21. - 27. Dezember 2009

Das wünschen wir euch von ganzem Herzen!!!

 

 

Unten könnt ihr einen ersten Vorgeschmack dessen sehen, was wir an Heiligabend erleben durften!

Ich sage nur eines: Traumhaft romantisch!
 
 

 

 

 

Merry Christmas!!!

Jupi, in dieser Woche war es endlich soweit. Mein lang ersehntes Weihnachtsfest in der Ferne und vor allem im Sommer war da! Und wisst ihr was? Wir hatten wirklich traumhaftes Wetter mit über 30 Grad Celsius und Sonnenschein pur! Neidisch? Wir können es verstehen ;-)

 

 

Unsere Route in dieser Woche

 

Broome – Port Hedland

 

 

Noch immer der Cyclon Laurence

 

Nachdem die Nacht von Sonntag auf Montag sehr regnerisch und stürmisch war, sah auch der Montag immer noch sehr trüb aus. Wir entschieden uns deshalb zuerst einmal für eine Runde Ausschlafen und danach gab es ein gemütliches Frühstück. Derweil wurde der Himmel immer dunkler und der Wind stärker, bis plötzlich mehrere Äste daher geflogen kamen. Wir waren ganz schön froh, drinnen zu sein, schauten aber gebannt dem Wetter zu. Als wir etwas später einkaufen gingen, mussten wir sogar im Woolworth aufpassen, dass wir nicht nass wurden. Denn das Dach des Einkaufcenters schien nicht an allen Stellen regendicht zu sein. Aber die Leute hier scheinen sich das ja gewohnt zu sein ;-)

Wir für unseren Teil packten unsere Einkäufe ins Auto nachdem der Regen etwas nachgelassen hatte und fuhren zum Cable Beach. Dieser berühmte Strand von Broome, vielleicht sogar einer der berühmtesten Australiens, wollten wir uns bei diesem Wetter ein erstes Mal anschauen. Unterwegs öffneten aber zuerst einmal die Wolken wieder ihre Schleusen und wir glaubten kaum, wie viel Regen hier auf uns niederprasselte. Die Strassen standen innerhalb weniger Minuten grösstenteils unter Wasser und man tat gut daran, ein paar Minuten an den Strassenrand zu fahren und diesem Spektakel zuzusehen. Als dann das Gröbste vorüber war, fuhren wir wieder weiter und Miss Abbi konnte den letzten Kreisel vor dem Strand quasi durchschwimmen. Roger machte Fotos und ob ihrs glaubt oder nicht, aber er stand bis zu den Knien im Wasser ;-)

Und dann standen wir da. Am Cable Beach in Broome! Immer wieder haben wir davon gehört, immer nur das Beste und nun konnten wir wirklich hier sein! Einfach nur schön! Auch hier schauten wir wieder einer Weile dem Wetter und auch den Möwen zu. Diese lagen überwiegend im Rasen, da fliegen bei dem Wind wohl nicht praktisch war und sobald sie versuchten umher zu laufen, konnten sie nur noch seitwärts gehen. Ein lustiges Schauspiel ;-)

Danach setzten wir uns gemütlich ins Restaurant direkt am Strand und liessen es uns gut gehen. Was will man auch anderes tun in dem Moment? ;-) Aber auch dieser Moment ging langsam zu Ende und als wir wieder retour in die YHA fuhren, war doch tatsächlich das meiste Wasser auf der Strasse bereits verschwunden.

Zurück in der YHA setzte ich mich wieder hinter die Wochenberichte und Fotos für unsere Homepage, damit ihr auch etwas zu lesen habt über die Feiertage und mein Schätzu übernahm das Kochen. So ging ein stürmischer Tag ganz gemütlich zu Ende ;-)

 

 

Der Wind fegte ganz schön heftig!

 

 

Manchmal sah es mehr nach Weltuntergang als nach Cyclon aus!

 

 

Eigentlich hätten wir hier ja besser ein Kajak als unsere Miss Abbi benutzt.

 

 

Aber Miss Abbi ist ja schliesslich ein tapferes Mädchen ;-)

 

 

Cable Beach bei Sturm

 

 

Wir machten alles Mögliche und die Maus knabberte unsere Vorräte an

 

Dienstag und Mittwoch wurde das Wetter langsam besser und es sah so aus, als ob wir Weihnachten bei schönstem Wetter verbringen können. Jupi!

