 

 

 
Wallabies streicheln
 
Am Donnerstag gingen wir in den Australien Reptile Park in Gosford. Hier bestaunten wir Alligatoren, Krokodile, diverse Echsen, Schlangen, Spinnen, Frösche, Kröten und und und. Wobei ich besonders die Schlangen und Spinnen mit einer gewissen Distanz betrachtete. Ich konzentriert mich eher darauf, welche dieser Genossen überhaupt in Australien vorkommt, wie gefährlich sie sind und wo genau sie vorkommen. Geheuer werden mir diese Dinger nie! Roger fand es dann doch etwas spannender. Aber die restlichen Tiere waren sehr spannend.
Obwohl es ein Reptilien Park ist, hat es auch diverse Vögel, Koalas, Emus, Enten und natürlich Wallabies (dies sind einfach gesagt eine kleinere Sorte von Kängurus).
Am Nachmittag kamen wir dann zu den Wallabies, die frei umherliefen. Und zu meiner Überraschung liessen sie sich streicheln bis zum geht nicht mehr! Ich konnte mich kaum mehr von ihnen trennen! So süss waren diese Tiere! Es hatte sogar noch ein junges dabei, welches natürlich besondere Aufmerksamkeit erregte.
 
 

Ach, könnte ich doch bloss eines mitnehmen!!!!!

*seufz*

 

 

Eine Ära geht zu Ende

 

Nach fünf Wochen im Camper, gaben wir unseren treuen Begleiter am Freitag ab. Beim Gedanken daran wurde es mir aber schon ein wenig mulmig zumute. Was die wohl sagen werden, wenn wir mit dem Unfallauto ankommen?

Zuerst mussten wir aber erst einmal den Weg finden. Dies gelang uns aber zu unserer Überraschung sehr gut!

Als wir die ersten Hochhäuser von Sydney vor uns sahen, war die Freude gross und in uns stieg das angenehme Gefühl hoch, wieder in eine tolle Stadt zurückkehren zu dürfen!

Bevor aber die Stadt an der Reihe war, hatten wir andere Verpflichtungen ;-) Das Apollo – Büro am anderen Ende der Stadt war rasch gefunden und nach dem Volltanken bogen wir auf den Parkplatz ein. Mir fiel sofort ein Hippie – Camper ins Auge, der total eingedrückt war. Da war die Beule in unserer Motorhaube zum Glück nur ein Schönheitsfehler ;-)

Im Büro erledigten wir die restlichen Formalitäten und uns wurde gesagt, dass nun die Versicherungen untereinander alles abklären und sie uns informieren, wenn sie noch Fragen haben. Puh, war ich beruhigt!

Von hier aus gings dann mit dem Zug nach Quakers Hill. Dort wurden wir am Bahnhof von Thomas abgeholt. Bei ihm und seiner Frau Ines dürfen wir nun ein paar Tage wohnen. Eine spannende Zeit, haben wir uns doch vorher noch nie gesehen!

Die beiden waren sehr herzlich und wir landeten wieder einmal mehr in einem kleinen Paradies!!! Wir wurden von der ersten Minute an verwöhnt und wahrscheinlich kugeln wir hier weg, wenn wir weiter reisen: Endlich wieder einmal selbstgebackenen Kuchen, frisches Brot etc. – ein Traum!

 

 

Australian Footi

 

Jason, der Sohn von Thomas, spielt Australian Footi. Ganz einfach gesagt, ist das eine Mischung aus Ruggby und Fussball. Aus diesem Grund schauten wir uns am Samstagnachmittag ein Spiel an. Ein tolles Erlebnis, das wir ohne diese Familie wohl nicht gehabt hätten. Die ganze Stimmung, das Spiel an und für sich und der tolle Sonnenuntergang machen diesen Nachmittag / Abend unvergesslich!

 

 

So schön ist Sport :-)

 

 

Blue Mountains

 

Am Sonntag entführten uns Thomas und Ines in die Blue Mountains. Unterwegs begann es jedoch zu regnen und das Wetter dachte nicht ans Aufhören. So kamen wir bei nassen und kühlen Verhältnissen bei den Three sisters an. Wir hatten Glück und die Sicht war trotz dem schlechten Wetter einigermassen gut. So sahen wir die three sisters unmittelbar vor uns. Dies sind drei Felsen, welche direkt nebeneinander stehen. Der Sage nach sind es drei Schwestern, die zur Strafe in Felsen verwandelt wurden. Deshalb der Name „The three sisters“.

Der Name Blue Mountains entstand so: Durch die abgesonderten ätherischen Öle der Eukalyptusbäume entsteht ein bläulicher Dunst, der die Berge einhüllt. Und so erscheinen sie aus der Ferne als blaue Berge.

 

 

So endete diese Woche doch noch mehr als versöhnlich und ich vergass den blöden Unfall von Tag zu Tag etwas mehr. Schliesslich gibt es hier jeden Tag so viel tolles zu sehen und entdecken!
 
  Tschüssli und bis zum nächsten Mal ;-)