Alice Springs

Alice Springs 03.01.2010 - 07.01.2010

04.01.2010

Nach einer heissen Nacht in Alice Springs wurden wir am Morgen um 5:55, von Katie unserer Busfahrerin und Reiseleiterin, abgeholt. Als erstes war eine 500km lange Busfahrt zum Ayers Rock (Uluru) angesagt. Da wir nur 13 Personen im Bus für 25 Personen waren, konnten wir es uns gemütlich machen.

Alice Springs liegt übrigens nicht in der Wüste wie wir angenommen haben. Um als Wüste zu gelten darf es Maximum 170ml regnen pro Jahr. Alice Spring liegt mit ca. 300 ml darüber.

Den ersten Stopp gab’s auf einer Farm wo man Kamel reiten, Dingo streicheln und Kängurus anschauen konnte. Wir haben die Gelegenheit genutzt und gefrühstückt.

Ein paar Meilen später kamen wir am Denkmal an das „Canon ball“ Autorennen vorbei, das früher hier durchgeführt wurde. Da wo jetzt das Denkmal steht war ein Kontrollposten. Unglücklicherweise verloren zwei junge Chinesen in ihrem Ferrari in der Kurve vorher die Kontrolle und fuhren in den Kontrollposten. Beide Insassen und die Person am Kontrollposten verloren ihr Leben. Seitdem wurde das Rennen hier nicht mehr durchgeführt.

Denkmal

Bis auf wenige Kurven geht die Strasse zum Ayers Rock meistens gerade aus. Ideale Bedingungen für Lastwagen mit 4 Anhängern welche bis zu 54.5m lang und 180 Tonnen schwer sind! Wir haben einen dieser Lastwagenzüge gesehen, schon sehr beeindruckend.

Einfach nur gerade aus.

Unser Bus am letzten Zwischenstopp.

Eine gute Stunde später sind wir dann in unserem Zeltlager angekommen. Wir übernachten in Zelten, welche permanent hier stehen. Für jede Tourgruppe gibt es einen Aufenthaltsraum mit Küche. Von einer Klimaanlage kann man hier nur träumen. Es ist ca. 38 Grad im Schatten.

Unser Zeltlager

Nach dem Mittagessen ging‘s zum Kultur Center wo wir viel über die Geschichte Australiens und die Aborigines erfuhren konnten. Auch unsere Reiseleiterin Katie hat ein riesiges Wissen und es ist sehr interessant ihr zuzuhören.

Anschliessend ging es zum Ayers Rock selber. Es ist ein riesiger Stein der aus der flachen Umgebung hervorsteht. Noch beeindruckender ist es, wenn man sich vorstellt dass dieser Fels früher aufrecht gestanden ist und mehrere Kilometer hoch war. Vermutlich durch ein Erdbeben, ist er dann um 90 Grad gekippt.

Ayers Rock (Uluru)

An den senkrechten Kerben erkennt man die verschiedenen Ablagerungen die sich im Verlauf von Millionen Jahren gebildet haben. Schliesslich war hier früher alles mit Wasser bedeckt. Schwer sich das vorzustellen bei dieser Hitze! Durch das verschieben der tektonischen Platten gab es einen riesigen Hügel, der dann umgekippt ist und heute als Ayers Rock bekannt ist. Die schwarzen Farbe in den Kerben kommt von den Mineralien, die es mit dem Regen aus dem Stein wäscht.

Hier sieht man schön die Kerben und die schwarze Farbe.

Nachdem wir ein bisschen dem Ayers Rock entlang gelaufen sind und einige Geschichten und Mythen gehört haben, ging’s an einen schönen Aussichtspunkt. Da haben wir den Sonnenuntergang und das Farbenspiel am Ayers Rock bewunderten.

Während wir auf den Sonnenuntergang gewartet haben, gab es einen Apero.

Im Fotoalbum haben wir noch weitere Farben, welche der Ayers Rock während dem Sonnenuntergang angenommen hat.

Nach dem interessanten aber auch warmen und anstrengenden Tag ging’s zurück zum Zeltlager, wo wir den Tag mit einem BBQ ausklingen liessen. Kurz nach 22 Uhr gingen wir dann schlafen, da wir um 04:15 bereits wieder geweckt werden!!!

05.01.2010

Nach einer kurzen Nacht wurden wir um 04:15 von Katie geweckt. Wir sind so früh aufgestanden, damit wir den Sonnenaufgang bei den Olgas (Kata Tjuta) betrachten können. Nach einem kurzen Frühstück ging’s dann auch direkt los.

Auf der einen Seite ging die Sonne auf.

Auf der anderen Seite erwachten die Olgas.

Nach dem Sonnenaufgang ging‘s noch näher zu den Olgas. Dort angekommen, machten wir eine Wanderung ins „Valley of the Wind“, welches seinem Namen alle Ehre machte. Beim Start der Wanderung war es ca. 07:00 Uhr, aber bereits sehr warm.  Ab 11:00 Uhr darf man nicht mehr den ganzen Weg wandern, weil es zu dieser Jahreszeit zu heiss ist.

Erster Aussichtspunkt.

Hier hatte man die Möglichkeit weiter zu laufen oder wieder umzudrehen und die Olgas von einer anderen Perspektive zu betrachten. Wir haben uns für den zweiten Teil entschieden.

Wir denken wir haben uns für den richtigen Weg entschieden, denn dieser war einfach unglaublich schön und beeindruckend.

Es hatte immer wieder so kleine Brücken, welche mit der Landschaft genial aussahen.

