15. - 21. Juni 2009
Hello together
Wisst ihr was? Auch diese Woche war wieder extrem lustig und spannend!
Lachen, Schnupfen, Bier und wieder Lachen wurden von unglaublichen Landschaften und traumhaften Sonnenuntergängen und Sonnenaufgängen begleitet.
Viel Spass beim Lesen des folgenden Wochenberichtes!
Unsere Route in dieser Woche
Adelaide – Flinders Ranges – William Creek – Coober Pedy – Uluru-Kata Tjuta National Park
Stadtbummel in Adelaide
Bevor am Dienstag unsere Outback - Tour startete, schauten wir uns am Montag noch bei schönem Wetter Adelaide an. Damit wir genügend Kraft für den Tag hatten, stärkten wir uns erst einmal bei einem leckeren Pancake - Breakfast in der YHA und machten dann eine kurze Stadtrundfahrt mit dem Bus. Danach informierten wir uns im South Australia Museum über die Aborigines und spazierten gemütlich durch die Strassen auf der Suche nach einem Mittagessen. Und siehe da, in einem Pub gab es tatsächlich etwas ;-) Mit vollem Magen starteten wir dann auch noch dem National Wine Centre einen Besuch ab, allerdings ohne eine Degustation. Und wie könnte es anders sein, hatte eine gewisse Person danach noch den Drang zum Shopping. Ok, Sime und ich waren ja auch nicht gänzlich abgeneigt und so schauten wir im einen oder anderen Souvenir – Shop rein.
Am Abend legten wir uns voller Vorfreude auf die bevorstehende Tour ins Bett und genossen die weiche Matratze nochmals. Denn keiner von uns wusste, wie die Übernachtungsmöglichkeiten der folgenden sechs Nächte aussehen werden.
Ehm...ok, was auch immer das sein soll ;-)
Roger alias Kletteraffe ;-)
Dienstag:
Tagwache um 5:30 Uhr! Unmenschlich, aber nicht das letzte Mal in dieser Woche… Unsere restlichen Sachen packten wir mehr oder weniger wach in unsere Tramper und um 6:45 Uhr wurden wir von unserem Tour – Leiter Kevin und seinem „Lehrling“ Shane abgeholt. Das Abenteuer startete!
Der erste Teil der Fahrt war mehr oder weniger neblig und die Landschaft liess sich nur erahnen. Fast wie manchmal in der Schweiz. Es gab regelmässig Toiletten – Stops und die Swiss – Girls (allen voran Céline und ich) machten eindeutig am häufigsten davon Gebrauch ;-). In einem Dorf, dessen Namen uns allen entfallen ist, kauften wir auf Empfehlung Bettflaschen. Denn laut Kevin standen uns mehrere kalte Nächte unter freiem Sternenhimmel bevor. Brrrr… Ich kam meinen Verpflichtungen als treusorgende Ehefrau voll und ganz nach und kaufte auch für Roger eine Bettflasche. Als wir uns dann wieder trafen, hielt ich ihm mit einem breiten Grinsen meine Errungenschaften unter die Nase: Zwei Bettflaschen (beide in einem grünen Fell eingepackt) und ein Paar Handschuhe. Die Handschuhe lösten nur ein unverständliches Kopfschütteln aus und dass ich für ihn eine Bettflasche gekauft hatte, konnte er schon gar nicht verstehen. Er habe doch nie so kalt! Ok, in dem Fall hatte ich nun statt einer gleich zwei Bettflaschen für mich. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, wie dankbar ich darüber sein werde…
Auf der Weiterfahrt begegneten wir dann doch noch der Sonne und konnten so auch die Umgebung geniessen. Gegen Abend erreichten wir unsere Schlafunterkunft, eine Schafschärer – Hütte in den Flinders Ranges. Es war bereits dunkel und recht kalt. Nach einem Apéro und einer wärmenden Dusche genehmigten wir uns ein leckeres BBQ und sassen gemütlich um das grosse Lagerfeuer. Dabei weihten wir Kevin, Shane, Des (mit 72 Jahren unser Opa) und den Neuseeländer Neil in die Geheimnisse des Schnupfens ein. Das war vielleicht amüsant ;-).
Irgendwann überwiegte dann aber die Müdigkeit und wir machten uns bettfertig. Céline versicherte mir, dass ich einen guten Schlafsack habe und ich keine Bettflasche benötige. Da man aber nie wissen kann, füllte ich eine Bettflasche mit heissem Wasser und kuschelte mich selig an sie. Diese Nacht bestätigte meine Handlungen. Es war a….kalt!
