4. - 10. Mai 2009

Wie doch die Zeit vergeht! Inzwischen sind wir schon seit zwei Monaten unterwegs und haben in dieser Zeit unvorstellbar schöne Momente erlebt! Es ist wirklich ein Traum, den wir hier leben dürfen und im Moment möchten wir an keinem anderen Ort auf der Welt sein!
 
 
Unsere Route in dieser Woche
 
Canberra – Sydney – Jakarta
 
 

Indonesische Botschaft zum x. Mal

 

Am Montagmorgen buchten wir unseren Flug nach Jakarta und den Greyhound nach Sydney. Ganz nach dem Motto: “Das wird schon alles klappen mit dem Visum“ Naja, hoffen wir es mal…

Wir mailten sofort unsere Kopien der Flugtickets an die Botschaft und warteten gespannt auf die Empfangsbestätigung, welche aber bis am Dienstagmorgen nicht eintraf. So telefonierte Roger am Dienstag etwas gereizt auf die Botschaft und dass dort niemand das Telefon abnahm, liess die Stimmung nicht gerade steigen. Irgendwann  hatten wir aber Glück und es war jemand am anderen Ende der Telefonleitung. Allerdings musste sie zuerst nachschauen, ob sie ein Mail von uns erhalten habe…Komische Leute. Sagen uns, wir können problemlos die Ticket-Kopien mailen und schauen dann nicht regelmässig nach ihren Mails. Zumindest hatte sie es jetzt gesehen und sagte uns, dass das Visum bis am Freitagmorgen bereit sei.

Am Donnerstagmorgen geschah dann das fast schon Unmögliche: Die Botschaft rief uns an um mitzuteilen, dass das Visum abholbereit sei! Wir konnten es kaum glauben! So fuhren wir ein drittes Mal zur indonesischen Botschaft und erhielten dort tatsächlich unser Work-Visa!

Indonesien, wir kommen!

 

 

Australian War Memorial

 

Am Montagnachmittag besuchten wir das Australian War Memorial. Ein schönes Bauwerk, das ein riesiges Museum zu den zwei Weltkriegen beherbergt. Das Gebäude steht direkt gegenüber vom Parliament House, verbunden mit einer breiten Strasse.

Im Innern sind alle Namen der gefallenen australischen Soldaten aufgelistet. Dies und eine kleine Kapelle, in der symbolisch für alle ein unbekannter Soldat begraben liegt, gedenkt den Gefallenen.

 

 

Wieso nicht einmal eine Rede vor dem Australian War Memorial halten?

 

 

Im Innern des Australian War Memorial

 

 

Auf diesen Tafeln sind alle Namen der gefallenen australischen Soldaten im Weltkrieg eingraviert.

 

 

Hallo zusammen :-)
 
 

Die Kupel der Kapelle im Innern des War Memorials. Alles ist mit Mosaiksteinchen gestaltet!

 
 

Gestörte Nachtruhe

 

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurden wir kurz nach Mitternacht vom Feueralarm aus dem gerade erst gefundenen Schlaf gerissen. Allerdings nahmen wir es alle (wir waren in einem 4er-Zimmer) nicht so ernst und warteten einen kurzen Moment. Plötzlich entschied sich dann unser Mitbewohner, dass er nun doch mal nachschauen will und er werde uns dann Bescheid geben. Draussen wurde es immer lauter und ich sah, wie sich in einem Auto orange, blinkende Lichter spiegelten. Zuvor hörten wir Sirenen. Roger und ich schauten dann mal auf den Korridor raus, auf dem uns ein paar Leute entgegen kamen. Diese sagten uns dann, wir müssten sofort das Gebäude verlassen. Wir zogen uns rasch lange Hosen und einen Pulli über, informierten unsere Mitbewohnerin und schnappten uns unser Portemonnaie. Unten auf der Strasse zeigte sich uns ein lustiges Bild: Sämtliche Gäste der YHA standen ratlos umher, die meisten davon im Pyjama. Auf der Strasse standen zwei Feuerwehrfahrzeuge, die Feuerwehrmänner sassen in den Autos. Nur ein Mann stand an der Rezeption und füllte ein Formular aus. Nun ja, dann kann es ja nichts schlimmes sein. Allerdings wurde der Alarm auch erst vor ein paar Tagen getestet…

Zum Glück war es aber wirklich ein Fehlalarm und wir konnten wieder in unsere Zimmer.