Beim Aussichtspunkt angekommen, war man zwischen zwei riesigen Felsen. Die Olgas sind mit bis zu 540m Höhe, höher als der Ayers Rock. Die Aborigines nannten diese Felsen „Kata Tjuta“, was übersetzt „Viele Köpfe“ heisst. Die Aborigines zählen übrigens nur bis fünf. Alles was sechs und mehr ist, ist ganz einfach VIEL. 

Zum greifen Nah :-).

Wir machten es uns gemütlich und genossen die Landschaft. Wir konnten diverse Vögel, sowie Babydingos hören. Nach einer gewissen Zeit machten wir uns wieder auf den Rückweg.

Wir waren froh als wir wieder im klimatisierten Bus waren. Es war zwar erst 09:00 Uhr morgens aber bereits 32° im Schatten.

Jetzt nach der Wanderung ging es wieder retour zu unserem Camp, wo wir unsere Zelte ausgeräumt haben und dann alle zusammen das Mittagessen vorbereiten.

Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zum Kings Canyon.

Währen der Fahrt, welche ca. 3 ½ Stunden dauerte hielten wir bei einem schönen Aussichtspunkt an, um ein paar Fotos zu machen.

Später hielten wir nochmals während der Fahrt an, da wir noch Feuerholz für unser Abendessen sammeln mussten.
Wie man sieht halfen alle mit :-).

Das auf dem Dach ist übrigens Katie.

Einmal fuhr Katie ganz langsam, da sie am Strassenrand ein wildes Pferd entdeckt hatte.

Nach der Fahrt kamen wir beim neuen Camping Platz an. Katie machte ein Lagerfeuer und kochte an diesem Abend alles auf dem Feuer.

Sie hatte diverse Töpfe, welche Sie in das Feuer stellte und mit Glut bedeckte. Sie machte sogar das Brot in einem dieser Töpfe.

Es ist schon unglaublich was Katie bis jetzt geleistet hat. Sie ist die Erste die aufsteht und die letzte die schlafen geht. Sie ist unsere Fahrerin, Köchin, Tourguide und Mädchen für alles von morgens um 4 bis abends um 22 Uhr.

Nach einem sehr farbenfrohen Sonnenuntergang haben wir den Tag am Lagerfeuer mit Marshmallows ausklingen lassen.

06.01.2010

In dieser Nacht war es extrem heiss! Wenn wir nicht so Bedenken gehabt hätten, wegen den vielen kleinen Tierchen hier, hätten wir unter freiem Himmel geschlafen.

Um 4:30 hiess es aufstehen, frühstücken und dann ging’s auch schon los zum Kings Canyon, wo eine 3,5h Wanderung angesagt war. Da der Himmel recht bewölkt war, konnten wir den Sonnenaufgang leider nicht sehen. Bevor es hell wurde, zeigte der Thermometer bereits 27 Grad an.

Gleich zu Beginn war der „Heartattack Hill“ (Herzattacke Berg) zu erklimmen. Der Berg wurde so benannt, da diverse Leute nach dem Aufstieg einen Herzinfarkt hatten.

Der Heartattack Hill kann ungefähr mit dem 1000er Stägeli in Aarburg verglichen werden. Hier sind die Treppen aus Stein, viel unregelmässiger und leider nicht im kühlen Wald, dafür aber nicht ganz so lange.

Nach ca. 15 Minuten waren alle ausser Puste aber heil oben angekommen.

Die Aussicht ist schon genial. Ganz hinten am Horizont sieht man vermutlich den Regen der Angesagt ist.

Die Wanderung war sehr schön und interessant. Wir haben den „Ghost Tree“ gesehen, mit seinen Ästen, welche Widow-Maker (Wittwen-Macher) heissen. Diese Äste sterben langsam und fallen irgendwann einfach ab. Frauen die ihre Männer loswerden wollten, liessen sie unter einem solchen Ast schlafen. So kam der Ast zu seinem Namen.

Ghost Tree mit seinen Widow-Maker-Ästen.

Man konnte sehr nahe an den Abgrund, da es nirgends eine Absperrung hatte. Zum Teil musste man sicherheitshalber bis zum Abgrund kriechen.

Diese Pflanze wächst in 100 Jahren ca. 30cm und ist somit 600 bis 700 Jahre alt.

Hier kann man schön die verschiedenen Schichten erkenne, die sich bei der Entstehung gebildet haben.

Obwohl Regen angekündigt war, hatten wir auf der ganzen Wanderung sehr viel Glück mit dem Wetter. Es hat zwar dreimal ganz fein angefangen zu Tröpfeln, aber nach ein paar Minuten auch schon wieder aufgehört.

Nachdem wir beim Bus angekommen sind, ging’s retour zum Camp, wo wir das Zelt wieder ausräumen mussten. Nach dem Mittagessen fing es dann noch richtig an zu regen. Zum Glück mussten wir nur noch in den Bus einsteigen und dann fuhr Katie etwas über 500 km retour nach Alice Springs. Auf dem Weg hatten wir ein paar heftige Regenschauer, wo wir sehr froh waren, dass wir im Bus und nicht auf einer Wanderung waren. ;-)

In den letzten drei Nächten haben wir nicht sehr viel Schlaf bekommen und waren froh als wir im Hotel waren. Ein schönes weiches Bett und eine Klimaanlage sind halt nicht zu unterschätzen!

Morgen geht es dann weiter nach Perth, wo wir einen Gang runter schalten und uns am Strand ein bisschen von den letzten Wochen und Monaten erholen möchten.