Hier muss auch noch erwähnt werden, dass Céline (dieselbe Céline, die mir versicherte, dass ich keine Bettflasche benötigen werde) mit Mütze und Handschuhen schlief!
Die ersten (aber nicht die letzten) Kangaroos auf unserer Tour
So weit, so unendlich weit ist dieses Land!
Unser kaltes Nachtlager am Morgen danach.
Mittwoch:
Ich bin am Morgen fast erfroren und konnte mir nur schwer vorstellen, dass ich heute nochmals warm bekommen sollte. Nach dem Frühstück und einem kurzen Spaziergang durch die Flinders Ranges hatte sogar ich wieder warm. Bei schönstem Wetter ging unsere Fahrt weiter. Mittags sahen wir dann tatsächlich zum ersten Mal australische Kamele in freier Wildbahn!
Am Nachmittag machten wir immer wieder kürzere Stops und Kevin erklärte uns ein paar Sachen zu Land und Leute. Nach einem schönen Sonnenuntergang brach die Dunkelheit ein und wir freuten uns aufs Abendessen, da nun doch alle etwas Hunger bekamen. Doch plötzlich rückte dies in weite Ferne. Der Grund: Ein platter Reifen. So wie Kevin und Shane den Radwechsel in Angriff nahmen, war schnell klar, dass es eine längere Sache geben wird. So verschwanden Céline und ich in der Dunkelheit und suchten das imaginäre WC auf. Na also, klappt doch ;-) Als wir zurückkamen, waren die Reparaturen noch nicht wirklich weiter und wir zweifelten am Gelingen dieser Aktion. Da hatte Céline die zündende Idee: Sie schrieb auf der Schotterstrasse „HELP“ auf den Boden. Naja, wenn jemand vorbeikommt, solange die Scheinwerfer des Buses noch leuchten, wird er auch den Hilferuf lesen können. Ansonsten wird es doch eher schwierig ;-). Nach 40 Minuten war der Schaden dann doch behoben und nachdem wir alle noch den Bus angeschoben hatten, konnten wir wieder weiterfahren.
Endlich in unserem Nachtlager in William Creek angekommen, regte ich mich nochmals über das total verstaubte Gepäck auf. Die Tatsache, dass es wohl so weitergehen wird bis Alice Springs, tat ihr übriges.
Nach einem leckeren Abendessen mit Spaghetti und Tomatensauce instruierte uns Kevin für die Nacht. Alle bekamen einen Swag, in den wir unsere Schlafsäcke legen konnten. Wir drei Swiss – Girls huschten noch rasch aufs WC (Wohin auch sonst?) und schlüpften dann in unsere Schlafsäcke und Swags. Links und rechts konnten wir einen Reissverschluss hochziehen und am Kopfende hatte es eine „Plache“, die wir über den Kopf legen konnten. So waren wir rundherum eingepackt und es war erstaunlich warm. Zusammen mit dem Lagerfeuer und dem Sternenhimmel kam eine gute Stimmung auf.
Unser Tour-Bus von Groovy Grape
Mehrmals sammelten wir in dieser Woche Holz für unser Lagerfeuer. Roger zeigte jeweils vollen Körpereinsatz.
Sunset in the middle of nowhere.
Céline und ich glauben zu wissen, welche Tiere diese Spuren hinterlassen. Es bleibt aber unser Geheimnis ;-)
Unsere Reifenplatte kurz vor William Creek.
Unser Nachtlager mit den Swags.
Gruss an die Schweizer Heimat aus dem Pub in William Creek.
Donnerstag:
Nach einer eindeutig wärmeren Nacht packten wir am Morgen wieder alles (Schlafsäcke, Swags, Geschirr, Kochutensilien) zusammen und verliessen William Creek Richtung Coober Pedy. Allerdings nicht ohne einen Besuch im legendären Pub von Williams Creek. Dort haben die Besucher aus aller Welt ihre Spuren hinterlassen. So findet man BHs, IDs, Fahnen (auch von der Schweiz und von Bern), Fotos, T – Shirts etc. Céline hatte natürlich auch den unstillbaren Drang, ein Andenken an sie zu hinterlassen. So steckte sie kurzerhand ihren swiss transplant-Ausweis hinter eine Holzleiste.
