15. - 21. März 2010
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Unsere zweitletzte Woche in Australien war vom Anfang bis zum Schluss fantastisch! Wir sahen Neues und Altbekanntes und genossen einfach jeden Moment in vollen Zügen!
Einige Sachen werden euch wohl bekannt vorkommen, dies ging uns auch so. Doch wieso soll man nicht noch mal nach Canberra und Sydney fahren, wenn man es dort sooooo schön findet und man soooo liebe Leute nochmals besuchen kann?!
Unsere Route in dieser Woche
Cooma – Canberra – Pebbly Beach – Sydney – Revesby
Canberra zum Dritten!
Jep, die Australische Hauptstadt hat es uns angetan. Schon bei unserem ersten Besuch dort im April 2009 fühlten wir uns wohl und als wir im Oktober nochmals mit meinen Eltern dort waren, war dies nicht anders. Wieso also nicht noch ein drittes Mal nach Canberra fahren? Schliesslich wollte Roger unbedingt noch unsere verlorenen 50 Dollar im Casino zurückgewinnen. Zudem hatten wir für Sydney einen etwas kostspieligen Plan, für den wir eigentlich gar kein Geld hatten. Somit kam das Casino wie gerufen ;-) Ihr seht, irgendeinen Grund gibt’s immer ;-)
Nachdem wir unser Zimmer in der YHA bezogen hatten, gab es einen kleinen Stadtbummel mit einem Apéro und danach machten wir uns fürs Casino chic. Und dann ging es los. Es war ein toller Abend mit einem Einsatz, der sich durch geschicktes Handeln in angemessener Höhe vervielfachte. Weitere Details behalten wir für uns ;-)
Ja, das ist es auch schon zu Canberra…oder habt ihr etwa mehr erwartet? *smile*
Egal was über diese Stadt gesagt wird (langweiligste Hauptstadt, es läuft nichts, Geschäfte schliessen zu früh ( --> ist übrigens in Hobart genau gleich), blablabla), uns gefällt diese Stadt. Sie hat für uns das gewisse Etwas, weshalb wir immer wieder für ein paar Tage dorthin fahren würden.
Thanks Casino... ;-)
Nach einer nebligen Nacht in Cooma, war es am Morgen immer noch neblig und unser Zelt nass ;-)
Und dank der Sonne und Rogers "Trocknungs-Technik" wurde auch unser Zelt irgendwann mal trocken.
Pebbly Beach
Durch Caro hatten wir schon so einiges vom Pebbly Beach gehört und ihre Fotos sprachen für sich. Wieso also nicht noch einmal ein paar Stunden am Strand verbringen, auf Känguruhs warten und abends im Zelt dem Meeresrauschen zuhören?
So fuhren wir also am Dienstag von Cooma aus an den Pebbly Beach und bauten unser Zelt ein letztes Mal in einem „Bush-Camp“ auf. Als die Arbeit getan war, machten wir uns auf den Weg runter an den Strand und es war wirklich ein schöner Strand. Sogar erste Känguruhs begegneten uns und als wir dem Rascheln im Gebüsch nähere Beachtung schenkten, kam auch noch ein Lizard zum Vorschein. Wir setzten uns mit Büchern und Tagebuch bewaffnet in die warme Sonne und genossen das süsse Nichtstun. Ach, so ein Leben ist einfach herrlich! Ein schöner Strand, saftig grüner Wald bis ans Meer, Känguruhs und eine freie Sicht aufs Meer! Roger und ich genossen einfach das Hier und Jetzt und liessen unseren Gedanken freien Lauf. Auf diese Art liessen wir einige Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren und wir malten uns aus, wie es wohl zurück in der Schweiz sein wird.
Am Abend machte ich mich nach dem Nachtessen nochmals auf den Weg an den Strand und was ich dort in der beginnenden Dämmerung sah, war herrlich. Zehn Känguruhs! Ich konnte kaum glauben, wie nahe man an diese Tiere herangehen konnte und hätte sie am Liebsten gestreichelt. Das war nun definitiv das letzte Mal, dass ich Känguruhs in freier Wildbahn sehen werde und ein bisschen traurig stimmte mich das ja schon. Ebenfalls ein letztes Mal folgte danach eine Camping-Nacht „in freier Wildbahn“, welche von einem angenehmen Meeresrauschen untermalt wurde.
Zu unserer Überraschung entdeckte Roger dann am Mittwochmorgen noch eine Gruppe von ca. 15 Delphinen! Es war wunderschönen, ihnen beim Schwimmen und Springen zusehen zu können! Und als ich so dort stand, wurde mir plötzlich sehr bewusst, dass wir solche Momente schon bald nicht mehr haben werden…schade!
