21. - 27. September 2009

 

 

 

Halli Hallo

Wir hoffen ganz fest, dass es euch in der vergangenen Woche etwas besser erging als uns. Wir starteten am Montag wie immer super in eine neue Woche und freuten uns schon auf all die tollen Sehenswürdigkeiten. Denn schliesslich stand der Grenzübertritt nach Western Australia und somit eine neue Gegend an. Den Grenzübertritt haben wir dann auch geschafft, aber das war dann auch schon fast alles. Aber seht selbst, was sich alles ereignet hat oder eben auch nicht…

Zur allgemeinen Beruhigung muss ich hier aber noch erwähnen, dass es uns beiden gut geht und wir gesund sind! Nicht, dass ihr jetzt noch Angst um uns habt.

 

 

Unsere Route in dieser Woche

 

Keep River NP (Northern Territory) – 100 km vor Halls Creek (Western Australia) – Halls Creek

 

 

Letzter Tag im Northern Territory

 

Am Montag stand wieder einmal fahren auf dem Programm, denn schliesslich wollten wir bis kurz vor die Grenze zu Western Australia kommen und das war immerhin eine Strecke von 450 km. Es lohnte sich auf dieser Strecke wieder ganz besonders, den Blick auf die Landschaft zu werfen. Es wurde langsam wieder hügeliger und felsiger und die Farben waren sowieso wunderschön. So machten wir dann auch den einen oder anderen Fotostop, um die roten Felsen mit den grünen Bäumen zu fotografieren oder um den Victoria River zu bestaunen. Es war wunderschön!

Am späteren Nachmittag sollte dann laut unserer Strassenkarte langsam der Rastplatz kurz vor der Grenze auftauchen, wir fanden diesen aber nicht. So entschieden wir uns, in den Keep River NP hinein zu fahren und dort zu übernachten. Und es war eine sehr gute Entscheidung. Der Campingplatz war sehr schön gelegen und es hatte fast rundherum Felsen mit einer moosähnlichen Schicht und einigen Bäumen darüber. Schwer zu erklären, wie es aussah, aber es war wunderschön.

Ja, so ging unser letzter Tag im Northern Territory langsam dem Ende entgegen und wir freuten uns riesig auf die Kimberleys in Western Australia.

 

 

Solche Anblicke begleiteten uns auf der ganzen Strecke.

 

 

Victoria River

 

 

Keep River NP

Hier richteten wir unser letztes Nachtlager im Northern Territory her.

 

 

Richtig idylisch

 

 

Western Australia

 

Dienstags begann endlich das Abenteuer Western Australia. Von diesem Bundesstaat haben wir noch gar nichts gesehen, aber schon viel gehört und dementsprechend waren wir gespannt. Wie wir halt sind, haben wir uns gut vorbereitet und all unsere Früchte und das frische Gemüse gegessen und den Honig gut zwischen den Kleidern versteckt. Wieso das alles? Nun ja, über die Grenze nach Western Australia darf man alles Mögliche nicht mitführen und dazu gehören eben Gemüse, Früchte, Honig und noch viele andere Sachen. Denn in all diesen Sachen können sich Keime verstecken, die dann Krankheiten nach Western Australia bringen, die sie dort noch nicht haben. Ganz schlimm scheinen die Fruchtfliegen zu sein. Wir wurden dann am Checkpoint auch aufgefordert, alle Türen zu öffnen und die Boxen, die nach Esswaren aussahen, wurden kontrolliert. Den Honig fanden sie zum Glück nicht ;-)

So waren wir also nun in Western Australia und stellten unsere Uhren zurück. Ist ja schon komisch: Auf einer Seite der Grenze ist es einfach plötzlich anderthalb Stunden früher als nur wenige Meter vor der Grenze.

