13. - 19. Juli 2009
Hello together. How are you today? We hope fine! ;-)
Wir zumindest sind top fit und haben wieder eine sehr schöne und abwechslungsreiche, ja man könnte sogar sagen eine ausserordentliche Woche erlebt. Wir machten unerwartete Begegnungen, liessen unser Adrenalin in die Höhe schnellen und trafen auf einen alten Bekannten. Kurz gesagt: Diese Woche war alles, nur nicht langweilig!
Viel Spass beim Lesen.
Unsere Route in dieser Woche
Cooktown – Mission Beach – Townsville – Airlie Beach
Our first snake
Am Montag machten wir nochmals Cooktown unsicher und als wir da so gemütlich durch ein kleines Quartier spazierten, entdeckten wir sie. Eine Schlange! Die erste, die wir in freier Wildbahn sahen. Zum Glück hatte das Tier mehr Angst vor uns als ich vor ihm. So konnte auch ich den seltenen Anblick „geniessen“. Roger, der die Schlange auch entdeckt hatte, fand es sehr spannend und wäre ihr wohl am Liebsten nachgegangen. Die Schlange war braun, hatte einen beachtenswerten Durchmesser und war ca. 1, 2m lang. Also nicht nur so ein kleiner Wurm. Da sie schneller war als mein Fotoapparat, entstand leider kein Bild von diesem Moment. Ihr dürft also eure Phantasie benutzen ;-)
Ich fragte Roger dann noch so, ob die wohl giftig war. Daraufhin meinte er: „Ja, die ist sicher giftig.“ Ok, diese Frage hätte ich mir auch sparen können…
Black Mountains bei Cooktown
Treffen mit einem alten Bekannten
Bereits seit ein paar Wochen wussten wir, dass ein ehemaliger Tech-Kollege von Roger ebenfalls in Australien umherreist und dass wir uns eventuell mal treffen könnten. In dieser Woche passte nun alles zusammen und wir quartierten uns alle drei in der YHA in Mission Beach ein. Hülse genehmigte sich bereits ein Bier, als auch wir endlich (nach einer fast 600 km langen Fahrt) in der YHA eintrafen. Das Programm für den ersten Abend war rasch klar und so ging es feucht fröhlich zu und her. Dass wir plötzlich Spiele wie Kakerlaken-Salat und Ligretto (ein absolutes Frauenspiel) spielten, war wohl auf den nicht mehr ganz vollständigen Flascheninhalt zurückzuführen. Aber man soll ja Feste feiern, wie sie fallen ;-)
Nein, ich bin nicht etwa von der Strasse abgekommen und in einem Geschäft gelandet. Dies ist ein Bottle Shop mit einem Drive thru. Eine wirklich witzige Angelegenheit...kein Alkohol am Steuer...zum Einkaufen darf man aber am Steuer sein ;-)
Hülse und Roger zu vorgerückter Stunde bei einem Puzzle für 3 jährige...nun ja, man soll die Herren der Schöpfung ja auch nicht gleich überfordern ;-)
Skydiving
Was am Dienstagabend noch eher im Lustigen zur Sprache kam, versuchte ich nun am nächsten Morgen etwas zu pushen. Schliesslich hatte Roger von mir zu Weihnachten 2006 einen Skydiving-Gutschein erhalten und diesen bis heute nicht eingelöst. Dies sollte sich nun ändern. Und wenn man diesen Spass auch gleich noch mit jemandem teilen kann, macht es umso mehr Spass. Nein, an dieser Stelle bin nicht etwa ich gemeint. Ich mache zwar so manchen „Seich“ mit, aber alles dann doch nicht. Und bevor ich gegen meinen Willen (denn der hätte sich im Ernstfall gegen einen Sprung entschieden) aus dem Flugzeug geworfen werde, bleibe ich in diesem Fall lieber am Boden.
