6. - 12. Juli 2009

 

 

Hi, how are you?

Hinter uns liegt eine wunderbare Woche mit vielen neuen Eindrücken und wichtigen Ereignissen. Wir hatten so einiges zu bewundern und natürlich zu feiern.

Seit diesem Montag sind wir auch wieder mobil. Wir haben einen Hyundai Getz gemietet und gondeln so durch die Gegend. Schön, wieder einmal selbst Auto zu fahren ;-)

 

 

Unsere Route in dieser Woche

 

Cairns – Port Douglas – Cape Tribulation – Cooktown (via Mossman)

 

 

Where the rainforest meets the reef

 

Dieser Slogan wird in der Gegend zu Werbezwecken benutzt und er trifft zu 100% zu. Schon der Weg von Cairns nach Port Douglas führt an wunderschönen Stränden vorbei und gleichzeitig durch den Regenwald. Das mussten wir einfach ausgiebig geniessen und machten einen langen Spaziergang an einem fast menschenleeren Strand. Es ist ein wunderschönes Bild, wie hier der saftig grüne Regenwald bis ans Meer reicht und darüber der tiefblaue Himmel strahlt! Eigentlich unbeschreiblich.

 

Soooo schön!

 

 

Und immer schön aufpassen, auf welche Seite man beim Überqueren der Strasse schauen muss, ist ja schliesslich Linksverkehr hier in Australien.

 

 

 

 

Port Douglas selbst ist ein typischer Ferienort der eher etwas gehobenen Klasse. Aber auch als Backpacker kann man sich durchschlagen und es gibt einige schöne Sachen zu sehen. Einerseits ist der sehr schöne 4 Mile Beach einen Besuch wert und andererseits bietet die kleine Kirche St. Mary’s by the sea einen ganz speziellen Ausblick.

 

 

St. Mary's by the sea

 

 

Das ist das Fenster hinter dem Altar mit direktem Blick auf das Meer! Traumhaft!

 

 

Für uns ging es am Donnerstag weiter nach Cape Tribulation. Allerdings nicht ganz ohne Hindernisse. Anhand folgendem Beispiel kann man wohl sehr gut erkennen, dass wir beide so richtig in unserem arbeitsfreiem Abenteuer angekommen sind und den Kopf nicht mehr immer (aber meistens) bei der Sache haben. Nach einem gemütlichen Frühstück setzten wir uns voller Vorfreude auf das Cape Tribulation ins Auto. Ich wie gewohnt hinters Steuer und Roger auf den Beifahrersitz. Gemütlich fuhren wir etwa 40 Minuten bis zur Fähre. Die muss man für über den Daintree River nehmen, um ans Cape zu gelangen. Dort stellten wir uns brav in die Kolone und bezogen unser Ticket. Meter für Meter ging es voran und plötzlich schoss mir eine Frage durch den Kopf: „Wo sind unsere Küchensachen (Essen, Gewürze, etc.)?“ Ich sah mich erschrocken im Auto um und fragte Roger. Nun ja, den Rest könnt ihr euch ja denken. Wir zwei Genies haben das alles in der YHA in Port Douglas liegen gelassen. Was nun? Umkehren und holen, oder alles neu kaufen (würde sich angesichts der verbleibenden Zeit bis Yeppoon kaum lohnen)? So beschlossen wir, nochmals zurück zu fahren und das Vergessene zu holen. Zuerst mussten wir aber eine Angestellte, die die Autos auf die Fähre einwies, fragen, ob wir hier kehren dürfen weil wir etwas vergessen haben. Wir durften und so fuhren wir halt wieder retour nach Port Douglas und später wieder zurück zur Fähre. Shit happens und ich konnte mich nun auch wieder beruhigen. Das war wieder einmal ein Moment, in dem ich mich sträflich über mich selbst aufregen konnte. Mit fast zwei Stunden Verspätung in unserem Programm fuhren wir auf die Fähre und fanden uns am anderen Ufer des Flusses mitten im Regenwald wieder. Ab hier führte die schmale Strasse durch saftig grünen und dichten Regenwald und wir staunten über die Natur. Nach einer kurzweiligen Fahrt kamen wir im Crocodylus Village, unserer Unterkunft für die nächsten zwei Tage, an. Mitten im Regenwald schliefen wir hier in einer Art Zelt. Eine spannende Erfahrung mit mancherlei Geräuschen in der Nacht, die wir nur mit sehr viel Phantasie zuordnen konnten.

Wir fuhren am nächsten Tag noch etwas weiter nördlich am Cape Tribulation und spazierten dort ungefähr drei Stunden den schönen Stränden entlang und durch den Regenwald. Es ist immer wieder erstaunlich, wie wunderschön die Natur auf unserem Planeten ist!

