29. - 30. März 2010
Hi guys
What are you doing? We hope, you’re preparing our arrival in Switzerland! ;-)
We are a little bit nervous, excited, happy and sad. It’s a special feeling-mix after more than one year far away…
So, nun aber wieder zur deutschen Sprache ;-)
In diesen Tagen ging unser Abenteuer definitiv zu Ende. Ein letztes Mal packten wir unsere Rucksäcke und bestiegen ein Flugzeug. Aber nicht irgendein Flugzeug. Nein, wir flogen mit dem A380 in die Schweiz! Hui, das war doch noch mal ganz schön spannend :-)
Unsere letzten Stunden fern von der Schweiz…und dann ein toller Empfang in der Schweiz…
Viel Spass beim Lesen!
Unsere Route in dieser Woche
Singapore – Switzerland
The last day
Ein Jahr und drei Wochen gingen an diesem Montag, unserem letzten Tag in der Ferne, vorbei. Ein Jahr und drei Wochen, die uns noch jahrelang, ja wohl bis an unser Lebensende, begleiten werden. Dieser letzte Tag war geprägt von Gesprächen über das Erlebte, Abschiedsschmerz und Vorfreude. Wir schauten uns aber auch noch mal einen Teil der schönen Stadt Singapore an. Uns zog es nach einem ausgiebigen Frühstück an diesem Morgen in die Orchard Road. Das ist DIE Einkaufsstrasse in Singapore, wo man alles finden kann, was das Herz begehrt. Allerdings bezahlt man für so einiges auch ganz schön stolze Preise. So kostet der Wein beispielsweise das Dreifache wie in Australien und Milchprodukte locker das Doppelte. Da wir aber zu diesem Zeitpunkt weder Wein noch Joghurts kaufen wollten (Wieso auch? Im A380 werden sie solche Sachen wohl auch vorrätig haben!), waren die Preise nicht weiter wichtig. So schlenderten wir noch etwas durch die riesigen Einkaufszentren und machten uns dann auf den Weg zurück ins Hotel. Nicht aber ohne bei den kleinen Schneidereien immer wieder aufgefordert zu werden, dass sich Roger doch einen Anzug schneidern lassen soll. Also geschäftstüchtig waren sie ;-)
Zurück im Hotel duschten wir nochmals und packten unsere Rucksäcke. Dies war nun definitiv das letzte Mal. Schon komisch. Wie oft wir das wohl im vergangenen Jahr gemacht haben? Hmmm….keine Ahnung. Jedenfalls immer wieder.
Nachdem wir den Zimmerschlüssel abgegeben und unser Gepäck deponiert hatten, setzten wir uns erst einmal an die Hotel-Bar und genehmigten uns einen Drink. Lachen? Weinen? Oder gleich beides zusammen? Die Gefühle spielten etwas verrückt und wir entschlossen uns zu einem Klassiker, der folgendermassen begann: „Schätzu, weisch no…“ ;-) Jaja, so werden wohl in Zukunft viele unserer Gespräche beginnen, wenn die Gedanken um Australien kreisen.
Da wir aber die Hotel-Bar nicht leer trinken wollten, vertraten wir uns noch etwas die Füsse und gingen ein Green Curry essen. Also kochen können die hier super!
Anschliessend war warten angesagt. Bei starkem Regenfall sassen wir im Hotel-Restaurant, tranken das eine oder andere Getränk (was genau ist der Fantasie überlassen…), lasen in unseren Büchern und Zeitschriften und schrieben Tagebuch. So verstrichen dann irgendwann auch diese drei Stunden des Wartens und wir wurden vom Taxi abgeholt und an den Flughafen gebracht. Viel war dort um diese späte Stunde nicht mehr los und wir gaben unser Gepäck auf. Noch rasch nachfragen, ob ich Gesichtscreme, Deo und Parfum korrekt im Handgepäck verpackt hatte und dann gings ab durch die Kontrolle. Der Duty Free – Bereich war auch hier wieder eine Welt für sich und so wurden wir noch die letzten paar Singapore Dollars los. Und wisst ihr, was noch speziell war? Plötzlich hörten wir überall schweizerdeutsch! Ups, da mussten wir wohl langsam aber sicher aufpassen, was wir redeten ;-)
Es dauerte dann auch nicht lange und wir waren mit einem Schweizer Ehepaar im Gespräch. Sie erzählten uns etwas von ihrer Reise und staunten dann nicht schlecht, als wir von unserer erzählten. Ihre Gedanken, dass wir aus extrem reichen Elternhäusern stammen oder irgendwelche anderen speziellen Geldquellen haben, mussten wir allerdings zunichte machen. Jep, man kann auch einfach ganz normal arbeiten gehen, fleissig sparen und sich dann einen grossen Traum erfüllen!