Hülse und Roger besprachen sich ein wenig, informierten sich dann ein erstes Mal über mögliche freie Plätze und entschieden sich zuerst einmal für einen Kaffe.
Wir landeten dann gleich in einem Restaurant, in dem man ebenfalls Skydiving buchen konnte und als Hülse noch erwähnte, dass er an diesem Tag Geburtstag habe, war der Fall klar. Die beiden Männer stellten sich dem Abenteuer und sobald sie definitiv angemeldet waren, stieg die Nervosität bei beiden spürbar. Beide wurden immer ruhiger, Roger sass nur noch mit verschränkten Armen da und Hülse versuchte krampfhaft, seinen Puls zu ertasten. Dabei behauptete er immer, er habe keinen mehr. Nun ja Hülse, in diesem Fall wärst du kaum mehr in der Lage gewesen, den Puls überhaupt zu suchen ;-)
Nur anderthalb Stunden nach der Anmeldung sassen wir schon im Büro bei den letzten Formalitäten. Roger und Hülse grinsten etwas verkrampft in die Kamera und die Fragen auf dem Formular waren plötzlich gar nicht mehr so leicht zu beantworten. Als das dann geschafft war, folgten die letzten Instruktionen. Beiden wurde ein Tandem-Partner zugeteilt und sie konnten in ihr „Gstäutli“ schlüpfen. Der Instruktor von Roger informierte mich noch, welche Farben die Schirme der Beiden haben, damit ich die richtigen auf den Fotos habe und los gings.
Während Roger und Hülse mit der ganzen Gruppe zum Flugplatz fuhren und in eine schwindelerregende Höhe (14000 Fuss) flogen, machte ich es mir am Strand gemütlich. Auch ich war ein wenig nervös, aber glücklich über meine Entscheidung, selbst nicht zu springen.
Plötzlich war es dann soweit und über mir kreisten mehrere Schirme. Scheinbar hatte sich bei allen nach 60 Sekunden freier Fall der Schirm problemlos geöffnet. Zum Glück!
Mit einem riesigen Grinsen im Gesicht kam mein Schätzu dann auch schon angeflogen. Die Landung am Strand machte den unvergesslichen Sprung endgültig perfekt und das Adrenalin wirkte noch eine Zeit lang ;-) Roger strahlte so richtig happy, stiess einen Freudenschrei aus und umarmte mich. Das soeben Erlebte beschrieb er mit folgenden Worten: „He Schätzu, das isch so geil gsi! Hammer!“
Hülse war nicht weniger begeistert. Nun hatte ich nicht mehr zwei nervöse Bündel bei mir, sondern zwei sehr zufriedene und aufgekratzte boys ;-)
*hihi*
Ausrüstung fassen ist angesagt und ich vertraute meinen Ehemann diesem netten Herren an... wenn das nur gut kommt...
Flatter flatter ;-) Man kanns ja mal damit versuchen, falls sich der Schrim nicht öffnen sollte ;-)
Nein, dies waren nochmals wichtige Instruktionen.
Mein Schätzu in voller Skidiving-Montur.
*zitter, zitter*
Die Beiden waren ganz schön nervös ;-)
Übrigens: Die gelben Dinger oberhalb der rechten Oberschenkel sind Schwimmwesten ;-)
Schätzu, komm einfach wieder heil runter und geniess den Sprung!
Der Strand, an dem ich Roger zur Landung erwartete.
Eindlich, hier kam er angeflogen!
Und noch eine Drehung ;-)
Hallo Mus, ich komme ;-)
Schon ist er gelandet.
Überglücklich und wohl noch im Adrenalinrausch strahlt mein Schätzu wie ein Marienkäfer :-)
Das war geil!!!
Zur Belohnug gabs eine Flasche Bundaberg und Cola. Was auch sonst?
Wir machten noch Bekanntschaft mit zwei Deutschen und konnten spannende Infos austauschen.
