20. - 26. Juli 2009
Hi guys ;-)
Da sind wir schon wieder ;-) Immer noch fit und munter und inzwischen sogar sesshaft geworden. Wenns auch nur für eine begrenzte Zeit ist. Bevor es aber soweit war, hatte ich noch einen kleineren Horrortrip hinter mich zu bringen…
Unsere Route in dieser Woche
Airlie Beach – Yeppoon
Whitsundays
Am Montag machten wir endlich den lang ersehnten (vor allem von mir) Ausflug auf die Whitsundays. Der eigentliche Grund, weshalb wir nochmals nach Airlie Beach gefahren sind ;-)
Bei schönstem Wetter warteten wir auf unseren Shuttle-Bus, der uns an den Hafen fuhr. Dort erhielten wir noch ein paar Infos, bevor wir das Schiff besteigen konnten. Ich hatte zuvor für meinen sensiblen Magen vorgesorgt und ein Itinerol zum Frühstück genommen. Und die Tatsache, dass ich die Schifffahrt bei unserer Snorkelling-Tour unbeschadet überstanden habe, liess mich die Sache gelöst angehen. So gelöst wie gehofft, verlief die Sache dann aber doch nicht. Nach fast einer halben Stunde Fahrt, oder besser gesagt Hüpferei, rebellierte mein Magen ein erstes Mal dezent. So war ich froh, als wir auf Hook Island aussteigen konnten. Ich schnappte erst einmal frische Luft. Hier wurde die ganze Gruppe in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe ging zuerst schnorcheln und wir, die zweite Gruppe, bestieg ein kleines Schiff mit Glasboden, um das Reef und die Fische zu beobachten. Wir zwei sassen unglücklicherweise zuhinderst im Boot und nach ein paar Minuten ging gar nichts mehr. Ich musste ans Deck an die frische Luft! Puh…hoffentlich geht das nicht so weiter…
Nach dieser Aktion war für mich das Schnorcheln gestorben, was mich aber nicht weiter störte. Ich wollte jetzt nur etwas trinken und in Ruhe auf festem Boden sitzen. Dass man hier an dieser Stelle viel zu sehen bekommt, bezweifelten wir sowieso und schliesslich machten wir diese Tour ja auch nicht wegen des Schnorchelns mit.
Wieder retour auf dem Boot gabs Lunch. Da ich nicht wirklich gefrühstückt hatte, knurrte nun doch ein wenig mein Magen und ich wagte es, einen klitzekleinen Happen (Roger lachte mich ab dieser Menge aus ;-) ) zu essen. Eine schlechte Entscheidung…Kaum fuhr das Schiff wieder so richtig los, beschwerte sich mein Magen und ich verabschiedete mich nach draussen.
Nach einer für mich fast unerträglich langen Fahrt kamen wir bei unserer Wunschdestination an. Whitehaven Beach. Wir wurden informiert, dass wir über eine Treppe ins kniehohe Wasser steigen müssen und Schuhe und lange Hosen deshalb gleich an Bord lassen können. Die Schuhe waren mir ja noch egal, aber meine langen Jeans packte ich ein. Als mich Roger fragte, was ich denn mit denen am Strand will, sagte ich ihm ernsthaft: „Falls ich nicht zurück aufs Schiff kommen will, habe ich wenigstens lange Hosen bei mir!“ Roger lachte und ich merkte, dass ich wohl kaum hier übernachten werde ;-) Ich liess also meine Jeans auch auf dem Schiff, war mir aber noch nicht wirklich sicher, ob ich auch wirklich wieder an Bord kommen will…
Jetzt genossen wir aber erst einmal den unglaublich schönen Whitehaven Beach. Das Meer ist glasklar und hat die schönsten Farben und der Sand ist wahnsinnig fein und schneeweiss! Einfach traumhaft! Wir spazierten etwas dem Wasser entlang, als Roger plötzlich eine Stachelroche im Wasser entdeckte. Sie kam extrem nahe an uns heran und schwamm neben uns her. Wir waren wieder einmal hin und weg von dieser wunderschönen Natur! Danach legten wir uns einfach ein wenig in den Sand und sprachen über Gott und die Welt und wie schön wir es doch hier haben. Das sind Momente, in denen wir vor Glück die Welt umarmen könnten! Ich vergass sogar meine Übelkeit. Mein Schätzu, der inzwischen Erfahrung mit solchen Situationen hat, sorgte auf dem Schiff vor und kaufte mir ein Cola. Dies trank ich nun, in der Hoffnung, es vertreibt die bösen „Magengeister“ ;-)
Nach anderthalb Stunden mussten wir diesen traumhaften Strand wieder verlassen. Wir nehmen aber wunderschöne Bilder in unseren Gedanken an diesen Platz mit! Voller Zuversicht setzte ich mich ins Schiff. Es dauerte aber nicht lange und ich musste mich nach draussen begeben. Dort verabschiedetet sich dann auch mein Lunch und das Cola von mir…Grrr, ich will von diesem Boot!!!!!
