27. Juli - 2. August 2009

 

 

Trittst im Morgenrot daher…

 

Jaja, auch auf der anderen Seite der Welt kann man patriotisch sein. Doch wir feierten in dieser Woche nicht nur den 718. Geburtstag der Schweiz, sondern machten neue Bekanntschaften, schauten uns für ein Auto um, rüsteten technisch auf und genossen wieder tolle Menus à la Sibylle.

Route gabs in dieser Woche natürlich keine, schliesslich „wohnen“ wir ja jetzt in Yeppoon.

 

 

 

Echly si ;-)

 

Es ist so schön, einfach nur das Haus, Abbi und die Spaziergänge zu geniessen. Keine Entscheidung treffen, wie die Reise weiter gehen soll und mal nicht aus dem Rucksack leben. Eben: Eifach echly si ;-)

In dieser Woche wurde es abends regelmässig sehr spät (oder eben früh) und dementsprechend schliefen wir morgens lange. Danach gönnten wir uns immer ein ausgiebiges Frühstück und spielten eine erste Runde mit Abbi.

Je nach Tag hatten wir unterschiedliche Sachen zu erledigen, aber immer schön gemütlich. So machts Spass ;-)

Ich betätigte mich weiterhin täglich in der Küche, was folgende Resultate zur Folge hatte: Cordon bleu, Pumpkin-Suppe, asiatische Nudelpfanne mit Gemüse und Fisch, Miesmuscheln an einer scharfen Tomatensauce, Lasagne und gemischtem Salat mit frischen Gartenkräutern, Rüeblitorte und natürlich immer wieder selbst gemachtes Brot.

Roger seinerseits war auch nicht untätig und radelte ins Dorf um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Obwohl…radeln ist doch schon ein bisschen übertrieben…

Aber auch das Feuer im Cheminée war Rogers Aufgabe. Denn man bedenke: Hier ist es immer noch tiefster Winter und abends kann es daher seeeehr kalt werden. Deshalb sorgte Roger für kuschelige Wärme im Wohnzimmer, was auch Abbi in vollen Zügen genoss.

 

 

Cordon bleu

Sooo lecker!

 

 

Dieses Menu genossen wir ganz besonders: Miesmuscheln an einer scharfen Toamtensauce und Salat!

*yummi*

 

 

Und hier gabs Lasagne

 

 

Roger testete Jürgs Elektrovelo und weil es ein Elektrovelo ist, kann man ja auch nicht wirklich von radeln sprechen.

*grins*

 

 

See ya ;-)

 

 

Kuscheln vor dem Kamin

 

 

Und zur Belohnung gabs ein paar Badetücher, damit es sich etwas weicher liegt ;-)

 

 

Der Hund, der glaubt, ein Känguruh zu sein…

 

Mit Abbi haben wir täglich sehr viel Spass und sie scheint es ebenfalls zu geniessen. Besonders die täglichen Spaziergänge im Wald sind ein Highlight und Abbi sorgt regelmässig für Lacher. Sei es beim Spaziergang oder zu Hause ;-)

Am Donnerstag öffneten wir wie jeden Morgen die Tür, die in den Garten führt und eine Schiebetür für auf die Terrasse. Abbi geniesst es, dass sie immer hin und her kann. Mal auf die Terrasse und dann wieder hinten raus. Heute war es nicht anders. Als wir beim Frühstück sassen, zog es quer durchs Wohnzimmer, weshalb ich die Schiebetür zur Terrasse schloss. Schliesslich will ich nicht unbedingt beim Frühstück erfrieren! Einige Minuten später trottete Abbi vom Garten herein und wollte auf die Terrasse. Unser kleiner Tollpatsch schlief aber anscheinend noch etwas und so lief sie in die Scheibe. Der Lacher des Tages stand bereits jetzt fest ;-) Sie schaute ganz konfus zu uns und setzte wieder ihren unwiderstehlichen Blick auf. Sorry Abbi, aber an dieser Stelle konnten wir nicht anders als einfach zu lachen. Es war zu komisch zum Zuschauen ;-)

Aber auch während den Spaziergängen gab es Grund zum Lachen. Fit wie Abbi ist, rennt sie öfters quer durch den Wald. Doch wenn sie so richtig loslegt, hüpft sie wie verrückt. Irgendwann fiel uns auf, dass sie rein farblich kaum von einem braunen Känguruh zu unterscheiden ist. So kamen wir zum Schluss, dass sie sich wahrscheinlich für ein Känguruh hält. In dem Falle wäre ihre Hüpferei wohl eine Tarnung, mit der sie hofft, von den Känguruhs nicht als Hund identifiziert zu werden. Als sie dann auch noch einem Känguruh nachhüpfte (allerdings hatte sie keine Chance), waren wir uns sicher: Abbi ist der Hund, der sich für ein Känguruh hält. Nur schade, dass wir noch kein Foto von diesem Schauspiel machen konnten. Dafür ist sie einfach zu schnell.

 

 

So siehts hier momentan im Wald aus. Da es im Winter kaum regnet, ist alles eher etwas braun. Aber trotzdem sehr schön!