So hat uns der Pebbly Beach nochmals tolle Momente mit der australischen Tierwelt und eine Nacht mit Meeresrauschen beschert.
Pebbly Beach
Gugus ;-)
Unsere letzte Nacht in der freien Wildbahn...
...ok, so wild wars dann auch wieder nicht ;-)
Hi, my name's Roo...Kangaroo :-)
Yummy, diese Gras riecht lecker ;-)
Grand Pacific Drive
Wie schon mit meinen Eltern fuhren wir am Mittwoch via Grand Pacific Drive weiter Richtung Sydney. Zuerst gab es in Nowra aber einen Auto-Wasch-Stop, der sich gewaschen hatte. Unserem kleinen Gefährt sah man nämlich schon auf 100 km Entfernung an, dass wir unseald Roads gefahren sind und laut Mietvertrag wäre das eigentlich nicht wirklich erlaubt. Klar, das Auto kann auch auf geteerten Strassen dreckig werden, aber nicht so dreckig ;-) Wir fuhren also in Nowra in eine Waschstrasse und entschieden uns wie immer für die Handwäsche. Als ich dort so hinein fuhr, irritierte mich das Schild „Exit only“ schon ein wenig. Wir waren uns dann aber einig, dass sich dieses Schild nur auf die automatische Waschstrasse bezog und man in die „Handwäsche“ von beiden Seiten hineinfahren konnte. Während Roger unser Auto wusch, schaute ich mir die „Verkehrsführung“ in dieser Waschanlage etwas genauer an und musste zugeben, dass wir wohl wirklich den falschen Weg rum hinein gefahren sind. Aber was soll’s? Wir fuhren rückwärts wieder raus, schliesslich kannte uns ja niemand ;-)
Nach einer Kaffee-Pause (ach, wie werde ich die australische Caramel-Latte vermissen) fuhren wir nach Shoalhaven, wo der Grand Pacific Drive beginnt. Bei schönstem Wetter hatten wir die schönsten Aussichten aufs Meer, tolle Buchten und Strände. In Kiama, einem hübschen Strandort, gönnten wir uns einen leckeren Lunch. Und was wäre angepasster gewesen als im Hafen-Restaurant, mit einem Glas Sekt, einem Bier und leckerem Seafood die Aussicht zu geniessen? The life is so beautiful!
Unsere Küstenfahrt ging danach noch weiter bis nach Stanwell Park, von wo aus wir eine tolle Sicht hatten und sogar die Sea Cliffs Bridge sehen konnten. Dies ist eine Brücke, die an die Klippen herangebaut wurde und so mehrere Kilometer übers Meer führt. Von diesem Aussichtspunkt fuhren wir dann durchs Landesinnere ein Stückchen retour und suchten uns ein letztes Mal einen Campingplatz. Wie oft haben wir das wohl in den vergangenen Monaten gemacht?
Als wir von der Küche (befand sich genau am anderen Ende des Campingplatzes als unser Zeltplatz) zum Zelt zurück kamen, begegneten wir 30 – 40 Hasen. Die hüpften hier wie wild umher, knabberten den Rasen an und dank Roger musste so ein armer kleiner Kerl noch ein paar Zusatzrunden um unser Zelt drehen. Nach dieser sportlichen Einlage kuschelten wir uns in unser Zelt und träumten bereits von Sydney ;-)
Lunch in Kiama
Teil des Grand Pacific Drives mit der Sea Cliffs Bridge
Darling Harbour
Da es am Mittwochabend relativ spät und vor allem dunkel wurde, konnten wir unsere Sachen erst am Donnerstagmorgen packen. Packen bedeutete in diesem Falle, dass unsere Kleider in die Tramper mussten und alle Campingsachen, die noch zu gebrauchen sind, in die Kisten verstaut werden mussten. Das sah vielleicht aus.
Wie abgemacht konnten wir danach unsere Campingsachen bei Caro und Fla deponieren, bevor wir unser Mietauto an den Flughafen bringen mussten. Anschliessend fuhren wir mit dem Zug in die City, bezogen unser YHA Zimmer und machten uns sofort auf den Weg in den Darling Harbour. Dort reservierten wir uns einen Tisch mit schönster Aussicht für den Abend und genossen bei einer Glacé den warmen Nachmittag.
Später machten wir uns wieder chic und spazierten erneut gemütlich in den Darling Harbour und genehmigten uns in der Bar des Restaurant Jordons zuerst einmal einen Drink. Mit einem grossen Appetit setzten wir uns dann an unseren Tisch mit bester Aussicht auf den Darling Harbour und bestellten uns eine Seafoodplatter Jordons Deluxe for two. Ich sage euch, dieses Abendessen war wieder einmal extrem lecker und unser Gewinn aus dem Casino hätte nicht besser investiert werden können! Wir verbrachten einen wunderschönen Abend, an dem so manche Erinnerung des vergangenen Jahres hochkam und uns wurde einmal mehr bewusst, was wir doch für Glückspilze sind!
