11. - 17. Mai 2009
Halli hallo und guten Tag zusammen
Diese Woche berichten wir zum ersten Mal über unsere Erlebnisse in Indonesien. Es war wieder eine sehr spannende und abwechslungsreiche Woche. Wenn auch dieses Land NIE an Australien herankommen wird!
Super Hotel mit super Service
Bereits am letzten Sonntag, bei der Anreise, hatten wir einen sehr guten Eindruck von unserem Hotel. Dieser Eindruck wurde in dieser Woche tagtäglich bestätigt! Die Hotelangestellten sind sehr freundlich, hilfsbereit und aufmerksam!
Alles ist sehr sauber und schön eingerichtet und über die Kochkünste können wir auch nur sehr positives berichten!
Ihr seht, wir sind rundum gut versorgt ;-)
Aussicht von unserem Zimmer aus
Super Fernsicht...den Abgasen sei Dank...
Roger bei der Arbeit
Am Montagmorgen wurde Roger pünktlich um 8:00 Uhr von einem Chauffeur von Schneider electric beim Hotel abgeholt. Voller Vorfreude auf das, was ihn im Werk erwarten würde, setzte sich Roger in den Wagen und grinste ;-)
Ich schaute ihm mit eher gemischten Gefühlen nach. Nicht, weil ich negatives von seinem Job erwartete, sondern weil ich am Sonntagabend einen ersten Eindruck von diesem wahnsinnigen Verkehr hier in Jakarta bekommen habe.
Kurz vor 9:00 Uhr erhielt ich dann aber die erlösende sms von Roger, dass er gut angekommen sei.
Am Abend kam er freudestrahlend ins Hotel zurück und erzählte seine Eindrücke und Erlebnisse. Es hat ihm gut gefallen, die Leute waren sehr freundlich und hilfsbereit und er hat bereits viele Infos erhalten.
Am Dienstag und Donnerstag war er wieder voller Begeisterung bei der Arbeit und hatte abends jeweils sehr viel zu erzählen!
Am Mittwoch konnte er vom Hotel aus arbeiten. So war dies auch wieder eine Abwechslung für mich.
Und am Freitag durfte ich dann sogar mit zur Arbeit und konnte mir ebenfalls mal alles ansehen. Und ich muss sagen: Es war wirklich spannend!
Wir sind beide erstaunt, wie sauber und exakt gearbeitet wird. Denn wir wussten ja nicht, was man genau von einem indonesischen Werk erwarten kann.
Roger in Action :-)
Interessanter Zufall
In unserem Hotel trafen wir noch einen weiteren Schneider Mitarbeiter. Er ist Franzose, arbeitet aber momentan in Thailand. Zurzeit ist er mit Kunden in Jakarta und somit im selben Werk wie Roger. So kam also sogar Rogers Französisch zum Einsatz ;-)
Roger und Romaric
Der indonesische Verkehr – Regel: Es gibt keine Regeln ;-)
Dass hier Linksverkehr herrscht und meistens Stau ist, sind genau so Tatsachen, wie die halsbrecherische Fahrweise der Indonesier. Zusammenfassend könnte man es wohl folgendermassen sagen: Drei Fahrspuren sind dazu da, um fünfspurig zu fahren, Slalom (sowohl von den Autos als auch von den Motorrädern) ist sehr begehrt und Hupen hat durchaus ein System. Nur ist es fragwürdig, welchen Sinn die Polizei- und Ambulanzsirenen haben, wenn sie seelenruhig im Stau stehen.
Meiner Meinung nach benötigt es durchaus Mut, sich hier in ein Auto zu setzen! Und dass es auf der Rückbank keine Bremse hat, um den Chauffeur gelegentlich zu unterstützen, macht die Sache auch nicht einfacher.
Da hier eher Stau als fliessender Verkehr an der Tagesordnung ist, kann es schon mal vorkommen, dass man für 40km zwei Stunden benötigt.
Was aber mit dieser Fahrweise doch sehr erstaunlich ist, ist die Tatsache, dass die meisten Autos fast wie neu aussehen und keine Dellen und Kratzer haben. Irgendwie scheint also das System doch zu funktionieren.
Autos und Motorräder soweit das Auge reicht.
Dementsprechend ist die Luftqualität!