Dann fuhren wir ca. 55 km bis nach Kununurra, wo wir uns nochmals eine Dusche gönnten (wer weiss, wann wir wieder die Gelegenheit haben…), die allerdings nicht so entspannend war. Alles war voller grosser schwarzer Käfer und ich kam noch während dem Duschen mächtig ins Schwitzen, weil ich mich so beeilen wollte. Ich bleibe bei meiner Einstellung und finde alles, was krabbelt, kriecht und hüpft eklig. Aber was solls, duschen konnte ich und wenn ich gewusst hätte, wann ich erst wieder eine Dusche sehen werde, hätte ich mich vielleicht sogar ein wenig mit den komischen Viechern abgefunden. Danach kauften wir wieder Obst und Gemüse ein und hatten schlussendlich einen Vorrat für die nächsten fünf Tage. Zum Glück…

Da es die Zeit erlaubte, machten wir noch einen Abstecher nach El Questro. Die Strasse dorthin war wieder eine 4WD und ziemlich holperig. Also an entspanntes Fahren war während diesen 50 km hin und wieder zurück nicht zu denken. Dafür konnte ich wieder eine kleine Flussdurchfahrt machen und diesmal gibt’s sogar Fotos davon. Juhui ;-)

In El Questro wurden wir dann darauf hingewiesen, dass das Gebiet als Privatgelände gilt und man eine Vignette bezahlen muss. Pro Person 17 AUD! Angeblich sei das bei der Abzweigung an einer Tafel so geschrieben, wir haben aber davon nichts gesehen. Scheinbar überzeugten wir die Dame an der Kasse und sie verlangte einmalig 17 AUD. Wir fragten dann nach einem kurzen Walk, da wir nicht stundenlang Zeit hatten und erhielten die Info, dass alle „Wanderungen“ zu Wasserlöchern mindestens eine Stunde für einen Weg dauern. Aber wir könnten auch einfach hier beim Shop baden. Das machten wir dann auch, denn schliesslich fuhren wir nicht diese ganze Strecke dorthin, um dann einfach zu bezahlen und wieder umzukehren. Nachdem alle drei wieder frisch waren, fuhren wir weiter Richtung Bungle Bungle. Diese beeindruckende Felsformation wollten wir uns am Mittwoch anschauen. Für diesen Abend nutzten wir den Rastplatz direkt vor dem Eingang zum National Park, so dass wir am frühen Morgen gleich hinein fahren können.

Ab jetzt nahm aber leider das Übel seinen Lauf. Ich parkierte unsere Miss Abbi, Roger suchte Feuerholz zusammen und Anne und ich begannen, die Zelte aufzustellen. Anne fand dann, dass wir doch gleich näher zu Tisch und Bänken fahren können und so nicht immer mit allem hin und her laufen müssten. Ok, ich setzte mich wieder hinters Steuer und wollte umparkieren. Doch Miss Abbi machte keinen Wank mehr. Roger hielt das dann zuerst für einen Witz, als ich es ihm erzählte, doch er merkte schnell, dass es kein Witz war. Optimistisch wie wir sind, hofften wir auf den nächsten Morgen. Schliesslich hatten wir dem Auto an diesem Tag einiges abverlangt und die Hitze ist auch nicht zu unterschätzen. Zudem haben wir heute auch noch die 5'000 km geknackt. Miss Abbi wollte sicherlich einfach etwas ihre Ruhe haben.

Wir machten dann ein gemütliches BBQ und freuten uns auf die Bungle Bungle am nächsten Tag.

 

 

 

Grenze vom Northern Territory nach Western Australia

 

 

Was wie ein Zollhäuschen aussieht ist hier in Tat und Wahrheit eine Kontrollstation, damit man auch wirklich keine Früchte und kein Gemüse nach Western Australia einführt.

 
 

Roger kontrolliert schon mal, ob das Wasser auch wirklich nicht zu tief ist für unsere Miss Abbi.

 

 

Und ich hatte meinen Spass beim Durchqueren des Flusses ;-)

 

 

Nichts geht mehr

 