Die Weiterreise war dann relativ öde. Ausser einer Steinwüste gab es nicht viel zu betrachten und so waren alle froh, als wir am Mittag in Coober Pedy ankamen. 80% der Opale, die auf dem weltweiten Markt vorhanden sind, werden hier abgebaut.
Coober Pedy ist eine etwas unwirkliche Stadt. Es hat einen „Dorfkern“ mit Einkaufsläden, Restaurants, Hotels und einen Campingplatz. Ringsherum ist eine Steinwüste, in der sich auf all den Opal–Feldern die Schutt–Hügel türmen. Die meisten Einwohner von Coober Pedy wohnen in Höhlen, so dass auch nicht wirklich viele Häuser zu sehen sind. Diese Höhlen sind wie ein Haus eingerichtet mit Wasser- und Stromversorgung und haben jeweils auch mehrere „Zimmer“. Der Vorteil zu einem normalen Haus liegt darin, dass in den Höhlen immer dieselbe Temperatur herrscht (ca. 22Grad Celsius) und es somit im Sommer viel erträglicher ist. Denn dann herrschen dort schnell einmal Temperaturen von bis zu 60 Grad Celsius!
Am Nachmittag besuchten wir das Opal-Museum und lernten einiges über die Geschichte des Opals. Dabei konnten wir auch alte Stollen und eine Höhlen-Wohnung anschauen.
Danach hatten wir bis zum Abendessen freie Zeit, die wir als CH-Gruppe nutzten. Wir spazierten ins „Dorf“ und deckten uns mit dem Nötigsten ein. Auf dem Rückweg stand ein Einkaufswägeli am Strassenrand und es dauerte nicht lange, bis Céline lachend darin sass und sich chauffieren liess ;-).
Schlafen konnten wir in dieser Nacht ebenfalls in einer solchen Höhle und es war wirklich sehr angenehm warm. Also kein Grund für eine Bettflasche oder Handschuhe und Mütze ;-).
Allerdings gab es einen Grund zur Aufregung, besonders bei Sime. Wir vier gingen nach dem gemeinsamen Abendessen in einer Pizzeria nur noch kurz mit in die Bar. Alle anderen gönnten sich einen oder zwei Drinks mehr und kamen dementsprechend heiter in unsere Unterkunft zurück. Plötzlich hörte man lautes Gegröle, ein Rauschen und dann einen Knall. Grund dieses Lärms? Bei der Eingangstüre stand ein Einkaufswägeli (immer diese Dinger) und nun setzte sich einer nach dem anderen hinein und fuhr damit den etwas abschüssigen Mittelgang hinunter. Da das Wägeli keine Bremsen hat, knallten logischerweise alle in die Felswand. Um schlimmeren Verletzungen möglichst vorzubeugen, polsterten sie alles mit Kopfkissen. Wir waren alle schon eingeschlafen und wurden so natürlich wieder aus dem Schlaf gerissen. Etwas, das Sime nicht haben kann. Dementsprechend wütend war ihre Reaktion und sie stampfte schnaubend und fluchend ihre Kajütenbett-Treppe hinunter um sich ihre Ohropax zu holen. Eine Situation, die mich wieder mal zum Lachen brachte, obwohl ich auch lieber geschlafen hätte. Aber wenn sich Sime so aufregt, kann ich nicht ernst bleiben ;-)
Opal-Felder in Coober Pedy
Schlafen in der Höhle
Vielleicht finde ich ja noch einen wertvollen Opal ;-)
Die beiden Zwerge beim Blödeln auf der Hauptstrasse von Coober Pedy.
Freitag:
Die Nacht war angenehm warm und gemütlich, trotzdem fiel das unmenschlich frühe Aufstehen nicht leicht. Die Stimmung war generell etwas gereizt und dass wir den Sonnenaufgang wirklich sehen werden, bezweifelten wir. Denn Kevin hatte uns zu spät geweckt. So wurde gefrühstückt und wieder alles eingepackt und dann ging die Fahrt los. Wir schafften es tatsächlich, den Sonnenaufgang wunderbar beobachten zu können und dabei wieder einmal zu frieren und die Mondlandschaft um uns herum war etwas gespenstisch. Wir fuhren noch etwas in dieser Gegend rum und Kevin erzählte viele spannende Geschichten. Danach startete unsere über 600km lange Fahrt Richtung Uluru.