Den Freitag widmeten wir nochmals dem Darling Harbour und Paddy’s Market. Nicht aber ohne zuvor im Gloria Jean’s frühstücken zu gehen. Ein liebgewonnenes Ritual ;-)
Im Paddy’s Market stürzten wir uns nochmals in die kunterbunte Welt der Souvenirs und das eine oder andere fand dann auch den Weg in unsere Taschen. Besonders ein Kauf brachte uns zum Grinsen und Roger ist sich ganz sicher, dass Dr. Riesen die Message sofort verstehen wird ;-)
Da Shoppen doch ziemlich anstrengend ist, wurde es irgendwann Zeit für einen kühlen Drink in einer coolen Bar. Natürlich wieder mit toller Aussicht auf den Darling Harbour. Danach folgte noch ein wenig Window-Shopping und schon war es wieder Zeit in die YHA zu gehen, unsere Sachen zu holen und nach Revesby zu Caro und Fla zu fahren. Ein Wiedersehen, das Freude machte ;-)
Und wieder mal packen...
Darling Harbour by night
Einfach unvergesslich!
I love you, my sweetheart!
Die Skyline von Sydney
Nach einer letzten Nacht im Zelt (im Garten von Caro und Fla, direkt vor der Schweizer Fahne *grins*) fuhren wir am Samstag nochmals nach Sydney. In der Central Station stiegen wir aus dem Zug und liefen quer durch die Stadt an den Circular Quay, von wo aus wir mit der Fähre nach Manly rüber fuhren. Ganz den warmen Temperaturen entsprechend kauften wir uns zuerst einmal eine Ice Cream und zwar nicht irgendeine. Nein, es musste schon Mövenpick sein! Yummy ;-)
Danach setzten wir uns an den Strand und beobachteten das rege und bunte Treiben der Strandschönheiten und denen, die es gerne wären. Plötzlich heulte eine Sirene los und die Lifeguards jagten alle Leute in einem bestimmten Abschnitt aus dem Wasser. Shark-Alarm! Für eine halbe Stunde lief in diesem Teil des Meeres gar nichts mehr, bis sich dann der Hai scheinbar verzogen hatte und die Leute wieder ins Wasser durften. Danach schien der Strand fast leer ;-)
Wir machten uns dann wieder auf den Weg zur Fähre und sicherten uns einen guten Platz. Denn das Highlight folgte erst noch. Schliesslich sieht man die Skyline von Sydney nie so schön, wie wenn man mit der Fähre von Manly an den Circular Quay zurück fährt. Auch heute war dies wieder eine wunderschöne Ansicht und wir waren einmal mehr hin und weg! Wohlgemerkt, es war bereits das fünfte Mal und wir würden es immer wieder machen ;-)
So verabschiedeten wir uns definitiv von Sydney, einer Stadt, die uns bereits bei unserem ersten besuch 2006 in ihren Bann gezogen hat und seither nie mehr los liess! Sydney ist eine Stadt, die wunderschöne Ecken, tolle Restaurants, viel Kultur, tolle Küsten-Walks in die Vororte (oder umgekehrt) und die wohl schönste Skyline von Australien zu bieten hat! Kurz gesagt: Eine Hammer-Stadt!
Nun sahen auch wir endlich mal einer dieser grossen Dampfer im Hafen von Sydney!
Manly Beach
Skyline Sydney
Immer wieder herrlich!
Ein letztes Mal ganz nahe bei der Oper!
*smile*
Auch Roger genoss die Sicht!
Family Gut
Bereits zum vierten Mal konnten wir ein paar Tage bei Caro, Fla, Sarina und Dominik verbringen und es waren wie immer tolle Stunden mit einem wunderschönen Ausflug am Sonntag!
Als wir am Freitagabend bei ihnen eintrafen, waren auch noch Caros Eltern, die den Wunsch geäussert hatten, uns kennen lernen zu wollen, da. So verbrachten wir einen schönen Abend zu acht, hatten interessante und lustige Gespräche, ein super Abendessen mit einer leckeren Pavlova als Dessert und eine Menge Action dank den Kids.
Caros Eltern verliessen die Family Gut bereits am frühen Samstagmorgen Richtung Flughafen und somit auch Richtung Schweiz und wir fuhren am Vormittag nochmals in die City (siehe oben).