Da wir nun in Western Australia waren und die Uhren umgestellt wurden, wurde es am Mittwoch sehr früh hell und um 5:20 Uhr krochen wir bereits aus unseren Zelten. Es schien ein perfekter Tag zu werden, da wir nun sogar im Zeitplan etwas Vorsprung hatten. Wie immer frühstückten wir, räumten danach alles zusammen und füllten Miss Abbi sogar noch Öl nach. Dann kam der spannende Moment und ich drehte den Zündschlüssel. Nichts! Miss Abbi wollte einfach nicht und wir versuchten es mit dem Jump Starter. Doch auch das half nichts und so wurde Unterstützung zum Anschieben gesucht. Es fanden sich dann zwei Opfer und wir gaben alles. Aber auch das nützte nichts und nun waren wir mehr als ratlos. Typisch australisch kam dann jeder Mann, der auf diesem Rastplatz war zu uns und schaute in den Motor. Alles Mögliche wurde gefragt, diverse Lösungsansätze diskutierte man und einige Sachen wurden ausprobiert. Alles ohne Erfolg. Was nun? Ein Ehepaar bot dann an, dass eine Person von uns mit ihnen nach Warnum fahren könne, um im dortigen Roadhouse vielleicht einen Mechaniker auftreiben zu können. Denn Telefonempfang hatte man natürlich auf diesem Rastplatz nicht. Schnell war klar, dass Roger das machen würde und er packte seinen Rucksack. Kurze Zeit später kam ein anderes Paar aus den Bungle Bungle retour, weil sie Probleme mit dem Auto hatten. Das war zumindest für uns ein Glücksfall. Die waren natürlich gut versichert und hatten eine Road Assistance. So fuhr also das andere Ehepaar, das uns die Mitfahrgelegenheit anbot nach Warnum und rief im Auftrag vom anderen Paar deren Versicherung an, dass die mal zu uns kommen. Jetzt begann das Warten und das Diskutieren. Jeder hatte natürlich eine Idee, was das Problem bei unserem Auto sein könnte und ein Australier kam dann auch mit einer Ersatz-Zündungsspule zu uns, da er vermutete, dass diese bei uns kaputt war. Das brachte aber nicht den erwünschten Erfolg und so warteten wir weiter auf den Mechaniker. Dieser traf dann am späten Nachmittag ein und löste zuerst das Problem des anderen Paares. Die hatten Glück und es war nur eine Kleinigkeit. Netterweise schaute er sich auch unser Auto an, lächelte ein bisschen über die bereits getätigten Versuche und sagte dann aber auch, dass es die Zündungsspule sein müsste. Soweit so gut, nun kam aber hinzu dass wir 107 km von Halls Creek entfernt waren und er ja nicht einfach eine Spule bei sich hatte. Wir fragten ihn, wie das denn jetzt laufen würde und bekamen folgende Antwort: Er könne uns eine Spule bestellen, die dann von Kununurra oder eventuell von Darwin geliefert werde. Diese könne er uns dann auf den Rastplatz bringen lassen und Roger könne sie dann selbst wechseln. Das Ganze würde drei bis vier Tage dauern und wir könnten dann bei unserer Durchfahrt in Halls Creek einfach zu ihm in die Garage kommen und alles bezahlen. Na gut, drei bis vier Tage lassen sich hier wohl aushalten dachten wir und vielleicht dauert es ja dann auch nicht sooo lange. Wir gaben die Bestellung also in Auftrag, etwas anderes blieb uns ja auch gar nicht übrig.

So richteten wir unser Nachtlager wieder ein und stellten uns auf einen etwas längeren Aufenthalt ein. Es war nicht der schlimmste Rastplatz, den wir bis jetzt gesehen haben (und wir haben schon manchen gesehen), aber es war eben auch kein Delux Campingplatz. Es hatte ein Plumpsklo, ein paar Schattenplätze, ein kleiner Bach mit stehendem, aber recht sauberem Wasser und das war es dann auch schon. Also fliessend Wasser suchte man vergebens und somit mussten wir uns auch Gedanken zum Trinkwasser machen. Wir hatten zwar einiges dabei, aber nicht genügend um drei Personen bis zu vier Tage damit zu versorgen. Es meldete sich dann aber gleich ein älteres australisches Ehepaar, das seinen Wohnwagen ein paar Meter vor uns hatte und meinte, wir sollen uns nur bei ihnen melden, falls wir etwas benötigen. Und eine andere Familie füllte uns gleich 12 Liter Wasser ab. Wir waren begeistert von dieser Hilfsbereitschaft.

So ging dieser Tag mit gemischten Gefühlen, aber voller Zuversicht zu Ende.

