18. - 24. Januar 2010
G’Day mate!
Puh, hinter uns liegt wieder einmal mehr eine Woche der Superlative und speziell ich fand mich im Paradies innerhalb des Paradieses wieder! Hinzu kommt, dass sich auch unsere Miss Abbi ganz tapfer hält und uns so ganz unterschiedliche Orte erkunden lässt.
Wahrscheinlich fragt ihr euch jetzt, was denn mein Paradies im Paradies war und zu welchen unterschiedlichen Orten Miss Abbi uns führte. Nun, das ist natürlich nicht in ein paar wenigen Worten erzählt, dazu müsst ihr euch jetzt schon etwas mehr Zeit nehmen und den folgenden Wochenbericht lesen ;-)
Unsere Route in dieser Woche
Cervantes – Swan Valley – Morley – The Wave – Esperance
Swan Valley…mehr als einfach nur Wein…
Montag…wie jede Woche der Start. Ihr mögt den Montag nicht? Hmm…wir irgendwie schon…Nicht nur jetzt, in den „Ferien“. Nein, auch während unseres Arbeitsalltages. Da ich schon immer unregelmässig arbeitete, war für mich der Montag nicht immer = Beginn der Arbeitswoche. Und Roger mochte den Montag immer, da noch alles so frisch war und die Woche so richtig unbeschwert starten konnte.
Auch hier, auf der anderen Seite der Erde, starten wir meist unbeschwert in die neue Woche. Diesmal aber auch ganz schön ungesund. Aber was solls? Auch dazu kann man sagen: Man lebt nur einmal!
Wir machten uns wieder einmal Pancakes mit Mangos (der gesunde Anteil) zum Frühstück und nahmen bereits eine Menge Wasser zu uns. Denn schon um 10:00 Uhr war es 40 Grad warm.
Danach fuhren wir von Cervantes ins Swan Valley, kurz vor Perth. Dies ist nebst dem Hunter Valley und dem Barossa Valley ein weiteres Valley, das für seine Weine bekannt ist. Und wir wollten nun testen, ob es auch hält, was es verspricht ;-)
Nachdem wir uns auf dem Campingplatz einen Platz gesichert hatten, zog es uns (oder vor allem mich) in die Chocolate Factory. Es war nicht das erste Mal, dass wir an einer solchen vorbeigefahren waren, aber bisher blieb es beim Vorbeifahren. Heute wollte ich das unbedingt ändern! So gingen wir in die Maragret Chocolate Factory und ich fand mich tatsächlich im Paradies wieder. Was die hier an Schokolade in allen denkbaren und undenkbaren Variationen hatten, übertraf beinahe mein Vorstellungsvermögen. Pralinen in allen Formen und Grössen, Schokoladentafeln mit allen möglichen Geschmacksrichtungen und drei riesige Schüsseln mit Schokolade zum Degustieren! Also wer hier widerstehen kann, der sollte sich ernsthafte Gedanken machen. Ich für meinen Teil konnte keine Sekunde widerstehen und machte sofort Gebrauch von der Schokoladen-Degustation. Yummy, das war wirklich lecker! Daher war auch nichts naheliegender, als dass wir uns zwei extra grosse Pralinen kaufen und gleich zu unsrem Milkshake verkosten. Gesagt, getan und es kam noch besser. Als Roger nämlich an der Kasse die Drinks bestellen wollte, hatte die Kassiererin gerade den Mund voller Schokolade und entschuldigte sich. Roger meinte nur lächelnd: „It’s a good place to work.“ Einige Minuten später servierte uns die besagte Dame unsere Milkshakes und brachte gleich noch vier leckere Pralinen, sozusagen als Entschuldigung, mit. Eine wirklich sehr grosszügige Entschuldigung, die erstens gar nicht nötig gewesen wäre und zweitens kaum abzulehnen war ;-) Ach, ging es uns heute wieder gut! Aber auch dieser Besuch ging mal zu Ende. Allerdings nicht ohne dass ich nochmals bei den drei grossen Schüsseln vorbeihuschte. Ich bin und bleibe eben ein Schleckmaul, gäu Müsu ;-)
Den Rest des Nachmittages verbrachten wir am und im Pool des Campingplatzes, denn die 41 Grad Celsius erforderten eine gewisse Abkühlung.