Wir zwei benutzten diese beiden Tage um die Homepage auf Vordermann zu bringen, unsere Reiseroute bis Silvester zu planen, Weihnachten zu planen und einen Stadtrundgang zu machen. Broome ist wirklich ein sehr schöner Ort, in dem für jeden etwas dabei ist. Aber der Strand, der ist wirklich das absolute Highlight!

Während wir also mit den verschiedenen Aufgaben beschäftigt waren und nachts brav schliefen, schien die hausinterne Maus vor allem nachts sehr aktiv und hungrig zu sein. Denn als wir eines Morgens unseren Green Bag genauer anschauten, sahen wir, dass unsere Kekse angeknabbert waren und auch die Chips hatten Knabberspuren. Also wirklich gesund ernährt sich diese Maus ja auch nicht gerade. Im Kühlschrank hätten wir nämlich noch Salat gehabt, aber dort war es ihr wahrscheinlich zu kalt ;-)

 

 

Die Maus war wohl hungrig und hatte nicht viel Sinn für eine gesunde Ernährung ;-)

 

 

Boab Tree

 

 

Meine geliebten Frangipani!

 

 

Heiligabend und der Weihnachtstag

 

Jetzt war sie endlich da, meine Weihnacht! Ich hatte mich schon soooo lange auf diese Tage gefreut und damit wohl auch einige Leute genervt ;-) Aber was soll’s, ich geniesse diese Zeit immer sehr und das sollte hier in Downunder nicht anders sein. Mit Schnee können wir leider nicht dienen. Obwohl…den hattet ihr wohl an Weihnachten auch nicht mehr ;-) Dafür herrschten hier sommerliche Temperaturen mit deutlich über 30 Grad Celsius und Sonnenschein pur.

Jetzt wollt ihr sicherlich wissen, was wir alles unternommen haben an diesen Festtagen. Nun, das könnt ihr den nächsten Zeilen entnehmen. Soviel sei aber schon im Voraus verraten: Es waren wunderschöne Weihnachten, die wir nie im Leben vergessen werden!!!

Heiligabend war ein sehr aktiver Tag, der vor allem früh begann. Um 7:00 Uhr klingelte bereits der Wecker und nach einem gesunden Frühstück wollten wir um 8:30 Uhr losfahren. Zuerst musste aber noch Öl und Kühlwasser unserer Miss Abbi kontrolliert werden. Dabei schaute Roger etwas genauer in den Motor und ihm begegneten Ameisen. Wo diese Viecher wohl schon wieder herkommen? Und wieso stinkt es überhaupt dermassen? Suchen war angesagt und plötzlich hörte ich nur noch ein lautes „Wääääh!“. Was hatte Roger entdeckt? Es ist eklig, aber ich schreibe es hier trotzdem. Ein toter Frosch. Dem hat es wahrscheinlich zuviel geregnet und er suchte in unserem Motor Unterschlupf.

Als das Übel beseitigt war, fuhren wir zur Willi Creek Pearl Farm. Jep, das ist eine Perlen-Farm. Unterwegs begegneten uns ausnahmsweise viele Lizards, auch einige sehr grosse Blue Tongue Lizards und eine Menge Krebse, die sich in den Pfützen auf dem Weg tummelten. Kurz vor 10:00 Uhr kamen wir am Ziel an und schauten uns zuerst im Shop um. Die hatten wirklich sehr schöne und sehr teure Sachen. Wow! Danach wurde uns erzählt, wie die gesamte Perlenzucht funktioniert, welche Austern es gibt, was eine Perle wertvoll macht und dass man tatsächlich 75'000 Dollar für eine Perle verlangen kann. Ja, ihr habt richtig gelesen. 75'000 Dollar für eine einzige Perle! Aber das ist wirklich nicht alltäglich. Im Jahr 2006 erntete die Farm eine „goldene“ Perle mit einer Grösse von 21 mm. Die Perle war Champagner farbig und perfekt rund. Überhaupt erfüllte sie alle Kriterien und eine Dame aus Sydney kaufte die Perle für die bereits erwähnten 75'000 Dollar. Wahnsinn!