 

 

Unsere Unterkunft am Cape Tribulation

 

 

Und das Posieren geht weiter ;-)

 

 

Bitte lächeln :-)

 

 

Am Samstag fuhren wir dann vom Cape Tribulation via Mossman rauf nach Cooktown. Der nördlichste Punkt, den wir an der Ostküste bereisen. Zuerst machten wir aber noch einen 45 minütigen Rainforest-Walk, in der Hoffnung, den einen oder anderen Waldbewohner zu treffen. Es blieb aber bei der bereits bekannten Riesenspinne. Danach gings los, diesmal gleich von Beginn weg mit vollständigem Gepäck ;-) Die Fahrt ging ausschliesslich durchs Landesinnere und war wunderschön. Links und rechts von der Strasse zuerst schönster Regenwald, dann unendliche Grassteppen und je näher wir nach Cooktown kamen, nahm wieder der Regenwald Überhand. Unterwegs konnten wir bei einem Lookout über die Hügellandschaft schauen. Hier fühlten wir uns wieder einmal so richtig klein und nichtig, wenn man uns mit der Weite des Landes vergleicht. Und für uns war klar: Wer diese Route durchs Landesinnere bis nach Cooktown als unattraktiv gegenüber der Küstenroute bezeichnet, hat keine Ahnung.

Auch einen Roadtrain konnten wir wieder begutachten und wir staunten, mit was für einem Tempo diese Monster über die Strassen brettern. Da bin ich also harmlos dagegen!

Kurz bevor wir Cooktown erreichten, kamen wir noch in eine Polizeikontrolle. Mittlerweilen hatte ich in diesem Land fast so oft mit der Polizei zu tun wie in der Schweiz. Diesmal habe ich aber nichts verbrochen, sondern musste nur meinen Ausweis zeigen und netterweise in ein komisches Röhrchen blasen, bei dem es piepste, wenn ich lange genug blies. Damit habe ich zwar keine Erfahrung, da ich aber zuvor nach Alkohol gefragt wurde, nehme ich mal schwer an, dass dies ein Alkoholtest war. Das Gerät funktionierte einwandfrei und zeigte erwartete 0, 0 Promille an ;-)

 

 

Hoffentlich geht mir Roger nicht verloren in diesem Rainforest :-)

 

 

Rainforest

 

 

Sympathisch werden mir diese Tiere wohl nie...

 

 

Wieder einmal eine endlose und atemberaubende Aussicht!

 

 

Roger neben einem Road Train...puh, sind die gross!

 

 

Sonntag war Wandertag ;-) Wir schnappten uns die Karte mit den eingezeichneten Fussmärschen (eigentlich erstaunlich, dass dies hier existiert, denn der Australier ist nicht unbedingt der Fussmarsch-Typ) und los gings. Die Quartiere wirkten sehr ruhig und wir begegneten nicht wirklich vielen Einwohnern. Allerdings trafen wir ein Wallaby an. Im Infocenter bei dem Botanischen Garten herrschte dann eine gewisse Geschäftigkeit und wir legten eine erste Pause ein. Schliesslich heisst es ja: „Am siebten Tage sollst du ruhen.“

Von dort aus gings weiter Richtung Strand. Plötzlich sah ich auf der Wiese neben uns ein Wallaby. Als wir genauer hinsahen, erkannten wir insgesamt neun Wallabies und zwei davon hatten sogar ein Junges im Beutel, das frech rausschaute! Solche Bilder sind einfach immer wieder süss und kaum zu fassen. Erstaunlich war, wie nahe wir den Tieren kommen konnten, bis sie davon hüpften. Mehrere Minuten und nicht weniger Fotos später, setzten wir unseren Fussmarsch fort. Wir gelangten an einen sehr schönen Strand und genossen dort die Meeresbrise. Von dort ging die Wanderung weiter an den nächsten Strand. Der Weg führte über Stock und Stein, zuerst den Hügel rauf und dann wieder den Hügel runter. Als wir hinunter gingen, äusserte Roger erste Bedenken. „Wenn es jetzt so das Loch hinunter geht, müssen wir sicher nachher wieder alles hochkraxeln.“ Genau so war es ;-) Aber es tat uns beiden gut. Auch beim Lighthouse schauten wir noch kurz vorbei, bevor wir wieder retour ins Dorf gingen. Dort liefen wir noch etwas der Hauptstrasse entlang und schauten uns die alten Gebäude an. Was man aus dieser Stadt alles machen könnte, ist wahnsinnig. Mit der richtigen Strategie würde Cooktown sicherlich wieder eine Goldgrube werden, da sind wir uns sicher.