Den Dienstag widmeten wir dann dem Wein. Denn nach vier Weindegustationen in den vergangenen zehn Monaten musste unbedingt noch eine fünfte sein, um das Ganze auch wirklich objektiv betrachten zu können ;-) Prost!
Wir fuhren zum Weingut Lancaster, wo wir uns verwöhnen liessen. Ein bisschen Weisswein, danach ein guter Tropfen Rotwein und zum Abschluss noch ein Dessertwein…herrlich! Besonders der Weisswein Chenin Blanc (Name des Weines und der Traube) überzeugte uns dermassen, dass wir gleich eine Flasche davon kauften.
Da eine Weindegustation harte Arbeit ist, ruhten wir uns danach angemessen aus. Wir legten uns wieder an den Pool in den Schatten (jep, auch ich gehe inzwischen etwas dem Schatten entlang) und kühlten uns im warmen Poolwasser ab. Roger gab noch eine akrobatische Einlage zum Besten und so hatten wir wieder eine Menge zu lachen ;-)
Ihr seht, das Swan Valley hat eindeutig mehr als nur Wein zu bieten. Also ich würde sofort wieder gehen ;-)
*Yummy*
Da müsst ihr auch mal hin ;-)
Also wer hier widerstehen kann...heisst sicherlich nicht Sibylle Schürch-Baumgartner!
*smile*
Noch hängen sie an den Reben, doch schon bald werden die Trauben zu edlen und sehr leckeren Tropfen verarbeitet.
Akrobatik-Stunde im Pool ;-)
Hier brennt nicht etwa der Himmel, das sind die letzten Zeichen des Sonnenunterganges.
Tequilla und Schnupf, eine Kombination, die es in sich hat…
Nachdem wir am Mittwoch das Swan Valley wieder verlassen haben, schauten wir nochmals in der Mitsubishi Garage in Victoria Park (Vorort von Perth) vorbei. Wir hofften, dass uns dort eine ungefähre Angabe gemacht werden kann, wie lange Miss Abbi noch durchhalten wird. Doch ausser, dass wir noch so weit wie möglich fahren sollen und das Auto noch mehrere tausend Kilometer oder aber vielleicht nur ein paar wenige Kilometer fahren wird, konnten sie uns keine genaueren Angaben machen. Wäre ja auch zu schön gewesen. Trotzdem war für uns klar, dass wir weiterhin auf Miss Abbi zählen und die nächste Etappe bis nach Adelaide zusammen mit ihr in Angriff nehmen.
Von Victoria Park fuhren wir nach Morley, ebenfalls ein Vorort von Perth. Dort durften wir nochmals bei Susan und Ruedi übernachten. Nebst uns hatten sie noch eine weitere Schweizerin zu Besuch, Susi. Wir wechselten ein paar erste Worte und gingen dann mit ihnen drei und noch zwei Freunden von Susan und Ruedi zu Abend essen. Die anderen fünf gingen danach ins Kino, während wir bereits nach Hause fuhren, die Homepage auf Vordermann brachten, Tagebuch schrieben und lasen. In der Zwischenzeit trafen auch Susans und Ruedis Sohn Luke und sein Kollege ein. Wir erhielten ein paar Infos und Reisetipps und erzählten von unseren Erlebnissen an der Westküste.