Wir machten dann noch eine kurze Fahrt auf einem Boot (ohne seekrank zu werden) und dort wurde uns noch etwas zur regelmässigen Reinigung der Aussenseite der Austern und den Arbeitern erzählt.

Anschliessend gab’s eine kurze Demonstration im Shop und es wurden mehrere Ketten mit mehr oder weniger wertvollen Perlen gezeigt. Eine dieser Ketten zählte 19 Perlen und hat sage und schreibe den Wert von 59'600 Dollar! Unglaublich, dass man so teuren Schmuck kaufen kann! Alle die wollten, durften sich die Kette umlegen lassen und ich wollte natürlich auch. Einmal im Leben eine Kette mit diesem Wert zu tragen, das muss man erlebt haben. Irgendwie ein spezielles Gefühl ;-)

Nach dem Besuch der Pearl Farm gingen wir in die YHA und packten unsere Sachen für den Strand. Denn den Nachmittag wollten wir am Cable Beach verbringen. Der war bei diesem schönen Wetter gleich noch mal schöner als am Montag und wir fackelten nicht lange, sondern machten uns sofort auf den Weg ins Meer. Das Wasser war richtig warm und es machte riesigen Spass! Wir planschten ein wenig im Wasser umher und legten uns dann noch etwas an die Sonne. Und kurz vor 17:00 Uhr kam dann das absolute Highlight des Tages und somit auch unser ganz persönliches Weihnachtsgeschenk: Camel Riding! Ja, wir hatten tatsächlich einen einstündigen Kamelritt bei Sonnenuntergang gebucht ;-) Die Vorfreude war bei beiden riesig! Uns wurde das Kamel Abasine zugeteilt und als wir drauf sassen und es sich erhob, sahen wir schnell, dass es eines der grössten in der Gruppe war. So ritten wir also hoch zu Kamel den Cable Beach entlang und die Sonne senkte sich immer mehr gegen das Meer. Die Stimmung war einmalig und wir konnten unser Glück kaum fassen. Während sich die Sonne und der Himmel langsam orange färbten, fühlten wir uns wie im siebten Himmel! Wir hatten freie Sicht aufs Meer und somit auf den Sonnenuntergang und alles war noch viel schöner als auf den Postkarten dargestellt! Es war unglaublich romantisch und wir waren einfach nur seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr glücklich!!!!!!!!!!! Mehr Worte gibt es für dieses Erlebnis nicht, ihr müsst einfach die Bilder auf euch wirken lassen. Und wenn ihr mal in Broome sein solltet, dürft ihr dieses Abenteuer nicht auslassen!

Den 25. Dezember gingen wir, noch immer vom Vorabend verzaubert, etwas ruhiger an. Ich beschäftigte mich den ganzen Vormittag mit unserer Homepage und Roger widmete sich seinem spannenden Buch. Kurz nach Mittag gab’s in der YHA ein Christmas-Buffet, bei dem auch wir nicht fehlten und dann fuhren wir nochmals zum Cable Beach. Wir wollten noch einmal das warme Meer und den tollen Strand geniessen. Bei dieser Gelegenheit kam auch gleich wieder unsere Samichlouse-Mütze zum Einsatz ;-)

Wir müssen schon sagen, so ein Bad im Meer bei beginnendem Sonnenuntergang ist der Hammer!

Danach holten wir unseren Snack und eine Flasche Sekt aus dem Auto und legten uns in eine Wiese oberhalb des Strandes. Von dort aus hatten wir eine uneingeschränkte Sicht auf den Sonnenuntergang und wir fühlten uns ein weiteres Mal überglücklich!

Schöner hätten diese beiden Tage für uns nicht sein können und wir werden dieses Weihnachtsfest ganz bestimmt niemals vergessen! Es war wahnsinnig schön und romantisch!!!

 

 

Unzählige Krebse säumten die Strasse.

 

 

Roger spielte Verkehrsregler ;-)

Ob die Krebse seine Zeichen verstanden?

 

 

So sehen diese Austern im Innern aus.

 

 

59'600 Dollar!

 

 

Miss Abbi's Rücken-Dekoration und...