Als letzte Insel an diesem Tag steuerten wir noch Daydream Island an. Hier konnten wir in einem Resort herumlaufen, etwas essen und trinken oder einfach nur an den Strand sitzen. Wir entschieden uns dann für ein wenig Bewegung und schlussendlich für eine Glace. Ja, ich wollte jetzt auch eine Glace. Soll mein Magen doch denken, was er will! Die Glace war super und für die letzte Bootsfahrt an diesem Tag entschied ich mich, gleich von Beginn weg nach draussen zu gehen. Eine gute Entscheidung, wie sich rasch herausstellte. Geniessen konnte ich die Fahrt zwar nicht wirklich, übel wurde es mir aber auch nicht mehr. Welch ein Glück. So kamen wir am Abend glücklich über die erlebte Natur und ich total kaputt wieder in Airlie Beach an. Es war ein Ausflug, den wir uns nun doch schon lange gewünscht haben und uns sehr darauf freuten. Leider waren die Umstände ein wenig blöd, aber die Whitsundays an und für sich sind TRAUMHAFT schön! Besonders der Whitehaven Beach!
Whitehaven Beach
Ein Traum
Fehlte nur noch der richtig blaue Himmel. Aber auch so strahlte das Meer in den schönsten Farben.
Eine Stachelroche nur wenige Meter von uns entfernt.
Hier wollte ich gar nicht mehr weg ;-)
Roger machte es sich im unglaublich weissen Sand gemütlich.
Und ich glaubte, meine Übelkeit überwunden zu haben...
Trotzdem, oder gerade deshalb, war der Whitehaven Beach wunderschön!!!
Yeppoon
Am Mittwoch war es nun soweit und wir verabschiedeten uns definitiv und wahrscheinlich für immer von Airlie Beach. Kurz vor Mittag bestiegen wir den Greyhound nach Rockhampton, wo wir 7 ½ Stunden später von Jürg empfangen wurden. Nach zwei kleinen Abstechern bei Freunden und Nachbarn von Susi und Jürg kamen wir in unserem Zuhause für die nächsten sechs Wochen an. Jürg erzählte uns noch alles Wichtige und wir bekamen einen Ordner, in dem alles genau erklärt ist. So sind wir nun bestens für Hund und Haus gewappnet ;-)
Auch Abbi hat uns freudig empfangen und sie testete gleich ihre Grenzen aus. Klar, man muss ja versuchen, ob man bei den dogsittern mehr darf als bei Herrchen und Frauchen ;-)
Nach einem interessanten Abend mit Jürg und Abbi fielen wir nach Mitternacht todmüde ins Bett und schliefen selig ein. Nun begannen sechs Wochen, in denen wir das australische Leben mal aus einer etwas anderen Perspektive testen können.