 

 

Das lange Warten nimmt seinen Lauf…

 

Am Donnerstag ereignete sich nichts weltbewegendes, was soviel heisst, dass unsere Spule nicht eintraf. Wir verbrachten den Tag mit Lesen, Karten schreiben, Spielen, Rumliegen und Reden. Zwischendurch fragten uns Shirley und Colin (das ältere Ehepaar) ob es uns gut geht und brachten kalte Getränke rüber. So gesehen waren wir gut versorgt.

Am späteren Nachmittag traf dann ein Zürcher Ehepaar mit ihrem Gefährt ein und wir staunten nicht schlecht. Das war ein halber Lastwagen, links gesteuert (nicht vergessen, wir sind in Australien, also ist das Lenkrad rechts) und mit ZH-Nummernschilder. Das haben wir noch nie gesehen und uns wäre es auch noch nie in den Sinn gekommen, dass man das Auto hierher verschifft. Naja, es gibt nichts, was es nicht gibt ;-) Wir sprachen die Beiden dann an, schilderten ihnen natürlich auch unser Problem und Armando schaute sich den Motor an. Er zweifelte, dass es wirklich die Spule ist, aber etwas ändern konnte er natürlich auch nicht. Netterweise boten er und Ursi uns aber noch Wasser an, falls wir bräuchten. So war auch dieser Tag ohne wirkliches Erfolgserlebnis zu Ende und wir hofften auf den nächsten Tag.

Das Warten ging dann am Freitag weiter und mit jedem Auto, das kam, hoffte man, dass es unsere Spule bringt. Aber es blieb beim Hoffen.

Am nächsten Morgen nahmen wir dann noch dankend das Angebot von Ursi und Armando an, dass sie uns am Samstag nach Halls Creek abschleppen würden, falls wir immer noch auf dem Rastplatz stehen sollten. Natürlich wünschten wir uns alle, dass wir uns am Samstag nicht mehr sehen werden und wir verabschiedeten Uris und Armando, welche in die Bungle Bungle fuhren.

Für uns war das der dritte Wartetag und langsam aber sicher war es nicht mehr so lustig. Wir hatten zwar immer etwas Gesellschaft, bekamen immer von irgendwo Wasser und Essen hatten wir längstens genug, aber eine Zündspule und eine Dusche hätten uns mehr geholfen…

 
 

So siehts aus, wenn man sich mitten im Outback das Badezimmer einrichtet.

 

 

Unser Zuhause für vier Tage, inklusive "Muni" ;-)

 

 

Und so sah unsere Umgebung aus.

 

 

Sogar (stehendes) Wasser hatten wir ;-)

 

 

Schweizer Abschlepp-Konvoi

 

Anne zog am Samstagmorgen mit einem holländischen Pärchen weiter Richtung Broome und bei Roger und mir stieg langsam die Verzweiflung. Die Spule tauchte nicht auf, der Zeitplan wurde immer knapper und dann war da noch die Frage, ob es denn wirklich an der Spule liegt und nicht doch etwas anderes kaputt ist. Fragen über Fragen und endlose Diskussionen, was uns alles nicht weiterbrachte. Aber wenn man vier Tage mitten in der Pampa festsitzt, ohne irgendwelche Infrastrukturen, kommt man eben ins Grübeln.

Als gute Tat und in der Hoffnung, das Schicksal etwas milde zu stimmen, retteten wir dann noch eine Fledermaus aus dem Stacheldrahtzaun. Danach bekamen wir noch Bekanntschaft von weiteren Schweizern, die ebenfalls ihr Auto verschiffen liessen und deshalb ZG-Nummernschilder dran hatten. Während wir uns unterhielten trafen auch die Zürcher wieder ein und waren sehr erstaunt, dass wir noch immer dort waren. Zum Glück stand ihr Angebot noch immer, dass sie uns nach Halls Creek abschleppen, denn noch länger dort zu sitzen hätten wir nun doch nicht mehr ausgehalten.