 

 

...Miss Abbi's Front-Dekoration!

Aber jetzt keine dummen Sprüche, wir beide sind nur Beigemüse. Die Deko besteht lediglich aus den Girlanden ;-) Nicht dass ihr meint, ich sei die Kühlerfigur ;-)

Wir erhielten im Fall sehr viele Komplimente!

 

 

Roger ist ready...

 

 

...und auch ich freute mich riesig auf das Camel Riding!

 

 

Hoch zu Kamel ;-)

 

 

Himmlisch!

 

 

This sunset was just amazing!

 

 

Mein Samichlous am Cable Beach im Meer ;-)

I love you, my darling!

 

 

Und ab in die Wellen ;-)

 

 

Juhu, auch die Samichlousine war am Cable Beach ;-)

 

 

Und auch ich verschwand in den warmen Wellen. Herrlich!

 

 

Weihnachts-Picknick

 

 

Christmas day sunset

 

 

Bye, bye Cable Beach & hello Eighty Mile Beach…

 

Am Samstag verabschiedeten wir uns kurz nach Mittag von Broome, das wir immer in bester Erinnerung behalten werden! Nach sechs Tagen in dem tropischen Ort ging unsere Entdeckungsreise Richtung Süden der Westküste entlang weiter. Und es gibt einen Punkt, den wir nicht all zu sehr vermissen werden: Am Samstag waren es in Broome 35 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von ca. 80%. Da sind uns also trockene 40-45 Grad Celsius viel lieber ;-)

So fuhren wir dem Great Northern Highway entlang wieder Richtung Port Hedland und liessen uns für die Nacht auf einem riesigen Rastplatz nieder. Bei einem schönen Sonnenuntergang und interessanten Gesprächen liessen wir den Tag ausklingen und freuten uns auf den Strand am nächsten Tag.

Die Vorfreude auf den Eighty Mile Beach war auch am Sonntagmorgen sehr gross und wir sahen uns bereits am Strand liegen und im Meer baden. Wir fuhren also frohen Mutes die ca. 160 km bis zur Abzweigung, von der ein 9 km langer 4WD-Track zum Eighty Mile Beach Caravan Park führt. Und genau dort wurde unserer Freude ein abruptes Ende gesetzt. Auf der Strasse stand ein Schild mit der Aufschrift „Road closed“ und am Zaun hing eine Tafel auf der stand, dass aufgrund von Cyclon-Schäden alles geschlossen sei. Nun schauten wir uns hier etwas genauer um und uns wurde plötzlich bewusst, dass hier wohl der Cyclon vom Meer her ins Landesinnere fegte. Denn das Eingangsschild zu dieser Strasse und das „Post-Häuschen“ (im Grunde ist dies ein überdimensionaler Briefkasten) waren mitsamt den Betonpflöcken aus dem Boden gerissen worden und das „Post-Häuschen“ lag ca. 30 Meter von seinem ursprünglichen Standort entfernt im Zaun. Strassenschilder waren entweder ebenfalls ausgerissen oder wie ein Strohhalm geknickt und die Bäume und Büsche sprachen auch eine eindeutige Sprache. Nun wussten wir, dass das in Broome alles total harmlos war und wir froh sein konnten, dass wir diese Stelle vor dem Cyclon passierten!

Wir schauten auf unserer Karte nach und entschieden ans Cape K…….. zu fahren. Dort schien es auch einen Campingplatz am Strand zu haben und genau diesen Strand wollten wir nicht so einfach aufgeben. Dort angekommen war zuerst einmal die Bezahlung fällig und wir fragten nach, ob man hier denn auch ins Meer könne. Es wurde uns gesagt, dass wir ins Meer könnten, aber es habe Haie und Quallen und letzte Woche wurden sieben Krokodile gesehen, deren jetziger Aufenthaltsort nicht klar sei. Nicht gerade entspannende Aussichten und uns wurde wieder mal bewusst, dass wir zur Regenzeit in dieser Gegend sind. Wir erhielten dann den Tipp, bis Port Hedland zu fahren und dort an den Strand zu gehen. Was blieb uns auch anderes übrig? So fuhren wir halt statt den geplanten 170 km etwas über 400 km, ist ja noch immer ein Katzensprung ;-)