Roger hatte nun aber seine helle Freude daran, mich zu necken. Ich hatte beim Verlassen des Hauses das Gefühl, dass es im Erdgeschoss wirklich nach Feuer roch. Man kann sich ja auch mal täuschen!

 

 

Wieder einmal in Sydney ;-)

 

Da unser Flug am Sonntag von Sydney aus geht, mussten wir ja zwangsläufig wieder in diese tolle Stadt zurück ;-)

So genossen wir den Samstag nochmals in den Strassen von Sydney. Wobei wir einen grossen Teil unserer Zeit damit verbrachten, die restlichen Sachen für die Zeit mit Sime und Céline zu buchen. Denn in einem Monat ist es bereits so weit und die beiden besuchen uns! Jepi!

Am Abend gingen wir dann gemütlich im Darling Harbour essen. Und ich sage euch, es war so was von lecker! Eine Seafood-Platte mit Scampi, Krebs, Hummer, Muscheln, Tintenfisch, frittiertem Fisch und Austern! *yummi* Ok, die Austern hätten nicht unbedingt sein müssen.

Als wäre das alleine noch nicht schön genug, stieg auf dem Wasser auch noch ein Feuerwerk!

In genau solchen Momenten frage ich mich: Kann das alles wirklich wahr sein???

 

 

Roger im Darling Harbour

 
 

Uhr über der Central Station in Sydney

 

 

Unser leckeres Abendessen im Darling Harbour!

 

 

Jakarta we are coming

 

Am Sonntag begann dann ein neues Kapitel in unserem Reisejahr: Indonesien!

So flogen wir um 14:00 Uhr von Sydney nach Jakarta. Roger voller Vorfreude, was ihn ab Montag alles erwartet bei der Arbeit und ich mit einem etwas flauen Gefühl in der Magengegend.

Der Flug verlief ruhig und ich genoss die Aussicht. Denn was ich unter uns sah, konnte ich kaum glauben: The red centre!!! Nur den Uluru (Ayers Rock) sah ich nicht, ansonsten war es einfach nur wunderschön! Rotes Niemandsland durch das schnurrgerade Strassen verlaufen und sich schmale Gewässer winden, unterbrochen von einer Mond ähnlichen Hügellandschaft. Einfach kaum in Worte zu fassen!

Nach fast acht Stunden Flug landeten wir in Jakarta. Ein bisher vollkommen unbekanntes Land für uns beide, das sicherlich unter anderen Umständen nicht unbedingt zu einem unserer Reiseziele geworden wäre. Aber eben…

Nach langem Warten bei der Passkontrolle hatten auch wir den Stempel in unserem Pass und konnten das Gepäck holen. Nun waren wir sehr gespannt, ob wir wirklich abgeholt werden, so wie dies vereinbart war mit der Firma. Und siehe da: Alles war organisiert und ein eigener Chauffeur brachte uns zum Hotel. Die Fahrt dahin war aber alles andere als entspannend. Hier kann nämlich der Pannenstreifen durchaus als Fahrspur genutzt werden und Slalom muss man ja auch nicht unbedingt nur auf der Skipiste fahren…Ach ja, der Mittelstreifen muss auch nicht immer berücksichtigt werden.

Kurz vor 20:00 Uhr checkten wir in unserem 4* - Hotel ein und wurden gleich sehr freundlich und rundum bedient. Das Zimmer auf der 14. Etage lässt keine Wünsche offen und der Blick über das nächtliche Jakarta mit all den Beleuchtungen lässt uns staunen.

Jetzt waren wir gespannt, was uns oder vor allem Roger ab Montag erwartet.

 

Jaja, so verschlägt es einem manchmal von einer Ecke in die andere und eröffnet einem so ganz neue Perspektiven. Roger hat mit diesem Job eine einmalige Gelegenheit bekommen und er freut sich sehr darauf! Ich gönne es ihm von Herzen und unterstütze ihn bei diesem Projekt!

 

 

Unser Hotelzimmer in Jakarta

 

 

Und schwupsdiwup ist schon wieder eine Woche vergangen.

Wir hoffen, dass euch auch dieser Bericht wenigstens ein kleines Stück unserer Begeisterung und unserer Erlebnisse näherbringt! Für manche Momente gibt es aber kaum passende Worte, so schön sind sie!

 

Wir wünschen euch ebenso tolle und wertvolle Momente, in denen ihr einfach abtauchen und alles andere vergessen könnt!

 

Bis zum nächsten Mal ;-)

 

 

Liebe Grüsse, diesmal aus Jakarta ;-)