 

 

Gugus, da bin ich!

 

 

Hey, nicht vordrängeln. Ich bin auch noch hier!

Immer wieder ein wunderschöner Anblick, wenn wir Kanguruhs in freier Wildbahn entdecken!

 
 

Wunderschöne Aussicht über die Finch Bay.

 

 

Ach, so ein bisschen relaxen ist doch schön ;-)

 

 

Aussicht vom Lighthouse auf dem Grassy Hill über den Endeavour River.

 

 

Dieses Foto wurde nicht etwa unscharf, weil wir etwas intus hatten, sondern weil der Zettel zu hoch hing, um ihn gut zu fotografieren.

Aber grundsätzlich ein sehr spannender Aushang :-)

 

 

Die Post von Cooktown...wäre zu verkaufen...

 

 

Hauptstrasse in Cooktown

 

 

Jaja, ein Pub findet man hier in Australien wirklich überall ;-)

 

 

In der YHA in Cooktown hatten wir diese knudligen Mitbewohner, manche konnten wir sogar streicheln.

 

 

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen ;-)

 

Wer mit den Daten ein wenig aufgepasst hat, hat auch bemerkt, dass Roger in dieser Woche seinen 30. Geburtstag feiern konnte. Ein Freudentag, den wir den vorhandenen Möglichkeiten entsprechend feierten ;-)

Wir reisten an diesem Tag von Port Douglas nach Cape Tribulation und komischerweise zog es uns nach unserer Ankunft dort kurzerhand in eine Bar. Wieso auch nicht. Roger wird nur einmal 30 Jahre alt und ist zu all dem auch gleich noch in Australien. So begann also der feucht-fröhliche Teil des Tages ;-) Von dort fuhren wir dann noch kurz an den Strand (keine Angst, mit einem Bier darf man auch hier noch Auto fahren) und spazierten etwas durch die Gegend. Roger posierte noch für den Fotoapparat und kletterte auf alles, was sich ihm in den Weg stellte.

Nach dem Abendessen in unserer Unterkunft deckten wir uns in der dortigen Bar mit Getränken ein. Der Mensch soll schliesslich genügend trinken und man unterschätzt immer wieder, wie viel Wasser in einem Bier oder in einem Gin Tonic ist. Zudem hat Sime ja gemeint, ich hätte mich bezüglich meines Alkoholkonsums etwas verändert, seit wir die Schweiz verlassen haben. Da hat sie irgendwie auch recht und ich will sie ja jetzt nicht gleich enttäuschen und mich schon wieder verändern ;-) Und Roger sollte auf seine alten Tage auch nichts neues mehr anfangen ;-) Es reicht schon, dass er langsam vergesslich wird. Sagte er doch ein paar Tage zuvor zu mir: „Du Schätzu, ich werde ja schon bald 40!“ Nun ja, ganz so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Da darf er sich noch zehn Jahre darauf vorbereiten.

Zu etwas vorgerückter Stunde freuten wir uns dann noch über zwei Telefonate aus der Schweiz und es wurde fröhlich geplaudert. Danach gings retour zu unserem Programm und wir spielten noch Trivial Pursuit, natürlich in englisch. Eine lustige Angelegenheit, wieso auch immer ;-)

An dieser Stelle bedanke ich mich nochmals ganz herzlich für die zahlreichen Glückwünsche, die mich per Telefon, sms, Mail und Gästebucheinträgen erreicht haben! Liebe Grüsse, Roger.

 

 

 

Beach on the Cape Tribulation

Sozusagen der Hintergrund für Rogers Fotoshooting ;-)

 

 

Und los gehts :-)

Auch mit 30 ist es wichtig, täglich seine Liegestützen zu machen!

 

 

Natürlich war auch ich mit von der Partie ;-)

 

 

Auch das Joggen darf man nicht vernachläsigen. Immer pfeifend, versteht sich ;-)

 

 

Und zwischendurch immer wieder einen Blick auf die umwerfende Natur werfen.

 

 

Here I am ;-)

 

 

David gegen Goliath...

 

 

Wie ihr sehen könnt, geniessen wir es hier in Australien noch immer sehr, lassen uns von der tollen Tierwelt und der einzigartigen Natur verzaubern und verstehen es immer noch, richtig zu feiern ;-)

Wir hoffen, dass auch ihr in dieser Woche den einen oder anderen Grund zum Feiern gefunden habt (schliesslich gibt es immer einen) und dass es euch allen gut geht!

Wir schicken euch ganz liebe Grüsse aus dem tropischen Norden von Queensland, wo es dementsprechend noch immer wunderbar warm ist.

 

 

Eure beiden Weltenbummler

 

Sibylle & Roger