Etwa 40 km vor Port Hedland begann unsere Tankanzeige zu leuchten. Da laut Handbuch und Rogers Erfahrung ab diesem Zeitpunkt noch immer genügend Benzin bis Port Hedland im Tank ist, fuhren wir weiter. Als wir dann zehn Kilometer vor Port Hedland auf die Hauptstrasse einbogen, hatte Miss Abbi genug und es reichte gerade noch um mitten auf die Strasse zwischen zwei Verkehrsinseln zu rollen. Zwei nette Herren sprangen sofort aus ihrem Auto und halfen Roger, das Auto an den Strassenrand zu schieben. Ich war natürlich schon sauer, weil ich es nicht toll finde, den Tank total leer zu fahren und Roger lachte nur und sagte mir, ich solle es doch auch ein wenig lustig finden. Ihr lacht jetzt wohl auch, aber Roger verging das Lachen schneller als ihm lieb war. Er schüttete die Hälfte unseres Reservekanisters in den Tank, verstaute wieder alles fein säuberlich, setzte sich grinsend ins Auto und gab mir den Schlüssel wieder. Weiter ging’s. Oder sollte es zumindest… Miss Abbi machte keinen Mucks und bei mir kamen gewisse Erinnerungen hoch. Roger schüttete also auch noch den Rest des Reservekanisters in den Tank (wieso sollte man auch gleich zu Beginn alles reinschütten) und wir drückten uns beide die Daumen. Doch auch jetzt wollte unser Auto nicht anspringen und wir zwei fluchten innerlich vor uns hin. Was war bloss los? Im Motor schien alles in Ordnung zu sein und auch das Steuergerät gab noch Laute von sich. Roger legte sich unters Auto, schaute in den Motor und hämmerte hier und da ein wenig rum. Ich versuchte derweil immer wieder das Auto zu starten und irgendwann sprang es an. Wieso? Das wissen wir bis jetzt nicht. Nun aber schleunigst bis zur Tankstelle und nach einer Garage fragen. Hier muss ich auch noch mal erwähnen, dass es Sonntag war! Also beste Aussichten ;-)

Bis zur Tankstelle schafften wir es dann aber nicht, Miss Abbi gingen die Lichter bereits nach wenigen hundert Meter wieder aus. Das durfte doch nicht wahr sein! Nur noch ca. 300 Meter und wir wären bei der Tankstelle gewesen. Nun standen wir wieder am Strassenrand, Roger versuchte dasselbe wie vorhin, aber diesmal ohne Erfolg. Da wir dort nicht stehen bleiben konnten, begann er das Auto zu schieben. Als wir mitten auf der Strasse standen, half uns dann noch ein Australier und so hatten wir Miss Abbi zumindest mal auf dem Woolworths-Parkplatz. Hier standen wir nun. Ratlos und in der brütenden Hitze. Wir schauten wieder fragend in den Motor, Roger probierte das eine oder andere aus und war der festen Überzeugung, dass es an den Benzinleitungen oder am Filter liegen muss. Irgendwann stand dann wieder ein Australier neben uns und fragte nach. Auch er hatte keine Lösung, gab uns aber den Tipp, nochmals einen Kanister Benzin nachzuschütten. Manchmal müsse ein gewisser Pegel erreicht sein, damit das Auto wieder anspringe. Versuchen kann man es ja mal, aber gebracht hat es auch nichts. Also mussten wir auf einen Campingplatz und am Montag in die Garage. Montag? Nein, das würde nicht gehen, sagte uns der Australier. Denn am Montag war wieder mal ein Public Holiday. Spätestens jetzt fühlten wir uns wieder nach Halls Creek zurückversetzt und als wir uns ansahen, wussten beide, was der andere von uns gerade denkt. Das durfte einfach nicht wahr sein!!!

Der nette Typ ging beim Campingplatz nachfragen, ob sie noch freie Plätze haben und schleppte uns dann dorthin ab. Ich sass wieder zitternd auf dem Beifahrersitz und hoffte, dass er einfach nicht plötzlich bremst. Aber alles ging gut und so kamen wir im Cooke Point Holiday Park an. Hier werden wir also bis am Dienstag warten und Miss Abbi gut zureden.