Mission Beach – Townsville
Mission Beach ist ein wunderschöner Ort ca. 300 km nördlich von Townsville. Hier ist es noch wunderbar grün und der Rainforest lädt zu Spaziergängen ein. Auch die Strände sind wunderschön und zu dieser Jahreszeit fast menschenleer (ausser natürlich den Skydivern).
Trotz aller Schönheit dieses Ortes machten wir uns am Freitag auf die Weiterreise. Schliesslich wollten wir am Wochenende in Airlie Beach sein.
Auf dem Weg nach Townsville änderte sich langsam die Vegetation wieder und es war nicht mehr alles so saftig grün wie im Regenwald. Aber immer noch sehr schön. In Townsville angekommen, quartierten wir uns in einem billigen Backpacker ein und merkten schnell einmal, dass wir wohl für diese Unterkunft schon etwas zu alt sind. Nicht lachen, das ist kein Witz! Das Durchschnittsalter der anderen Gäste war wohl so ca. 20 und ausser Party machen, hatten sie nichts im Sinn. Dementsprechend laut war der Abend und auch der grösste Teil der Nacht. Zudem war es a….kalt! Jetzt merkt man wieder ganz gut, dass die Australier zwar sehr schöne aber leider keine isolierten Häuser bauen…
Der letzte Tag in Mission Beach nahmen wir gemütlich.
Roger beschwerte sich hier zwar, dass ich aufhören soll, die Hängematte zu schwingen, weil es ihm übel werde.
OK, dann leg ich mich halt auch noch ein wenig dazu ;-)
Roger sollte nicht immer so sein Gesicht verziehen. Das gibt sicher einmal Falten...
Airlie Beach zum Dritten
Ihr habt schon richtig gelesen, uns zog es nochmals nach Airlie Beach. Zum Einten wollten wir nun endlich unseren Ausflug auf die Whitsundays machen und zum Andern liegt Airlie Beach auf dem Weg nach Yeppoon ;-)
Es war interessant zu sehen, was sich seit unserem letzten Besuch hier vor vier Monaten bereits verändert hat. Auf der einen Seite des Ortes wird eine neue Überbauung errichtet und dort ging doch so einiges voran. Nur schade, dass Airlie Beach so nach und nach seinen wunderbaren Charme, den wir im 2006 ein erstes Mal entdecken durften, in den nächsten Jahren wohl leider verlieren wird.
Uns war klar, dass wir nun aber wirklich das letzte Mal hier sein werden und so genossen wir es nochmals ganz besonders.
Unser erster Hochzeitstag
Wie doch die Zeit vergeht. Nun ist schon ein Jahr seit unserer Traumhochzeit vergangen! Wir haben am Sonntag lange über diesen Tag gesprochen: Wie haben wir uns gefühlt in den verschiedenen Momenten, was war uns besonders wichtig, was haben wir wie wahrgenommen und so weiter. Wir können es noch gar nicht glauben, dass seither wirklich schon ein ganzes Jahr vergangen ist! Es war so wunderschön! Seufz…ich will noch mal ;-)
An dieser Stelle danken wir nochmals allen ganz herzlich für die lieben Glückwünsche! Es hat uns sehr gefreut, dass ihr daran gedacht habt! Merci viu mou!
Das war nun unsere 19. Woche in Downunder…puh, sind wir wirklich schon so lange unterwegs? Es scheint so ;-)
Es war wieder einmal sehr spannend, witzig und einfach nur schön!
Last but not least die Erkenntnis der Woche von Roger: Der Bundaberg Rum ist noch immer seeeehr lecker *hicks*
Wir grüssen euch wieder mal ganz herzlich von der anderen Seite der Welt und schicken euch auch gleich ein wenig Sonne und Wärme mit! Machts gut und bis nächste Woche! Und noch ein kleiner Tipp: Schaut doch mal unter der Rubrik News rein, es hat nämlich noch neue Bilder gegeben!
Eure Sibylle und euer Roger