 

 

Verschnaufpause

 
 

Aufrüstung an technischer Front

 

Wie wir schon letzte Woche berichtet haben, benutzen wir inzwischen ab und zu (Oder doch öfters?) das Skype. Und als wir merkten, wie lustig die ganze Sache mit einer Kamera ist (Ädu sei Dank), besorgten auch wir uns eine solche. Nun sind wir vollständig ausgerüstet und wer ebenfalls Skype eingerichtet hat, kann uns während dem Telefonieren sogar sehen. Eine amüsante Sache, die zu Spielereien verleitet. Gäuet, Thömu u Üelu ;-)

 

 

1. August in Australien

 

Wie so viele Feiertage und Feste verbringen wir natürlich auch den 1. August in Downunder. Im Gegensatz zu anderen Feiertagen verbrachten wir aber diesen Tag richtig schweizerisch. Dazu benötigt es aber eine kurze Rückblende: Ende März besuchten wir Barbara (Engländerin) und Fritz (Schweizer) in Gladstone und erzählten ihnen, dass wir im Juli/August für sechs Wochen in Yeppoon sein werden. Sie wiederum erzählten, dass sie jedes Jahr am 1. August mit ein paar Freunden den Schweizer Nationalfeiertag mit einem Fondue feiern und sie uns gerne dazu einladen möchten. Und so erinnerten wir uns diese Woche wieder an die Einladung und meldeten uns bei ihnen. Sie freuten sich, dass wir daran gedacht hatten und wir verabredeten uns für Samstag. Ein Fondue in Australien…Raclette hatten wir ja schon ;-)

So nahmen wir am 1. August kurz nach Mittag die Fahrt nach Gladstone in Angriff. Vor uns lagen etwas mehr als 160 km und somit mindestens zwei Stunden Fahrt. Da wir mehrere Male Sonntagsfahrer (und das an einem Samstag) vor uns hatten und uns in Gladstone kurz verfahren hatten, dauerte die Fahrt 2 ½ Stunden und wir trafen um 16:30 bei Barbara und Fritz ein. Fritz stellte uns allen anderen vor und rasch waren wir im Gespräch mit den verschiedensten Leuten und das alles in Englisch. Puh, das bringt mich noch immer ins Schwitzen ;-) Doch plötzlich, es war kaum zu glauben (jaja, auch ich sprach englisch, aber das war es nicht, was ich hier meine): Es waren fast mehr Leute hier, die schweizerdeutsch sprachen als englisch! Sogar ein Lausanner war dabei und es gab gleich noch eine weitere Überraschung: Er (Chris) und seine Ehefrau Karen wohnen in Yeppoon. Schwupdiwupp hatten wir eine neue Bekanntschaft gemacht und auch gleich eine Einladung zum BBQ erhalten. So geht das hier nämlich ;-)

Nach dem gemütlichen Apéro gab es nun ein leckeres Fondue und es wurde eifrig weiter geplaudert und gelacht. Wir liessen uns von den anderen Schweizern erzählen, was sie vor mehreren Jahrzehnten (Walter ist zum Beispiel schon seit 57 Jahren in Australien) nach Downunder gezogen hat und was sie so erlebt haben. Ganz ohne Heimweh ging es aber scheinbar bei niemandem.

Nach dem Fondue gabs dann noch ein 1. Augustfeuer. Aufgrund der Trockenheit eigentlich gar nicht erlaubt. Fritz, eigenwillig wie er aber ist, hat es sich kurzerhand selbst erlaubt und so kamen wir in den Genuss eines zweiten schweizerischen Brauches.

Mit Rüeblitorte (ausser den Marzipan-Rüebli zur Dekoration erhielt ich auch hier alle Zutaten) und Linzertorte schlossen wir den schönen und lustigen Abend ab.

Um 22:30 machten wir zwei uns wieder auf den Heimweg nach Yeppoon und sahen unterwegs mehrere Känguruhs über die Strasse hüpfen oder am Strassenrand stehen. Kein Wunder, werden diese niedlichen Geschöpfe regelmässig überfahren.

Kurz nach Mitternacht kamen wir zu Hause an und wurden freudig von Abbi empfangen. Zur Entschädigung, dass sie so lange auf uns warten musste, spielten wir jetzt noch ein wenig mit ihr, bevor wir alle drei müde zu Bett gingen. Abbi natürlich ins Körbchen ;-)

So hatten wir uns heute typisch schweizerisch UND typisch australisch verhalten: Denn dass man nur mal eben über 160 km zu einem Nachtessen fährt und am selben Abend wieder retour, ist hier normal. Ist ja auch keine sooo grosse Distanz. Australien eben ;-)

 

 

 

Unsere Fondue-Gruppe am Nationalfeiertag

6 v.l. ist Fritz und neben ihm Barbara, unsere beiden Gastgeber.

Thank you! It was great!

 

 

Voller Vorfreude aufs Fondue ;-)

 

 

Eifrige Vorbereitungen und ein erster Geschmackstest.

 

 

Unverkennbar: Ein Fondue!

 

 

*yummi*

 

 

Jaja, so richtig schweizerisch :-)

Die Englandfahne ist ebenfalls fester Bestandteil dieses Tages. Schliesslich ist Barbara Engländerin.

 

 

Unser 1. August-Feuer

 

 

Ein Tänzchen in Ehren...

 

 

Der Lausanner und der Koppiger, die sich in Gladstone trafen und beide in Yeppoon wohnen ;-)

 

 

*smile*

 

 

So geht eine weitere Woche voller schöner Erlebnisse zu Ende und wir freuen uns auf die nächste Woche, die schon jetzt viel Spannendes verspricht. Aber wartet ab ;-)

 

Machts gut, geniesst das Leben und wenn euch jemand fragt, was eure Hobbies sind, gebt einfach folgende Antwort: „Echly si…u echly chille.“ Hinterfragt aber diese Antwort nicht zu sehr, denn es ist wieder einmal ein Insider ;-)

 

Take care and a big hug to all of our family and friends!

 

Sibylle & Roger