Der Pool wurde uns bereits beim Check-in empfohlen und wir entdeckten dann sofort auch den Strand direkt neben dem Park. Nach den Horrorgeschichten vom Cape K……. wollte ich mich aber zuerst erkunden und was ich hörte, gefiel uns nicht unbedingt. Die Dame im Büro sagte mir, dass es hier im Meer meistens Quallen, Haie und eigentlich immer Stonefishes hat. Zudem müssten wir unbedingt die Flut beachten. Mann, wer hatte bloss etwas dagegen, dass wir uns heute einen schönen Strandtag machen? Roger werkelte derweil am Auto rum und meine Infos bezüglich Meer schreckten ihn in dem Moment noch nicht so ab. Lieber wollte er jetzt noch ein paar Tests durchführen. Gesagt getan und irgendwann geschah, was wir schon nicht mehr zu hoffen wagten: Miss Abbi sprang an! Ich schaltete die Zündung wieder aus und versuchte es nochmals. Und tatsächlich, sie lief! Ich fragte Roger, an was es gelegen habe und er sagte mir nur, was er gemacht habe aber er wisse jetzt auch nicht, wieso es plötzlich funktioniert. Hmmm… Roger wollte sofort eine Runde fahren gehen, doch bei mir war der Respekt zu gross. Ich wollte an diesem Tag nicht nochmals auf diesen Campingplatz abgeschleppt werden. Da ich meinen Schätzu aber bestens kenne, wusste ich, dass ihn meine Ängste diesbezüglich nicht abschrecken würden und ich sagte ihm, dass er eine Runde auf dem Campingplatz drehen kann. So könnten wir Miss Abbi immer noch mit unserer Muskelkraft und vielleicht mit der Kraft anderer Camper auf unseren Platz schieben, falls sie wieder den Geist aufgeben sollte. Miss Abbi meisterte die Testrunde aber perfekt und Roger sah seine Theorie bezüglich verstopfter Benzinleitung oder Benzinfilter bestätigt. Mir sollte es recht sein. So konnten wir uns wieder etwas entspannen und legten uns an den Pool. Nach dieser Anstrengung und der Hitze kam eine Runde Schwimmen wie gerufen und wir genossen die Abkühlung.

Wie es mit Miss Abbi weiter geht, werden wir wohl erst am Dienstag erfahren und bis dahin drücken wir die Daumen.

Und jetzt noch ganz abgesehen von Pannen etc.. Dank dem Regen übers Weekend konnten wir während den zwei letzten Tagen eine wunderschöne grüne Landschaft geniessen. Wo es acht Tage zuvor noch braun und dürr war, spriesst nun neues Gras und alles ist grün.

 

 
 

So warm, dass man nur im Innenzelt schlafen konnte und dabei den herrlichen Sternenhimmel sah! Amazing!

 

 

Cyclon Laurence lässt grüssen!

 

 

Auch dieses Schlid konnte die Belastung nicht aushalten.

 

 

Was vor ein paar Tagen noch braun und dürr war, erstrahlte nun in einem saftigen Grün. Was doch so Regen alles bewirken kann.

 

 

Abschlepp-Aktion beendet.

 

 

Puh, diese zwei letzten Wochen des 2009 scheinen es in sich zu haben. Sowohl positiv als auch, sagen wir mal, überraschend. Aber wir haben ja inzwischen schon alles möglich erlebt und auch schon so manche Situation gemeistert. Also werden wir auch das schaffen! Das Wichtigste ist sowieso, dass wir uns zwei haben und so unschlagbar sind!

Als Fazit dieser Woche können wir aber nur eines sagen: Weihnachten hätten wir uns nicht schöner vorstellen können!!!

 

 

 

Nun schicken wir euch für dieses Jahr ein letztes Mal ganz liebe Grüsse aus Downunder und wünschen euch einen fröhlichen Rutsch ins 2010! Von uns werdet ihr auch im nächsten Jahr wieder lesen können und es wird sicherlich auch dann nie langweilig ;-)

 

 

Also denn, rutscht flott rüber ;-)

 

 

Eure Weltenbummler

 

Sibylle & Roger