Am Abend widmeten wir uns dann wieder ganz dem turbulenten Leben in der Casa Gut und wir hatten eine Menge Spass. Es gab tolle Gespräche, mehrere Runden UNO (teilweise mit etwas kuriosem Spielverlauf) und die Erkenntnis, dass Fla noch in ein Schnupf-Trainigslager sollte ;-)
Der Sonntag war dann ein Kapitel für sich, weshalb ihr nun auch den nächsten Abschnitt lesen solltet ;-)
Ein letztes Mal das Zelt aufbauen.
Unser Haus in den letzten Monaten!
*Priis*
Ein toller Abend, danke an alle!
Palm Beach
Am Sonntag war das Wetter erneut toll und wir fuhren mit Sack und Pack nach Palm Beach. Dort machten wir zuerst einen schönen Walk zum Lighthouse und sahen am Strand eine riesengrosse Qualle, die auf dem Rücken lag und allem Anschein nach tot war. Also so einem Tier möchte ich im Leben nie beim Schwimmen begegnen!
Noch bevor wir das Lighthouse ganz erreicht hatten, bot sich uns eine atemberaubende Aussicht auf die beiden Strände von Palm Beach und wir versuchten, möglichst alles auf Bildern fest zu halten.
Nach dieser Fotosession ging es dann weiter bis zum Lighthouse, wo wieder eine schöne Sicht auf uns wartete und etwas weiter gab es ein kleines Picknick und wir mussten zugeben, dass dies nun definitiv das letzte Mal ist, wo wir so etwas sehen. Denn ab Montag stehen nur noch Städte auf unserem Reiseprogramm.
Wir genossen die Aussicht, das Lachen der Kinder, die Gespräche mit Caro und Fla und ganz einfach den Moment. Herrlich!
Nach dem tollen Walk folgte dann der Strand. Die Kinder konnten es kaum erwarten, sich in den Wellen auszutoben und nur ein paar Minuten später waren auch die grossen Kinder namens Roger und Fla voll in ihrem Element ;-) Es wurde „gesurft“, gehüpft, getaucht, fotografiert, gelacht, gerannt, Frisbee gespielt und vieles mehr. Es machte unwahrscheinlich viel Spass und wir zwei kosteten jede Minute voll aus!
Etwas müde und vor allem hungrig kamen wir kurz vor 19:00 Uhr wieder in Revesby an, verabschiedeten uns unter der Dusche vom Sand und Salz und genossen danach leckere Pizzas. Nochmals ein wunderschöner Abend mit der Family Gut. Etwas, das wir zurück in der Schweiz sicher vermissen werden.
Caro und Fla, wir danken euch nochmals ganz herzlich für alles und wünschen euch weiterhin eine tolle Zeit in Downunder mit vielen schönen und unvergesslichen Erlebnissen! Es ist schön zu wissen, dass es euch gibt und wir uns sicherlich irgendwann in der kleinen Schweiz wieder sehen werden. Lasst es euch gut gehen und bleibt alle vier so, wie ihr seid.
Riesenqualle!
Fantastische Aussicht auf Palm Beach!
HAPPY!!!!!!!!!!!!!!!
Frauen-Power
*schmacht*
Wie wir diese Farben vermissen werden!
Und hier wieder mal alle zusammen :-)
Wir werden euch vier vermissen!
Roger in Action!
Und los gehts ;-)
Unglaublich aber wahr, dies war leider schon unsere zweitletzte Woche hier im Land der Känguruhs, Koalas, Kakadus, Platypuse, Delphine, Rainbow Lorikeets, und, und, und! Die Zeit vergeht jetzt so schnell für uns und die Rückkehr in die Schweiz wird definitiv „spürbar“. Wir wissen, dass einige von euch schon die Tage zählen, bis wir endlich wieder Schweizer Boden unter den Füssen haben. Aber seid uns nicht böse, wenn wir das nicht tun. Denn vielleicht vergehen so die letzten Tage hier im Paradies etwas langsamer!
Aber keine Angst, wir freuen uns sehr auf euch und auf die Schweiz! Es war doch eine lange Zeit fern ab von der Heimat und wir wissen nach wie vor, wo wir hingehören!
Geniesst noch die Ruhe vor dem Sturm, denn schon bald stiften wir wieder Unruhe ;-)
Ganz liebe Grüsse und eine feste Umarmung an euch alle!
Eure beiden Weltenbummler
Sibylle & Roger
PS: Nur weil sich unser Abenteuer langsam dem Ende zuneigt, heisst das nicht, dass sich auch unsere Homepage dem Ende zuneigt. Es wird sicherlich noch für ein paar Wochen immer wieder aktuelle News von unseren letzten Tagen auf Reisen und unserem Wieder-Einleben in der Schweiz geben. Also dran bleiben ;-) See ya!