Am Mittag überquerten wir die Grenze von South Australia zum Northern Territory und die Landschaft wurde wieder etwas schöner. Wir konnten Känguruhs, Emus, Kakadus und Road Trains sehen und die Vorfreude auf den Uluru liess die Stimmung steigen. Als es langsam dunkel wurde, machten wir wieder einmal eine WC-Pause und holten bei dieser Gelegenheit gleich die Kühlbox mit dem Bier vom Anhänger in den Bus. So wurde der Rest der Fahrt feucht-fröhlich und wir erreichten leicht beschwipst den Uluru-Kata Tjuta National Park.
Auch an diesem Abend herrschte wieder Lagerfeuer-Romantik und die Nacht in den Schlafsäcken und Swags (bei mir mit zwei Bettflaschen) war wie bereits gewohnt, eher kühl.
Morgenstund hat Gold im Mund und ein Lächeln auf den Lippen :-)
Wenns doch nur etwas wärmer gewesen wäre...
Roadtrain
Das sind spezielle Lastwagen, die mehrere Wagen anhängen und bis zu 60 Meter lang sind.
Die Fahrt war lang und unser Ideenreichtum gross ;-)
Hier eine Eigenkreation à la Céline :-)
Hier ein "Müsterli" von mir:
Ich entdeckte ein Känguruh-Skelett und versuchte es mal mit Autostop :-)
And Action :-)
Samstag:
Heute war definitiv ein Tag der absoluten Highlights! Zwar mussten wir wieder bei absoluter Dunkelheit aufstehen, wurden aber reichlich dafür belohnt. Nach einem hastigen Frühstück fuhren wir zu einem Lookout mit bester Sicht auf den Uluru. Dort genossen wir den Sonnenaufgang. Ein unbeschreiblich schöner Moment! Die strahlenden Farben, die unendliche Weite, der Uluru und die Wolken ergaben zusammen eine ganz spezielle Stimmung und ich hätte weinen können vor Glück! Stellt euch mal vor: Vor euch eine riesige Ebene und mitten drin steht der Uluru, neben dem die Sonne aufgeht! Unglaublich und einfach nur schön!!! Wenn wir uns etwas drehten, konnten wir auch gleich noch the Olgas im Morgenrot bewundern. Und als wäre das noch nicht genug, trafen wir auf dem Parkplatz noch zwei Dingos an. So nahe, dass man sie beinahe hätte streicheln können. Wir sahen ihnen lange zu und mussten etwas grinsen, wie sie über die Absperrungen gingen. Denn Dingos können nicht über Hindernisse springen und gehen deshalb schön Bein um Bein über ein Seil.
Danach fuhren wir zu the Olgas. Dies ist eine Formation einzelner Felsen, die aus zusammengepressten Steinen und Sand entstanden sind. Dort machten wir eine 3 ½ stündige Wanderung. Zu Beginn war es sehr kalt mit einem eisigen Wind und wir Frauen waren sehr froh um unsere Handschuhe. Später kam dann die Sonne wieder hervor und es wurde richtig schön warm. Die Wanderung machte grossen Spass und es tat gut, sich wieder einmal etwas mehr zu bewegen.
Nach ein paar gemütlichen Stunden in unserem Camp besuchten wir am späteren Nachmittag noch das Aborigines Cultur Centre direkt neben dem Uluru. Dort gab es spannende Infos und Bilder zu den Aborigines und es wurde uns wieder einmal mehr bewusst, wie komplex deren Kultur ist. Danach fuhren wir zu einem Lookout ganz nahe beim Uluru. Dort staunten wir über diesen Monolithen und genossen den Sonnenuntergang. Auch diesmal waren die Farben wieder unglaublich schön! Vor uns war ein Bild, das wir zuvor nur von Postkarten und Büchern kannten und nun standen wir plötzlich selbst davor. Unglaublich! So toll wie der Tag begonnen hatte, so toll endete er nun auch wieder.
Wieder zurück im Camp stand plötzlich Neil mitten in die Runde und sagte ohne Vorwarnung: „Du hast schöne Brüste.“ Zusammen mit dem englischen Akzent und der lustigen Aussprache war dies ein absoluter Brüller! Wir kugelten uns vor Lachen und gaben ihm Tipps, wie er die Wörter aussprechen muss. Natürlich wollten wir noch wissen, wer ihm diesen Satz beigebracht hat. Und wie könnte es anders sein? Es war Rogers Tat ;-)
Dank dem bewölkten Himmel war sogar die Nacht am Lagerfeuer zusammen mit zwei Bettflaschen in den Swags sehr angenehm warm. Wirklich ein toller Tag ;-).