Dann hiess es hinten anstellen und das Flugticket vorweisen und danach wieder warten. Da in den A380 ein paar wenige Leute mehr passen (nämlich insgesamt 525 – 853 Passagiere, je nach Ausbau des Flugzeuges), als in ein „gewöhnliches“ Flugzeug, benötigt es für das Boarding ein ausgeklügeltes System und wer nicht mit Kindern oder First Class reist, muss halt etwas länger warten. Was solls, wir hatten ja Zeit ;-)
Kurz nach Mitternacht sassen wir zwei Weltenbummler an unseren Plätzen und genossen den vorzüglichen Service und unsere vier Sitze. Herrlich, wenn man so reisen kann ;-)
Pünktlich um 1:10Uhr Ortszeit hoben wir ab und flogen der Schweiz und somit einem neuen Lebensabschnitt entgegen.
Jep, ein A380 bietet tatsächlich soooo viele Sitzplätze.
Braun gebrannt und den Schweizer Pass fest im Griff. So machten wir uns auf das letzte Stück unseres Weges in die Schweiz.
Welcome back
Nach einem reibungslosen Flug im grössten Passagier-Flugzeug der Welt wurde es langsam hell und die Schweiz kam in grossen Schritten näher. Oder kamen wir der Schweiz in grossen Schritten näher? Egal ;-)
Wir hatten beide gut geschlafen (ich auf drei und später auf vier Sitzen und Roger irgendwann am Boden) und wurden nun langsam etwas nervös. Frühstücken, Morgentoilette und Kleiderwechsel. Schliesslich wollten wir ja einen einigermassen guten Eindruck auf unser bestelltes Empfangskomitee machen ;-) Wer wohl alles dort sein wird? Werden die Leute Glocken und Schweizerfahnen dabei haben? Wie werden die Reaktionen sein? Fragen über Fragen, die sich aber kurz nach 7:00 Uhr Ortszeit klären werden.
Auch in Zürich war natürlich noch eine Passkontrolle fällig. Ich wechselte geistesgegenwärtig die Schlange, als ich sah, dass es am anderen Schalter deutlich rascher voranging. Nur Roger konnte ich nicht dazu bewegen. Er meinte, dass sich das nicht gehöre und wir schlussendlich nicht schneller wären. Das Gepäck brauche auch seine Zeit. Ja schon, aber ich will doch einfach nur weiter und vielleicht ist das Gepäck ja doch schneller. Jaja, eine typische Situation: Ich will vorwärts machen und Roger hält in stoischer Ruhe dagegen. Ich sage euch, da könnte ich jeweils explodieren. Doch genau so schnell wie ich durch die Passkontrolle kam, beruhigte ich mich auch wieder. Ich hatte ja genügend Zeit, da Roger einiges länger benötigte ;-)
Und dann…ja dann nahte der aufregende Moment! Wir bahnten uns unseren Weg zum Gepäckband und durch die Scheibe konnte ich bereits Papi und Nadine entdecken! Wir wurden schlagartig nervöser und freuten uns riesig auf unsere Leute! Dann kam auch schon unser Gepäck, das wir uns schnappten und auf unseren Wagen packten. Noch eine feste Umarmung und ein Kuss und dann auf in den Kampf. Schon jetzt ertönten die ersten Glocken und ein Megaphone und wir zwei grinsten über beide Ohren. Jaaaa, das war alles für uns!!! Toll, wenn man so erwartet und in Empfang genommen wird! Thanks guys, you were awesome!!!!!!!!!
Es folgten zahlreiche Umarmungen, Küsschen da und Küsschen dort, Tränen kullerten über die eine oder andere Wange und überall herrschte grosse Freude! Mein persönliches Highlight war? Na klar: Als Lena sagte: „GOTTI!“ Sie kannte mich tatsächlich noch ;-)
Wir gingen alle zusammen etwas trinken und es gab so einiges zu erzählen. So macht nach Hause kommen Spass und man überlegt sich, ob man wohl wieder mal so lange fort soll, damit man wieder mit Schweizerfahnen, Kuhglocken und Megaphone von so einem tollen Empfangskomitee abgeholt wird ;-)
Am 9. März 2009 startete unser grosses Australien-Abenteuer und heute, am 30. März 2010 geht es zu Ende. Es war eine unsagbar schöne Zeit, die uns mit tollen Bildern, Begegnungen, Freundschaften und Erkenntnissen beschenkt hat! Wir wissen schon jetzt, dass wir immer wieder in diesen Erinnerungen schwelgen werden und irgendwann, ja irgendwann, kehren wir in dieses tolle Land zurück!
Dieses Australien-Abenteuer hat uns sehr gut getan. Es hat uns in vielerlei Hinsicht in unseren Meinungen bestätigt, es hat uns gewisse Sachen gelernt und es hat unser Glück nur noch vergrössert!
Don’t dream your life, live your dream!!!
See ya guys!
Eure Weltenbummler
Sibylle & Roger