So wurde das Abschleppseil angebracht, Instruktionen erteilt, Funkgeräte verteilt und wir verabschiedeten uns noch von Shirley und Colin. Die beiden sind ja so süss und warten extra noch bis am Montag auf dem Rastplatz, falls die Spule in dieser Zeit dorthin geliefert werden sollte. Dann könnten sie sagen, dass wir inzwischen in Halls Creek warten. Dann gings los. Da die Zuger in die gleiche Richtung fuhren, schlossen sie sich uns gleich an und so entstand in dieser ernsten Situation ein lustiges Bild: Zürcher (mit ZH-Nummernschilder) schleppen Solothurnerin und Berner ab und Zuger (mit ZG-Nummernschilder) fahren hinterher und das alles in Australien. Dies war eine amüsante Situation ;-)

So liessen wir uns die 107 km bis nach Halls Creek abschleppen und trafen dort zwei Stunden später beim Mechaniker ein. Dieser erinnerte sich immerhin noch an uns und meinte, dass die Spule von Perth per Post komme, aber eigentlich schon am Freitag bei ihm hätte sein müssen. Da dies aber jetzt nicht der Fall war und am Montag noch ein Feiertag ist und somit die Post geschlossen hat, würde es mindestens Dienstag werden, bis er die Spule habe. Ich muss hier wohl nicht beschreiben, welche Wörter mir durch den Kopf gingen und wie ich mich fühlte. Das Ganze verschlimmerte sich dann auch noch, als Roger nochmals nachfragte, ob er sich wirklich ganz sicher sei, dass es an der Spule liege und er meinte, er könne das natürlich nicht mit Sicherheit sagen. Das würden wir dann sehen, wenn die neue Spule eingebaut sei. Ich sage euch, mir war es nur noch zum Heulen zu Mute!

Nach diesen Nachrichten liessen wir uns noch bis zum Campingplatz ziehen und bauten dort unser Schweizer Lager auf. Immerhin waren wir ja jetzt zu sechst. Grundsätzlich war es eine sehr lustige Runde und unter anderen Umständen hätte ich es auch geniessen können. Aber so? Schliesslich müssen wir am 4. Oktober in Perth sein, weil wir den Zug nach Adelaide gebucht haben, um dort meine Eltern auf dem Flughafen in Empfang zu nehmen. Shit!

 

 

Jaja, auch Zuger sind in Australien unterwegs ;-)

 

 

Unser "Zugpferd" nach Halls Creek

 

 

Die Zuger folgten uns und so entstand der Schweizer Abschlepp-Konvoi ;-)

 

 

Unterwegs hatte ich mehr Zeit als mir lieb war um die Landschaft zu bewundern.

 

 

Halls Creek

 

Am Sonntag frühstückten wir alle zusammen und ich hätte mich am Liebsten irgendwo verkrochen. Dauernd fragte ich mich, wieso das ausgerechnet jetzt, wo wir einen fixen Termin haben, passieren muss. Ansonsten würde das doch keine Rolle spielen. Aber eben, solche Fragen bringen einem höchstens um den Verstand aber nicht weiter.

Am Nachmittag schauten wir zwei uns Halls Creek an, oder zumindest einen Teil davon. Der Ort ist zwar mitten im Nichts aber immerhin hat es eine Post, einen kleinen Supermarkt, Motels, Tankstellen, Bottle Shop (ok, den findet man wirklich überall), Visitor Center und einen Polizeiposten. Also eine gewisse Infrastruktur ist vorhanden und Natelempfang haben wir auch wieder.

Wir erkundigten uns dann nach dem Greyhound Bus für nach Perth, damit wenigstens einer von uns Beiden nach Adelaide kommt innerhalb nützlicher Frist. Momentan ist das zwar nur für den worst case gedacht, aber wir wissen ja nicht, wie sich das alles entwickeln wird.

Danach verbrachten wir einen sehr gemütlichen Abend mit Ursi und Armando und das lenkte uns doch etwas ab.

 

 

 

Ja, das war unsere 29. Woche in Australien. Diesmal schien uns das Glück etwas verlassen zu haben und wir hoffen ganz fest, dass es nächste Woche besser läuft und wir vom Fleck kommen. Ansonsten müssen wir auf Plan B ausweichen und erst einmal getrennte Wege gehen. Aber keine Angst Mami und Papi, mindestens ich werde in Adelaide sein, wenn ihr ankommt.

Bitte drückt uns ganz fest die Daumen!!!

 

 

Eure beiden Weltenbummler

 

Sibylle & Roger