Shopping
In der Nähe unseres Hotels ist ein riesiges Einkaufszentrum. Natürlich waren wir neugierig und schauten mal vorbei. Von Schmuck, über Kleider bis hin zu Geschirr und Foodcorner war alles zu finden. Allerdings trugen die meisten Geschäfte Namen wie Prada, Gucci… Wer es sich leisten kann…
Auf der linken Seite das Einkauszentrum Plaza Senayan
Und nach dem Shopping ein leckerer Fruchtsaft auf der Hotel-Terrasse
Wir staunten nicht schlecht…
Als wir am Samstagmorgen das Hotel verliessen, fragte uns ein Angestellter, von wo wir sind. Ich: „ Aus der Schweiz.“
Er: „Aha. Von Zürich oder Basel?“
Wir (zum ersten Mal sehr erstaunt): „Nein, Bern (ich dachte mir, dass ihm Solothurn wohl eher weniger etwas sagen wird).“
Er: „Ah, die Hauptstadt.“
Wir waren noch erstaunter als zuvor! Ein Indonesier wusste tatsächlich, welches die Hauptstadt von der Schweiz ist!
Dann fragte er weiter: „Schaut ihr Fussball?“
Wir: „Ja.“
Er: „FC Basel?“
Da mussten wir ihn aber dann enttäuschen ;-) YB kannte er nun nicht mehr und so einigten wir uns auf den FC Bern ;-)
Besuch des Vulkans Tangkuban Prahu
Am Sonntag machten wir einen Tagesausflug, der bereits um 7:00 startete. Also hiess es: Früh aus den Federn ;-)
Unterwegs fuhren wir an zahlreichen Reisfeldern vorbei, auf denen fleissig gearbeitet wurde. Was wir nur aus Büchern und dem TV kannten, sahen wir nun mit eigenen Augen. Schon speziell…Es waren schöne Bilder, die eine Abwechslung zur lauten, stinkigen und eher grauen Stadt darstellen.
Nach einer zwei stündigen Fahrt erreichten wir das Ziel. Hier oben war die Luft etwas klarer und man konnte sogar ein wenig blauen Himmel sehen. Vor allem war es nicht mehr so schwül.
Dem Krater entlang reihten sich Imbissbuden und Souvenirläden aneinander und überall versuchten einem die Leute etwas zu verkaufen.
Aus dem Vulkan stieg teilweise Rauch und der Schwefelgeruch war an einigen Stellen ziemlich stark.
Wir machten einen schönen Spaziergang und konnten so aus verschiedenen Perspektiven in den Krater hineinschauen. Dabei stellten wir aber fest, dass spazieren definitiv keine Gewohnheit der Asiaten ist. In unserer Gruppe waren noch drei Thailänder und eben unser Gruppenführer, ein Indonesier. Sie alle kamen doch ziemlich ausser Atem und machten nicht einen so begeisterten Eindruck darüber, dass wir zwei und Romaric alle zu diesem Spaziergang überzeugt hatten ;-) Nun ja, da mussten sie durch und wir hatten unseren Spass!
Nach dem Besuch des Vulkans gings zum Lunch und danach konnten wir noch in einer Art Thermalbad baden gehen. Es waren drei Wasserbecken mit Wassertemperaturen von sehr warm bis zu extrem warm. Und trotz der warmen Lufttemperatur empfand ich es als sehr angenehm. Roger hätte ein etwas kühleres Nass bevorzugt ;-)
Mit einem kurzen Stopp in einem Outletgeschäft machten wir uns wieder auf den Rückweg. Da nun viel mehr Verkehr als am Morgen war, benötigten wir dafür fast drei Stunden. So kamen wir um 20:00 Uhr müde wieder beim Hotel in Jakarta an.
Wir zwei über dem Krater.
Die Fernsicht existiert auch hier oben nicht wirklich und das liegt nicht nur am Rauch des Vulkans.
Unsere Gruppe
Es ist nicht schlecht zu erkennen, wem die kleine "Wanderung" nicht wirklich so gut gefällt :-)
Nun ja, da mussten sie halt durch ;-)
Und überall stieg Rauch hoch.
Romaric meinte sogar, wir sollten eine Weile beim Vulkan verweilen. Dann würde dieser vielleicht aufwachen. Super Idee ;-)
Imbissbuden und Souvenirläden soweit das Auge reicht.
Gugus ;-)
Die etwas andere Perspektive
Und schon ist wieder eine Woche Vergangenheit und wir sind gespannt, was uns die nächste Woche bringen wird. Auch darüber werden wir euch natürlich auf dem Laufenden halten ;-)
Passt auf euch auf und vergesst uns nicht!
Und vielleicht habt ihr ja sogar wieder einmal Lust und Zeit, um eure Spuren im Gästebuch zu hinterlassen ;-) Wir würden uns sehr freuen!
Liebe Grüsse aus Jakarta, eure Weltenbummler