Für alle, die sich nicht mehr an die genauen Hintergründe erinnern, hier eine kleine Auffrischung: Susi (aus Deutschland) und Jürg (aus der Schweiz) fahren für sechs Wochen nach Europa, um in Deutschland zu heiraten. Der Zufall wollte es so, das sie uns (zuerst aber nur im Lustigen) anfragten, ob wir während dieser Zeit zu Haus und Hund schauen möchten. Wir haben ja gesagt und hier sind wir nun ;-)
Die ersten Tage in Yeppoon
Wir lebten uns rasch im Haus ein und Abbi hatten wir ja schon im März fest in unsere Herzen geschlossen. So fiel es manchmal echt schwer, ihr zu widerstehen, wenn sie uns den Kopf auf die Oberschenkel legt und gestreichelt werden will oder auch gerne einen Happen möchte. Aber nein, Regeln sind Regeln und an die müssen wir uns alle drei halten ;-)
Es ist wunderbar, wieder einmal ein eigenes Badezimmer und eine eigene Küche zu haben. Mir hat es natürlich besonders die Küche angetan und so legte ich gleich los. Es gab selbst gemachtes Brot, Pavlova, Suppe, griechischer Salat und Spaghetti an einer Tomaten-Weisswein-Meeresfrüchte-Sauce.
Kochen und Bachen…ein Hobby, das ich in den letzten Monaten doch ein wenig vermisst habe. Roger genoss es und liess sich verwöhnen. Anständig wie er aber ist, erledigte er jeweils nach dem Essen den Abwasch.
Wir hatten aber auch noch anderes zu tun. So gingen wir täglich mit Abbi spazieren und spielten im Garten oder auf der Terrasse mit ihr. Sie ist ein wunderbarer Hund mit sehr guten Manieren, aber auch mit einem gewaltigen Charme. Wenn sie ihren Blick zusammen mit der gerunzelten Stirn aufsetzt, schmelzen wir fast dahin.
Ein ganz besonderes Highlight waren die Wallabies, welche wir fast täglich auf unseren Spaziergängen durch den Wald sahen. Diese Tiere sind für uns nach wie vor speziell.
Catch me if you can ;-)
Wer kann diesem Blick schon widerstehen?
Und sie kanns noch besser, nämlich mit Runzeln ihrer Stirn.
Einfach ein Goldschatz!
Nebst allem Spass muss aber auch die Hausarbeit gemacht werden.
Und wie schon in der Schweiz sind auch hier die Rollen...
...fair verteilt. Wobei es für mich mehr Spass als Arbeit ist.
Hier gibts gerade frisches Nuss-Zwetschgen-Brot.
Yummi, eine leckere Pavlova ;-)
Zur Belohnug gabs am Abend für alle eine Kuschelstunde und ein spannender Film.
Skype
Am Sonntag benutzten wir ein erstes Mal das Skype, welches Roger noch zusammen mit Jürg eingerichtet hat. So konnten wir gratis übers Internet mit Thömu telefonieren und gleichzeitig chatten. Es war toll, wieder eine Stimme aus dem Freundeskreis zu hören und wir hatten alle drei unseren Spass daran ;-) Etwas später testeten wir das Ganze noch mit Ädu und da er sogar eine Kamera hat, konnten wir ihn sehen. Eine lustige Angelegenheit. Wir sitzen hier in Australien und Ädu auf der anderen Seite der Welt in Willadingen und wir können nicht nur miteinander reden sondern sehen uns auch gleich noch. Ok, an diesem Abend sahen wir Ädu aber er uns nicht. Wir hatten ja noch keine Kamera. Aber was nicht ist, kann ja noch werden ;-)
So verging der Abend rasend schnell und wir waren wieder etwas auf dem neuesten Stand was die Schweiz und unsere Freunde anbelangt.
Ja, das war unsere 20. Woche in Australien. Wir haben ein Eigenheim und sind bezüglich Kommunikationsmittel wunderbar ausgerüstet. Was will man mehr?
Und wehe, es lacht jetzt noch jemand über den Bericht vom Montag! Es war nämlich alles andere als lustig und ich überlege immer noch, ob ich jemals wieder ein Schiff betreten will…
Ach ja, was es noch zu erwähnen gibt: Das Wetter ist tiptop – Sonnenschein und täglich zwischen 22 und 25 Grad. Vergesst bitte nicht, dass wir (im Gegensatz zu euch) Winter haben ;-)
Es schöns Tägli u bis zum nächste Mou
Sibylle & Roger