Als dann auch die anderen nach Hause kamen, stellte Susan als erstes gleich eine Flasche Tequilla auf den Tisch. Auch Salz und Zitronenschnitze folgten und der Schnupf war ebenso rasch gezückt. Das konnte ja heiter werden ;-) Und es wurde heiter! Nach einigen Shots und genau so vielen *Priiis* wurde es Zeit für eine Turnübung. Plötzlich versuchte Susan im Rasen einen Handstand hinzukriegen und Luke schaute amüsiert zu. Auch sein Kollege konnte ein verschmitztes Grinsen nicht unterdrücken und plötzlich bat Susan die beiden Männer darum, sie hochzuheben. Und so kam es, dass Susan von zwei netten Männern auf Händen getragen wurde ;-)
Das war aber noch nicht alles. Auch Susi gab ihre Handstandkünste zum Besten und plötzlich hiess es, dass alle nebeneinander einen Handstand machen müssten. Alle, das hiess dann Roger, Susi, Luke, Neith und ich. Susan zog sich irgendwie elegant aus der Affäre. Aber wir gaben unser Bestes, obwohl ich ziemlich hinten abfiel. Diese Übung war schon zur Schulzeit nicht mein Ding und sie wird es wohl auch nie. Denn während alle anderen schon oben waren, holte ich erst Schwung und so wurde mein Handstand natürlich nicht mehr auf der Foto festgehalten ;-)
Danach folgte noch eine kurze Trockenübung von Susi für Susan bezüglich Surfen und dann war die Turnstunde auch schon wieder vorbei. Vielleicht auch besser so ;-)
Als Susan dann noch versuchte, folgende Worte fehlerfrei und deutlich auszusprechen, gab es vor Lachen kein halten mehr: One Tequilla, two Tequillas, three Tequillas… ;-) Natürlich stolperte Susan meistens schon bei two. Kein Wunder, schliesslich stolperten wir beim Trinken nicht und hatten mehr als nur two Tequillas. Wieviele? Ich glaube, das müsst ihr gar nicht so genau wissen ;-)
Susan and Ruedi
Just happy ;-)
Susan geniessts ;-)
1, 2, 3...stop, I wasn't ready!
*hihi*
The Wave Rock
Nach einer sehr kurzen Nacht (die Tequillas waren unschuldig, das Internet aber eher weniger) verliessen wir das Haus von Susan und Ruedi wieder und gingen ins Shoppingcentre. Schliesslich hatten wir eine ziemlich lange Einkaufsliste, die abgearbeitet werden musste. Zuerst kauften wir im Dan Murphy’s ein. Das ist ein riesiger Bottle Shop, der für jeden Geschmack und jede Brieftasche etwas zu bieten hat. So kann man dort unter anderem sehr leckeren Wein für 3.90 AUD die Flasche kaufen oder man erhält eine Flasche Remy Martin für sage und schreibe 2’000 AUD! Für was wir uns entschieden haben, muss ich an dieser Stelle wohl nicht genauer erklären ;-) Daneben kauften wir aber auch noch eine Flasche Bundaberg, damit Roger happy war. Hier zahlte man nicht mehr wie in Coral Bay 50 AUD für eine Flasche, sondern nur noch 29.80 AUD. Lohnt sich doch?!
Anschliessend kauften wir aber natürlich auch noch Lebensmittel und ganz viel Wasser ein. Denn der Vorrat musste wieder für fünf Tage on the road reichen. Und nachdem auch Miss Abbi einen zünftigen Schluck Öl und einen noch grösseren Schluck Benzin erhalten hatte, fuhren wir los. Wir flitzten an unzähligen gold-gelb leuchtenden Getreidefeldern vorbei, die abgeerntet waren und liessen uns für die Nacht auf einem einfachen Campingplatz in Brookton nieder. Hier wurde es am Abend richtig frisch und in der Nacht sehr kalt. Jaja, die 50 Grad Celsius gehören definitiv der Vergangenheit an ;-)
Auch die Temperaturen am Donnerstagmorgen waren alles andere als warm und so fiel die Entscheidung um 8:00 Uhr morgens nicht schwer. Wir bleiben noch ein wenig im warmen Schlafsack liegen. Ein wenig hiess in diesem Falle bis um 10:30 Uhr. Wir konnten uns also nicht erinnern, wann wir das letzte Mal so lange geschlafen hatten!
Nach dem Frühstück fuhren wir am Mittag weiter und kamen am späteren Nachmittag in Hyden an. Hier ist auch der berühmte Wave Rock zu Hause. Diesen sparten wir uns aber für Samstag auf. An diesem Nachmittag gingen wir es einfach noch ganz gemütlich an, genossen Stone’s und Bundaberg mit Cola und ich kochte uns dann ein leckeres Beef Stroganoff. Und zum Dessert gönnten wir uns M&Ms…yummy!