Der Uluru im ersten Sonnenlicht.
Der Uluru beim Sonnenaufgang - einfach der Hammer!!!
Kata Tjuta (The Olgas) behind the best friends :-)
Ein Dingo zum Greifen nahe!
Wir drei im Valley of the winds in den Kata Tjuta
The Kata Tjutas
Die zwei Weltenbummler vor dem Uluru kurz vor Sonnenuntergang.
Die drei swiss girls mit dem swiss boy vor dem Uluru.
Was für ein Bild ;-)
Einfach wunderschön!
Ein Teil unserer Gruppe bei einem Schnupf ;-)
Von links nach rechts: Sibylle, Sime, Céline, Shane (fühlte sich danach alles andere als gut und schwieg erstaunlicherweise für ca. eine Stunde), Neil, Kevin
Sonntag:
Heute stand nochmals der Uluru auf dem Programm, diesmal mit einem Spaziergang rund um den Monolithen. Die meisten fanden dies nicht sonderlich schön, da der Uluru nur aus der Ferne seine ganze Schönheit entfaltet. Ich fand es aber interessant, diesem riesigen Felsen mal so nah zu sein und ihn auch berühren zu können. Auf der letzten Etappe kam dann auch Kevin noch mit und erzählte spannende Sachen über das alltägliche Leben der Aborigines. An vielen Orten darf rund um den Uluru nicht fotografiert werden, da dies heilige Plätze für die Aborigines sind. Grundsätzlich ist der gesamte Uluru eine heilige Stäte für die Ureinwohner und dass er bestiegen werden darf, ist für die Aborigines schlimm. Doch auch hier hat der Massentourismus seine Spuren hinterlassen.
Nach dem Mittag fuhren wir weiter Richtung Kings Canyon. Auf der Fahrt dorthin fuhren wir nochmals am Mt. Conner vorbei. Dieser Felsen ist kein Monolith und wird aus der Ferne oft für den Uluru gehalten. Uns ging es am Freitag nicht anders.
Auf der Weiterfahrt wollte Nils dann noch ein paar weitere deutsche Sätze lernen und seine Aussprache verfeinern. Dabei ergaben sich immer wieder witzige Situationen und er schrieb sich alles fein säuberlich auf ;-).
Kurz vor dem Eindunkeln erreichten wir unseren letzten Campingplatz auf dieser Tour. Hier war die Erde nochmals ganz rot. Wir drei Swiss-Girls machten das Lagerfeuer und waren mit Recht stolz auf unsere Tat. Der Abend war gemütlich und lustig zugleich. So filmte Céline unseren Nils dabei, wie er es nochmals mit seinem legendären Satz „Du hast schöne Brüste“ versuchte. Etwas später machte Simone ihr Schlaflager bereit und sprang plötzlich hoch. „A snake, a snake!“ schrie sie. Ich leuchtete sofort mit meiner Taschenlampe auf den Boden und da lag doch tatsächlich etwas langes Schwarzes. Allerdings keine Schlange sondern nur der Gürtel ihres Swags ;-). Schallendes Gelächter war die Folge und Sime hatten den Spruch des Tages geliefert.
Und noch ein wenig am Lagerfeuer sitzen :-)
Sonnenaufgang vom Uluru aus gesehen.
Wie die Ameisen besteigen viele Touristen den Uluru. Das Schild am Boden listet alle Regeln und Gründe auf, um den Climb zu schliessen. Demzufolge ist der Aufstieg mehr geschlossen als offen. Ist sowieso besser so.
Der Uluru ganz nah! Eine sehr eindrückliche Erfahrung.
Mt. Connor
Aus der Ferne wird er oft fälschlicherweise für den Uluru gehalten (ging uns nicht anders). Im Gegensatz zum Uluru vereint aber der Mt. Connor für die Aborigines alles Böse.
Unsere ganze Gruppe in Action ;-)
Das war unsere Woche. Viele unglaubliche Bilder, die wir nicht in Worte fassen können und lustige Momente, bei denen man einfach dabei sein musste! Trotz staubigem Gepäck und frühem Aufstehen haben wir diese Tage genossen und unversehrt überstanden. Wahrscheinlich war der Bierkonsum nicht ganz unschuldig an gewissen Situationen ;-).
Bald schon folgt der nächste Wochenbericht und bis dahin verabschieden wir uns mit ganz lieben Grüssen an euch alle!
Sibylle & Roger