Am Samstag schauten wir uns dann endlich den Wave Rock an. Doch zuerst marschierten wir dem Hippo’s Yawn Loop entlang. Bei diesem Loop ist ein grosser Felsen die Attraktion, welcher an einen offenen Mund eines Nilpferdes erinnert. Einfach immer wieder eindrücklich, was die Natur alles kann!
Unterwegs begegneten uns unzählige Echsen, die viele Besucher gewohnt zu sein scheinen. Denn sie blieben unbeeindruckt auf dem Weg stehen oder rannten uns direkt vor den Füssen durch. Lustige Tiere ;-)
Danach sahen wir uns den Wave Rock an. Das ist ein Teil (eigentlich nur ein kleiner) dieses ganzen Felsmassives, der wie eine riesige Welle aussieht. Was uns schon auf diversen Bildern immer wieder beeindruckt hatte, imponierte uns in Natura noch mehr! Der Felsen sieht wirklich wie eine überdimensionale Welle aus! Roger versuchte sich dann gleich nochmals im Bodenturnen und übte den Handstand, während ich eine Surf Lesson einlegte. Ihr seht, wir hatten unseren Spass ;-)
Nach all dem Spass war wieder Wandern angesagt und wir machten noch den Hyden Rock Walk. Dieser Walk führte uns über das ganze Felsmassiv und uns bot sich eine spektakuläre Aussicht. Wir sahen auf einer Seite den Lake Magic und ansonsten unendliche Weizenfelder, die in der Sonne gold-gelb leuchteten.
Zum Abschluss des Wander-Tages legten wir uns noch etwas an den Pool und schwammen eine Runde. Einfach herrlich, wenn man so in den Tag hinein leben kann ;-)
Hippo's Yawn
Wave Rock
Handstand im Wave Rock!
Fla, das musst du Roger zuerst einmal nachmachen. Allerdings nicht erst nach sechs Bier... ;-)
Surfing at the Wave Rock ;-)
Auch das muss mal wieder gesagt werden!
Lake Magic
Unendliche Weizenfelder
Auch ich fand mal wieder ein Schlupfloch ;-)
Ein typisches australisches Zvieri/Apéro: Bundaberg mit Cola und dazu Knäckebrot mit Vegimite ;-) Das Stones gehörte aber mir!
*smile*
Esperance…verspricht viel
Der Sonntag war ein eher unspektakulärer Tag, an dem wir vor allem Kilometer abspulten. So erreichten wir am Nachmittag Esperance. Ein Ort, der für die angeblich besten Strände Australiens bekannt und beliebt ist. Wir liessen aber die Strände noch Strände sein und erkundeten zuerst einmal den Ort an und für sich und richteten unser Zuhause auf dem Campingplatz unmittelbar am Meer ein. Aber keine Angst, Meeressicht hatten wir vom Zelt aus keine ;-)
Danach wurden die e-Mails gecheckt (Leute, überdenkt mal euren Fleiss beim Beantworten unserer Mails) und mit Caro und Fla telefoniert. Das war wieder sehr amüsant und wir sind uns sicher, dass Fla früher oder später noch zu einem Agnihotra-Spezialisten mutiert. Allerdings nicht ohne ausreichend Bier, gell Fla ;-)
Ja, das ist es wohl, was wir in dieser mittlerweile 46. Woche hier in Downunder erlebt haben. Oder war da noch etwas anderes? Hmmm…lasst mich mal überlegen…Nein, ich glaube, das wars. Ach nein, da war doch noch was. Sagt euch die Zahl 17'572 etwas? Nicht?! Naja, ist wohl nicht weiter schlimm, denn ich schenkte dieser Zahl bisher auch keine grössere Beachtung. Aber ihr sollt es trotzdem erfahren. 17'572 ist nicht etwa eine Distanzangabe und auch keine Postleitzahl. Nein, dies ist eine Hausnummer! Ihr glaubt das nicht? Kein Problem, schaut doch einfach mal auf dem Highway zwischen Hyden und Esperance nach.
So, das wars nun aber wirklich. Wir wünschen euch eine schöne nächste Woche und freuen uns schon jetzt wieder auf eure Kommentare, egal welchen Weg ihr wählt ;-)
Have a nice day, enjoy every moment and take your time to send us a message!
Cheers
Sibylle & Roger
